Billig nicht gleich günstig: Darauf sollte man beim Kreditzinsen Vergleich achten

Wenn aktueller Kreditbedarf besteht, muss ein Darlehen zu den gängigen Marktkonditionen aufgenommen werden. Doch bei den Gesamtkosten gibt es von Bank zu Bank oft gravierende Unterschiede, wie ein Kreditvergleich zeigt.

Wirft man einen Blick auf das Gesamtvolumen der Kredite an Privathaushalte in Deutschland, dann fällt auf, dass die aufgenommenen Darlehenssummen über die Jahre hinweg fast konstant bleiben. Waren es beispielsweise nach Angaben der Bundesbank im Dezember 2008 rund 2.357,301 Milliarden Euro, die an Privatpersonen (sowie an Unternehmen) von Kreditinstituten verliehen wurden, so lautet der Vergleichswert für den Dezember 2009 auf ca. 2.357,491 Milliarden. Für das Jahr 2010 ergibt die Statistik im Dezember ein Gesamtvolumen von 2.352,809 Milliarden Euro an. Die Zahlen legen den Schluss nahe: Geld geliehen wird immer, ganz gleich wie gut oder schlecht die Zinskonditionen gerade sind.

Trotzdem sollte jeder Kreditnehmer die jeweiligen Konditionen seines Darlehens stets genau überprüfen. Denn schließlich unterscheiden sich die Einzelangebote der Banken dann doch enorm. Ein scheinbar billiges Zinsangebot erweist sich anschließend eventuell durch teure Zusatzgebühren als gar nicht mehr so günstig. Ein Kreditvergleich sollte daher immer von den entstehenden Gesamtkosten ausgehen. Erste Voraussetzung ist daher, dass man sich den Kreditverlauf inklusive aller möglichen Einzelposten ausführlich darstellen lässt. Außerdem sollte jeder Bankkunde einen Blick auf die Zinsfestlegungen nach deren Verbindlichkeit legen. Sind die Zinsen über die gesamte Laufzeit gleich oder werden sie den Marktbedingungen angeglichen? Je nach Gesamtdauer und Darlehensverwendung können sich hier unterschiedliche Vorteile und Nachteile ergeben. Nicht zuletzt sollte man beim Vergleich der Zinsen immer darauf achten, dass nicht versehentlich Nominalzins-Angaben mit Angaben des effektiven Jahreszinses verwechselt werden.