DAX+0,15 % EUR/USD+0,18 % Gold+0,10 % Öl (Brent)+0,51 %

Im Lohnsteuer-Jahresausgleich Kinderbetreuung absetzen

Die Kosten für Kinderbetreuung sind steuerlich absetzbar und sollten darum stets im Lohnsteuerjahresausgleich angegeben werden. Wer alle angefallenen Summen sorgfältig einträgt, der kann einige Steuern sparen.

Wenn beide Elternteile in einer Familie arbeiten gehen, dann müssen die Kinder fremd betreut werden. Die Eltern wählen die für die jeweilige Situation passendste Betreuungsform aus und zahlen dafür normalerweise einen monatlichen Fixbetrag. Die Kosten für Kindertagesstätte, Kindergarten, Tagesmutter und Hortbetreuung sind regional ganz unterschiedlich, sodass der zu zahlende Betrag stets davon abhängt, wo genau die Familie lebt. In den meisten Fällen werden Betreuungsgebühren anhand des Bruttoeinkommens von Mutter und Vater berechnet, damit ist ein zweiter variabler Faktor gegeben. So kommt es zustande, dass einige Eltern monatlich eine relativ hohe Summe zahlen, während andere eher geringe Beiträge überweisen. Sozial schwache Familien können an manchen Orten sogar damit rechnen, von der Zahlung der Kindergartengebühren auf Antrag freigestellt zu werden.

Die anfallenden Kinderbetreuungskosten stellen in jedem Fall eine finanzielle Belastung für Familien dar, die steuerlich geltend gemacht werden kann. Denn die Betreuung der jüngsten Familienmitglieder ist notwendig, damit Mutter und Vater überhaupt arbeiten gehen können. Der Steuerberater wird die entsprechenden Belege über Kinderbetreuungskosten zum jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich bei den Eltern anfordern und dem Finanzamt einreichen. Er weiß auch, in welcher Höhe der Staat die Kosten erstattet und wie hoch eine eventuelle Rückzahlung ausfallen wird. Wer selbst darin geübt ist, die Formulare zur Steuererklärung auszufüllen, der weiß in der Regel recht genau, welche Positionen er von der Steuer absetzen kann. Die entsprechende Steuersoftware wird nach Beendigung aller Eingaben den ungefähren Betrag ausgeben, der zurückerstattet wird oder der nachgezahlt werden muss. So erhält der Steuerzahler eine ungefähre Vorausschau auf den kommenden Bescheid des Finanzamtes.

Weitere Möglichkeiten zur Steuererstattung liegen beispielsweise in der Angabe von Arbeitswegen, Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen und Beiträgen für die private Altersvorsorge. Der Staat kompensiert diese Ausgaben mit Steuererleichterungen, die allerdings normalerweise nicht 100 Prozent der tatsächlichen Kosten decken. Oftmals sind bestimmte maximale Erstattungsbeträge festgelegt oder die Summen werden zu gewissen Prozentsätzen gedeckt. Auch die Kinderbetreuungskosten bekommt der Steuerzahler nicht in vollem Umfang zurück, zumeist muss er einen nicht unbeträchtlichen Anteil doch selbst tragen. Wer besonders hohe, feststehende monatliche Ausgaben hat, die steuerlich absetzbar sind, der kann sich auf dem Finanzamt einen steuerlichen Freibetrag eintragen lassen. Auf diese Weise wird die vom Gehalt abzuziehende Einkommenssteuer reduziert und die monatliche finanzielle Belastung verringert. Allerdings schlägt sich dieser Vorteil auf den Lohnsteuerjahresausgleich nieder, denn hierbei ist keine so hohe Rückerstattung oder vielleicht sogar eine Nachzahlung zu erwarten.