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Hebelzertifikate - Was sie sind und was sie können!

Hebel-Zertifikate werden in großer Zahl gehandelt und sind gerade bei Kleinanlegern beliebt, da sie aufgrund kleiner Losgrößen mit wenig Kapital gekauft werden können. Die Risiken sind aber immens.

Bei Hebel-Zertifikaten handelt es sich um eine riskante Form der Geldanlage, die sich die Eigenschaften von Optionen zunutze machen. Diese Anlageform ist auch unter den Begriffen Turbo-Zertifikate bzw. Knock-out-Zertifikate oder Mini-Futures bekannt. Der Anleger investiert hierbei Geld in einen Basiswert, wobei die Investition durch einen Wertpapierkredit finanziert wird. Bei einem solchen Basiswert kann es sich um eine Aktie oder auch einen Index wie den DAX handeln.

Ein Beispiel für ein Hebelzertifikat könnte so aussehen, dass eine Aktie mit einem Kurs von 15 Euro zu 5 Euro gekauft wird. Die restlichen 10 Euro stellen dann die Kreditkomponente dar. Der Anleger profitiert von der Wertentwicklung der gesamten Aktie, obwohl er nur ein Drittel des Preises gezahlt hat, muss jedoch für die restlichen zwei Drittel Zinsen zahlen. Bei steigenden Kursen werden diese Zinskosten leicht überkompensiert, bei fallenden Kursen kann es jedoch ebenso schnell zum Totalverlust kommen. Der Beliebtheit dieser Anlageform schadet dieses aber nicht: Alleine im Juni des Jahres 2009 wurden 37.521 neue Anlage- und Hebel-Zertifikate von den Emittenten aufgelegt.