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Die Erbschaftssteuererklärung betrifft viele Bürger

Jedes Jahr wird in Deutschland ein großes Vermögen vererbt. In der Regel müssen die hierdurch erzielten Einkünfte vom Erben versteuert werden. Es sei denn, das Erbe liegt im Rahmen des Freibetrags.

Steuern müssen für praktisch jede Einkunftsart gezahlt werden. So müssen zum Beispiel Arbeitnehmer für ihr Einkommen Lohnsteuer an das Finanzamt abführen. Selbständige oder gut verdienende Arbeitnehmer zahlen die sogenannte Einkommenssteuer für ihren Verdienst. Steuern fallen aber auch bei Zinseinkünften, Immobilienerträgen oder bei einem Aktiengewinn an. Wie hoch die jeweils zu zahlenden Steuern tatsächlich ausfallen, ist in erster Linie von der Höhe des Einkommens bzw. der Gewinne abhängig. Anhand feststehender Tabellen der Steuerbehörden können diese auf einfache Weise berechnet werden.

Im oben genannten Sinne zählen auch Erbschaften zu den steuerpflichtigen Einkünften. Hierbei sind jedoch einige Faktoren zu berücksichtigen, die die Erbschaftssteuer von anderen Steuerarten trennen. Ein zentraler Unterschied ist unter anderem, dass die Höhe der zu zahlenden Steuerbeträge nicht von der Höhe des geerbten Geldes bzw. des Besitzes abhängt, sondern maßgeblich vom Verwandtschaftsgrad des Erben und des Verstorbenen. Im Klartext bedeutet das: Je näher ein Erbender dem Verstorbenen verwandtschaftlich stand, desto geringer ist der Steuersatz. Ehefrauen, Kinder und Eltern zahlen einen deutlich geringeren Steuersatz als Cousins oder Neffen bzw. Nichten. Ein weiterer Faktor, der bei der Berechnung der Steuern eine Rolle spielt, ist natürlich der Wert des Erbes. Wer zum Beispiel viel Geld erbt, muss in der Regel auch einen großen Anteil an die Finanzkasse überweisen. Dabei ist jedoch nicht nur Bargeld zu berücksichtigen, sondern auch Immobilienbesitz, Aktien, Wertpapiere, Kunstgegenstände etc., eben alles, was von Wert ist. Diese Besitztümer werden nach bestimmten, festgelegten Kriterien in Geldbeträgen taxiert. Auf dieser Grundlage können dann die Steuern berechnet werden.

Viele Erben zahlen jedoch gar keine Steuern auf ihre Erbschaft. Denn gerade enge Verwandte können einen nicht unbeträchtlichen Freibetrag geltend machen. Auch hierbei gilt: Je näher der Erbe verwandtschaftlich mit dem Verstorbenen verbunden war, desto höher fällt der Freibetrag aus. Erst wenn der Freibetrag ausgeschöpft ist, fallen Erbschaftssteuern an.

Häufig planen Eltern oder Großeltern, ihren Kindern oder Enkeln bereits zu Lebzeiten einen Teil des Erbes zu schenken bzw. zu überschreiben. Dabei ist zu beachten, dass auch in diesem Fall ein Freibetrag gültig ist. Da innerhalb eines festgelegten Zeitraumes der Freibetrag nur ein einziges Mal ausgeschöpft werden kann, lassen sich durch eine Schenkung effektiv die im Todesfall zu zahlenden Steuern reduzieren. Davon machen viele Bundesbürger heute bereits Gebrauch. Doch kann an dieser Stelle ist Vorsicht angebracht, denn der Schenkende verliert in der Regel seinen Rechtsanspruch auf das Geld bzw. den Besitz. Wer sich für das Thema Erbschafts- und Schenkungssteuern interessiert, findet im Internet mittels der gängigen Suchmaschinen die relevanten Steuertabellen und weiterführende Erläuterungen dazu, wie die Erbschaft zu versteuern ist Üblicherweise kommen die Steuerbehörden direkt auf den Erben zu, da unter anderem die Banken im Todesfall eines Kontoinhabers zur Information der Behörde verpflichtet sind. Bei der Suche nach Informationen im Internet müssen lediglich Suchbegriffe wie zum Beispiel "Steuern" und "Erbschaften" bzw. "Schenkungen" eingegeben werden.

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