Die Streichung der Mittel für den Heizkostenzuschuss

Es gab bis vor ein paar Monaten einen Zuschuss für die Heizkosten, dieser wurde jedoch aus bestimmten Gründen gestrichen. Warum dies geschah und wie hoch der Zuschuss war, hing von einigen Faktoren ab.

Wohngeldempfänger konnten für einige Zeit auf einen Zuschuss zu den Heizkosten zurückgreifen. Dieser Zuschuss wurde wieder gestrichen, da die Regierung Sparmaßnahmen vornahm. Ob es gerechtfertigt ist, den Sparstift bei gering verdienenden Familien anzusetzen, sei dahin gestellt. Die Regierung begründete die Maßnahme mit sinkenden Energiekosten. Ursprünglich wurde der Zuschuss geschaffen, da die Kosten für Heizung und Strom drastisch angestiegen waren. Der Wohngeldempfänger bekam seit dem Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes einen bestimmten Betrag monatlich ausgezahlt. Dieser war von der Größe der Familie und den Wohnkosten abhängig. Die Beträge waren nicht übermäßig hoch und deckten auch nicht die tatsächlichen Energiekosten, jedoch waren sie eine kleine Hilfe für die Betreffenden.

Nun sind die Heizkosten wieder gestiegen und Verbraucherschützer gehen auf die Barrikaden, da man nicht anhand einer kurzfristigen Senkung von Energiekosten Zuschüsse streichen kann, die den schlechter Verdienenden das Leben erleichtern sollen. Familien, die weniger verdienen, sind zudem oft sehr groß. Aus diesem Grund sind die Kosten, die eine solche Familie monatlich auszugeben hat, höher als bei anderen Familien. Der Zuschuss bedeutete für eine Familie die beinahe komplette Übernahme der Energiekosten, die sie monatlich zu bezahlen hatte. Dies war eine große Hilfe, da der Betroffene sich nicht mehr um hohe Heizkosten sorgen musste. Im Gegenzug dazu kann der Verbraucher davon ausgehen, dass diese Sparmaßnahme dem Staatshaushalt etwa 100 Millionen Euro einbringen wird. Dem gegenüber stehen mehrere Milliarden Euro Staatsschulden.

Sparmaßnahmen sind sicher gerechtfertigt, wenn man auf den drohenden Bankrott anderer Staaten sieht. Jedoch sollte jede Regierung darauf achten, wo sie den Rotstift ansetzt. Energiekosten sind lebenswichtige Ausgaben, bei denen der Verbraucher zu einem bestimmten Grad sparen kann, aber nicht alles kann eingespart werden. Menschen brauchen im Winter eine Heizung, die funktioniert, und im Dunkeln auch Licht, das nur mit Strom existiert. Also entstehen so oder so Kosten für Energie, die auch von schlecht verdienenden Familien bezahlt werden müssen. Diese sollten in erster Linie vom Gesetzgeber unterstützt werden. Zumal der Zuschuss nur für diejenigen bewilligt wurde, die keine anderen staatlichen Zuschüsse erhalten außer Wohngeld. Der Staat gibt für viele Gelegenheiten hohe Summen aus, die durchaus gekürzt werden könnten, ohne dabei die ärmeren Bewohner zu belasten. Jedoch sind diese Ausgaben meist für ein bestimmtes Prestige verantwortlich und deshalb wird hier nicht gespart, sondern in Bereichen, in denen es um Arme und Kinder geht.

Inhalt

Rubriken