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Der Cinchstecker - die häufigste Anschlussmöglichkeit

Der Cinchstecker ist die meist genutzte Anschlussmöglichkeit, um elektrische Signale über Koaxialkabeln zu übertragen. Dieser Steckertyp findet bei Musikanlagen seit Jahrzehnten seine häufigste Verwendung.

Jeder hat ihn in seinem Haushalt und schon vielfach benutzt: den Cinchstecker. Während früher in Deutschland die so genannten Bananenstecker oder auch der DIN-Stecker benutzt wurden, fand der Cinchstecker in Amerika zu damaliger Zeit bereits eine weit verbreitete Verwendung.

Entwickelt wurde diese Steckverbindung vor etwa 60 Jahren von der Radio Corporation of America. Daher lautet die internationale Bezeichnung dafür auch RCA Jack. Warum dieser Stecker in Deutschland nun Cinch heißt, darüber gibt es viele Überlegungen. Zum einen mag es an dem amerikanischen Unternehmen liegen, die diese Steckerart anfangs hauptsächlich produziert haben. Oder es ist an der deutschen Übersetzung angelehnt, die unter anderem „festzurren“ oder „fester Griff“ bedeutet. Der Vorteil dieser Steckerart ist, dass er recht hoch belastbar und schnell zu verbauen ist. Daher kommt der Stecker vor allem in der heimischen multimedialen Anlage zum Einsatz, sei es nun im Audiobereich oder im Fernsehbereich.

Damit alles richtig zusammengesteckt wird, gibt es die verschiedenen Farbcodierungen weiß, rot, orange, schwarz und grau. Grau ist meist für Lautsprecher und wird eher selten verwendet, während weiß, rot und orange die häufigsten Farben sind. In der Regel sind die Anschlüsse bereits in den einzelnen Farben angegeben, sodass die Stecker entsprechend ihrer Farbe nur eingestöpselt werden müssen. Für gewöhnlich wird für diese Steckverbindung ein Koaxialkabel eingesetzt. Allerdings reicht zum Beispiel bei Lautsprechern auch ein einfaches Leitungspaar, da eine Abschirmung meist nicht notwendig ist.

Die Cinchstecker sollten immer bei ausgeschalteten Geräten eingesteckt werden, da ansonsten empfindliche Geräte beim Einstecken durch den inneren, weiter herausragenden Stift beschädigt werden könnten. Er könnte sonst vorzeitig vor der Masse-Abschirmung Kontakt bekommen. Dadurch, dass eine Normung fehlt, passen die Stecker zeitweise nicht genau, sondern sitzen auf den Buchsen entweder zu fest oder zu locker. Auch dadurch können Beschädigungen hervorgerufen werden. Bei Studiogeräten wird allerdings mittlerweile mehr auf die XLR-Stecker oder symmetrischen Klinkenstecker zurückgegriffen, denn hier ist die Störanfälligkeit wesentlich geringer als bei den Cinchsteckern. Dennoch ist ein großer Vorteil, dass zwischen zwei Geräten für jedes Signal eine einfache Anpassung an die Verbindung erfolgen kann.