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Falschgeld Erkennung – nicht nur die Herstellung ist strafbar

Sowohl die Herstellung als auch die Verbreitung von Falschgeld ist strafbar. Immer dann, wenn dieses Geld in die Zahlung einfließt, muss ein Nutzer in rechtlicher Hinsicht manchmal Rede und Antwort stehen.

Als Falschgeld wird jedes Zahlungsmittel bezeichnet, das nachgemacht ist, um einen Geldwert vorzutäuschen, den es in der Realität aber nicht besitzt. Das Ziel der Verwendung liegt immer in der Täuschung des Gegenübers. Leider ist aus rechtlicher Sicht auch die Person rechenschaftspflichtig, die unwissentlich Falschgeld in Umlauf bringt. Zudem ist es ein weiteres Problem, dass Falschgeld, wenn es als solches erkannt wird, ohne Ersatzleistung an die Person, die dieses entgegengenommen hat, eingezogen wird. Dass die Verwendung von gefälschten Währungen, gleich welcher Art, unter Strafe steht, ist bekannt. Problematisch kann es aus rechtlicher Hinsicht eben auch sein, wenn man unwissentlich Falschgeld entgegengenommen hat und dieses Geld nun ebenso unwissend weitergibt, dies dann allerdings im Rahmen der Zahlung als gefälscht deklariert wird.

Die Geldfälschung ist aber nicht erst ein Problem der heutigen Zeit. Schon in der Antike war es geläufige Straftat, Geld mit mehr oder minder geschickten Versuchen nachzuahmen und dann in Umlauf zu bringen. Bereits im Jahr 220 nach Christus konnte gemäß historischen Funden in Rißtissen, das damals noch im Bereich des Römischen Reiches zu finden war, eine gefälschte römische Denare entdeckt werden. Diese wurden seinerzeit in aufwendiger Arbeit in Tongussformen nachgearbeitet. Heute noch können im Römermuseum in Rißtissen Gussformen und auch Falschmünzen aus der Zeit besichtigt werden. Im heutigen Rottweil wurde sogar eine Entdeckung aus dem Jahr 100 nach Christus gemacht, die sich eindeutig als Falschgeld nachweisen ließ. Lange Zeit war es üblich, mittels Biss in einen Goldtaler die Echtheit dieses Geldstückes nachzuweisen. Hintergrund war, dass gefälschte Münzen in der Regel aus einem minderwertigeren aber auch härterem Material gefertigt wurden und so in gefälschtem Geld keine Bissspuren hinterlassen wurden. Schon im Mittelalter wurde das Geldfälschen hart gestraft und hier war es Methode, den Falschmünzer durch Versenken in siedendem Öl zu bestrafen. Im 2. Weltkrieg nach das Geldfälschen große Formen an mit ausländischen Banknoten, die zu dem Zweck hergestellt wurden, feindliche Länder in ihrer Stabilität zu beeinträchtigen.

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