Thema Computer: Welche Grafikkarten gibt es?

Für die Bildschirmanzeige des Computers zeigen sich verschiedene Grafikkartentypen verantwortlich. Wie Grafikkarten arbeiten und welche Modelle für die unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten geeignet sind.

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Grafikkarten steuern die Bildschirmanzeige des Rechners als Erweiterungen oder Onboard-Grafiklösungen. Auf der Grafikkarte selbst befinden sich ein Prozessor und ein Grafikspeicher. Die Grafikkarte wandelt die Daten um, die sich vom Prozessor des Rechners erhält und macht sie bildschirmtauglich. Anschließend schickt die Grafikkarte ihre Daten an den Monitor weiter, der sie dem Anwender als Bild ausgibt.

Onboard-Grafikkarten befinden sich direkt auf der Hauptplatine und sind heute noch im Notebook-Segment verbreitet. Sie haben nicht die Leistungsfähigkeit einer separaten Steckplatz-Grafikkarte und werden auch in günstigen Desktop-PCs verbaut. Onboard-Grafikkarten haben einen vergleichbar niedrigen Stromverbrauch und eignen sich daher am besten für Notebooks. Für umfangreiche Anwendungsprogramme und auch für Games werden jedoch Steckplatz-Karten benötigt, von denen die neueste Generation überzeugende 3D-Grafiken abliefert. Bei älteren Geräten wurden Spielekarten über einen AGP-Anschluss mit der Hauptplatine verbunden, heute hat sich allerdings PCI-Express durchgesetzt. Mit PCI-Express sind Datenübertragungen von bis zu acht Gigabyte pro Sekunde möglich. Alle modernen Steckplatz-Grafikkarten sind leistungsstarke Komponenten und benötigen eine Leistung von wenigstens 250 Watt. Da DirectX die besten Spieledarstellungen auf dem Monitor liefert, hat sich der Grafikkarten-Standard vor allem bei Gamern durchgesetzt.

Wer im Internet zocken oder grafikintensive Programme nutzen möchte, kann seine Grafikkarte mit wenigen Handgriffen aufrüsten. Bei Desktop-PCs ist hier übrigens auch ein Einbau einer Steckplatz-Grafikkarte möglich, wenn die Onboard-Technik deaktiviert wird. So lassen sich auch ältere Rechner problemlos aufrüsten und mit einer leistungsfähigen Grafikkarte versehen.

Für einen Einbau oder eine Aufrüstung der Grafiklösung muss das Gehäuse des PCs aufgeschraubt werden. Mit einem Erdungskabel verhindert man hier Schäden an der Platine durch die statische Aufladung. Die alte Grafikkarte kann vorsichtig heraus gezogen und durch die neue Komponente ersetzt werden. Grafikkarten sind mit einer Schraube am Gehäuse befestigt und müssen nach dem Tausch auch wieder fest verschraubt werden. Die goldenen Kontakte der Karte sollten beim Ein- und Ausbau nicht angefasst werden.