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Wozu ein Index Rechner dient und was man damit misst

Das Wort Index leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet Übersicht, Titel, Inhaltsverzeichnis oder Anzeiger. Ein Index spielt z. B. bei Berechnungen im Wirtschaftsleben eine Rolle.

Vielen Menschen wird heute das Wort Body-Mass-Index ein Begriff sein, der das Verhältnis von Körpergröße und Anteil des Fetts am Körpergewicht bezeichnet. Auch ein Aktienindex dürfte vielen geläufig sein, denn dieses Wort kommt in den Börsennachrichten häufig vor. Der Preisindex, der die Lebenshaltungskosten vergleicht, ist inzwischen ebenfalls kein Fremdwort mehr.

Wie aber wird z. B. der Preisindex berechnet? Das ist für den Laien nicht ganz leicht zu verstehen. Eine Bundesbehörde veröffentlicht beispielsweise regelmäßig Angleichungen des aktuellen Preisindexes, aus dem hervorgeht, wie sich die Verbraucherpreise von Jahr zu Jahr verändern. Dabei werden Lebenshaltungskosten für Nahrungsmittel, Energie u. a. berücksichtigt. Auch ein Index mit den Preisen des Einzelhandels wird von dem Amt herausgegeben. Wer sich auf der Homepage einloggt, findet zudem wertvolle Hinweise und rechnerische Hilfestellung zu Wertsicherungsklauseln und anderen wichtigen Punkten. Zudem wird gezeigt, wie man den Indexrechner verwendet und die Preisstatistik verstehen lernt.

Die Preisfeststellung der Inflation geht einher mit der Berechnungsform für den Preisindex, der ein statistisches Gebilde ist. Er verdeutlicht die Raten der Preisveränderungen in den Jahren seit 1965 sowie die Verbraucherpreise seit 1991. Damit wird eine Aussage getroffen über Inflation und Deflation in einem volkswirtschaftlichen Zusammenhang. So entsteht auch der bekannte Warenkorb, der repräsentativ die Preise für Güter des täglichen Gebrauchs und die entsprechenden Preissteigerungen und -senkungen demonstriert. So verdeutlicht der Preisindex die durchschnittlichen Ausgaben der privaten Haushalte von Jahr zu Jahr.

In diesem Zusammenhang spricht man auch von Preisindizes, welches die Mehrzahl des Wortes Index ist. Zwei Konzepte haben sich durchgesetzt, um den Preisindex zu berechnen - sie unterscheiden sich grundsätzlich nach Gegenstand und Bildungsalgorithmus. Letzteres ist ein Begriff, der eine unumstößliches Handlungsvorschrift in Einzelschritten zur Lösung von Problemen bezeichnet. In der Preisstatistik ermittelt man z. B. eine Gruppe von Preisindizes nach Gegenstand. Entsprechend den internationalen Vereinbarungen wird hierzulande seit dem Jahr 2005 eine Preisbereinigung mit sogenannten Chain Prices (Kettenindizes) durchgeführt. Diese stellen alljährlich fest, was die im vergangenen Jahr gekauften Waren im aktuellen Jahr kosten - oder aber andersherum, wie viel für die im aktuellen Jahr erworbenen Gebrauchsgüter im Vorjahr ausgegeben werden musste. Daraus ergibt sich ein für jedes Jahr neuer Warenkorb unter Berücksichtigung der veränderten Gewohnheiten der Verbraucher. Allerdings sind die Ergebnisse von Jahr zu Jahr nicht unmittelbar zu vergleichen, weil der Inhalt des Warenkorbes sich ständig verändert. Deshalb wird der Verbraucherpreisindex als Kettenindex berechnet, weil Vergleiche über einen längeren Zeitraum nur durch eine Verkettung der Jahresresultate miteinander stattfinden können. Innerhalb der europäischen Staaten ermöglicht er somit einen länderübergreifenden Vergleich der Preisentwicklungen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einem harmonisierten Verbraucherpreisindex. Wer hierzu mehr erfahren und den Indexrechner selbst ausprobieren möchte, sollte sich auf die offizielle Homepage der oben erwähnten Behörde begeben.