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Haus erben: Vor Annahme der Erbschaft lieber absichern

Auch wenn eine Immobilie Schwankungen am Finanzmarkt nur gering unterliegt und sie somit einen guten Vermögenswert bietet, sollte der Erbe sich vor der Annahme absichern, damit er keine finanziellen Nachteile bekommt.

Das Erben einer Immobilie hat Vor- und Nachteile. Nach der Bekanntgabe haben die Erben sechs Wochen Zeit, um sich für oder gegen den Nachlass zu entscheiden. Diese Zeit sollte genutzt werden, um offene Fragen zu klären. In erster Linie ist es wichtig in Erfahrung zu bringen, ob die Immobilie belastet ist. Dies erfolgt über eine Abfrage beim Grundbuchamt. Hier erfährt man, ob das Haus mit einer Hypothek belastet ist. Auch ein Informationsgespräch bei der Hausbank schützt vor bösen Überraschungen, da die Immobilie auch einem Kredit als Sicherheit dienen könnte.

Liegen Schulden auf dem Haus und der Erbe verpasst die Frist zum Ausschlagen der Immobilie, können Nachlassgläubiger eine Begleichung der Schuld durch den Erben fordern. Dies kann zu finanziellen Verlusten führen, wenn die Höhe der Schulden den Wert der Immobilie übersteigt.

Ist das Haus schuldenfrei und der Erbe nimmt die Erbschaft an, kann dieser mit der Immobilie so weiter verfahren, wie er möchte. Bei mehreren Erben kommt es zu einer Erbengemeinschaft. Hierbei muss geklärt werden, ob das Haus veräußert wird und die Erben sich den Erlös teilen oder ob einer der Erben die anderen auszahlt und die Immobilie bewohnt.