Von diesen Faktoren ist der Zinssatz eines Kredits abhängig

Damit die Banken bei einem Vergleich gut abschneiden, werben sie mit günstigen Kreditzinsen. Bei genauem Hinsehen stellt sich jedoch heraus, dass es sich meist um Angebote handelt, die von bestimmten Faktoren abhängen.

Wenn der effektive Zinssatz in Anführungszeichen steht oder davor das kleine Wort „ab“ steht, handelt es sich meist um verlockende Angebote, die in der Realität selten zustande kommen. Der Zinssatz für Kredite hängt einerseits von der Bonität des Kunden ab und andererseits von der Kreditlaufzeit. Außerdem ist entscheidend, wofür der Kredit genutzt wird, weil einige Kreditarten staatlichen Förderungen unterliegen. Die Zinssätze unterlagen im Jahr 2010 Schwankungen von 0,35 % bis 2,20 %. Wenn das Risiko einer Rückzahlung für die Banken minimal ist, vergeben sie bessere Zinssätze.

Der Zinssatz ist der Preis, für den ein Kredit gewährt wird. Die Höhe des Zinssatzes wird maßgeblich durch den europäischen Leitzins bestimmt. Dieser ist von der wirtschaftlichen Gesamtsituation abhängig. Die Europäische Zentralbank ist für die Regulierung des Leitzinses zuständig und passt diesen den aktuellen Begebenheiten an. Bei einer Inflation steigt der Leitzins, bei einer Deflation wird er von der Zentralbank gesenkt. Eine Senkung bewirkt, dass mehr Kredite beantragt werden. Dadurch wird die Wirtschaft angekurbelt. Seit dem Jahr 2009 befindet sich der Leitzins auf einem Tief von 1,0 Prozent. In Deutschland befinden sich etwa 2.000 Banken. Doch nicht alle Kreditinstitute erheben die gleichen Kreditzinsen, obwohl sie alle demselben Leitzins unterworfen sind. Hier werden die Zinsen vom Wettbewerb der Banken untereinander beeinflusst. Auffallend ist, dass Internetbanken günstigere Kreditzinsen vergeben als Banken mit Geschäftsstellen. Das liegt daran, dass Internetbanken weniger Ausgaben für Personal und Räume haben und diesen Vorteil an ihre Kunden weitergeben.