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Die Berechnung der Kirchensteuer folgt diversen Faktoren

Obwohl eine stattliche Anzahl an Menschen eben diese Steuer entrichtet, ist vielen gar nicht klar, wie die Berechnung der Kirchensteuer vorgenommen wird.

Die Kirchensteuer ist ein Thema, dass in Deutschland immer wieder heiß diskutiert wird. Die Kirchensteuer wird jedem Mitglied einer der beiden großen Konfektionsgruppen, also der katholischen oder evangelischen Gemeinde, automatisch vom Einkommen abgezogen, sobald es eine gewisse Größenordnung überschreitet. Wie die Berechnung der Kirchensteuer eigentlich genau vorgenommen wird, wissen dabei gar nicht alle, die diese Steuer Monat für Monat entrichten.

Die Argumentation, warum diese Menschen es nicht wissen, ist sehr einfach und leicht nachzuvollziehen. Das Geld wird sowieso jeden Monat automatisch abgezogen, warum sollte man sich also dafür interessieren, wie die genauen Berechnungsmodalitäten aussehen. Das Argument, dass einem das Geld automatisch abgezogen wird und man weiter keinen Einfluss darauf hat, ist vollkommen richtig. Sofern man Wert darauf legt, Mitglied in einer der beiden Gemeinden zu sein, muss man die Kirchensteuer entrichten. In Deutschland ist der einzige Weg dies nicht mehr zu müssen , der Austritt aus der Kirche.

Nichtsdestotrotz erfolgt die Berechnung der Kirchensteuer nach einem logischen Schlüssel. Das Kirchengesetz ist nicht bundeseinheitlich, sondern differenziert noch in den einzelnen Bundesländern. So kommt es, dass die Kirchensteuerpflichtigen in Baden-Württemberg und Bayern in der glücklichen Situation sind, nur acht Prozent von ihrem Einkommen entrichten zu müssen, während die Bewohner des Restes der Republik neun Prozent zu entrichten haben. Damit die Besserverdienenden aber nicht scharenweise aus der Kirche austreten, wurde eine Obergrenze festgelegt, über die die zu entrichtende Kirchensteuer nicht drüber gehen darf. Diese Obergrenze wurde bei maximal drei Prozent des zu versteuernden Jahreseinkommens festgelegt.

Ein großer Streitpunkt ist nicht nur die grundsätzliche Existenz und die Höhe der Kirchensteuer, sondern auch die Art, wie die Kirche an ihre Einnahmen gelangt. Denn trotz einer ausdrücklichen und im Grundgesetz verankerten Trennung von Staat und Kirche, bedient sich die Kirche des Staates um ihre Steuern einzutreiben. Diskussionen zu diesen Themen kommen immer wieder auf, doch wirkliche Lösungsansätze wurden bis jetzt noch keine gefunden. Kann man sich also gar nicht mit der Kirchensteuer abfinden, bleibt einem weiterhin nur der Weg, aus der Kirche auszutreten.