Die Schweizer Nationalbank, Hüter des stabilen Franken

Mitten im herrlichen Bern liegt das imposante Gebäude der Schweizer Nationalbank. Sie fungiert als unabhängige Zentralbank in allen wichtigen Dingen der Geld- und Währungspolitik des Alpenstaates.

Seit vielen Jahren gilt die Schweiz als Eldorado für all jene Kapitalanleger, die besonders großen Wert auf Diskretion legten. Berühmt waren die Eidgenossen vor allem für Ihre Verschwiegenheit. Auskünfte - auch von Finanzämtern anderer Länder - waren nur schwer zu bekommen. Dies änderte sich erst in der letzten Zeit, nachdem vor allem die Europäische Union mehr Transparenz gefordert hatte. Eine Besonderheit in diesem Bankensystem nimmt jedoch die Nationalbank ein.

Die Schweizer Nationalbank ist als Aktiengesellschaft firmiert und muss sich nach der Verfassung des Landes in erster Linie auf die Interessen des Staates konzentrieren. Zu ihren Aufgaben gehört es daher beispielsweise, die Preise im Land stabil zu halten. Gleichzeitig hat sie für ausreichend Bargeld Sorge zu tragen und wickelt den bargeldlosen Zahlungsverkehr ab. In währungspolitischen Fragen nimmt sie gegenüber der Regierung eine beratende Funktion ein und überwacht außerdem, wie stabil das Finanzsystem vor allem in Krisensituationen ist. Ihr Hauptbesitz ist dabei in Bern, sie besitzt aber ebenfalls Niederlassungen in Zürich, Genf, Basel, Luzern, Sankt Gallen und Lugano. Ihr gesamtes Aktienkapital beträgt etwa 25.000.000 Schweizer Franken, wovon sich etwas mehr als die Hälfte im Eigentum öffentlicher Einrichtungen der Schweiz befinden. Der eidgenössische Staatenbund selber verfügt über keine eigenen Aktien. Die restlichen Anteile befinden sich in privater Hand, welche auch an der Börse gehandelt werden.

Die Geschäftsführung der Schweizer Nationalbank wird durch den sogenannten Bankenrat kontrolliert, welcher aus elf Mitgliedern besteht. Zu ihnen gehören auch der Präsident und der Vizepräsident der Schweiz. Das geschäftsführende Organ dieser Bank jedoch ist das Direktorium. Dies legt Strategien bezüglich der internationalen Anlagepolitik fest und wird in einem Turnus von sechs Jahren immer wieder neu gewählt. Im Jahre 2007 feierte die Schweizer Nationalbank ihr 100-jähriges Bestehen und beging dies mit der Ausgabe spezieller Briefmarken und Münzen.

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