Die Lohnsteuertabelle bestimmt die abzuführende Steuer

In der Lohnsteuertabelle kann man ablesen, wie viele Steuern man täglich, monatlich oder jährlich an den Fiskus entrichten muss. Die monatliche Vorauszahlung der Lohnsteuer richtet sich nach den Tabellen.

Die Lohnsteuertabelle wird regelmäßig an die neuesten Gesetze angepasst und in Büchern, in Form von Software oder auch über das Internet veröffentlicht. In den Tabellen können Arbeitnehmer, aber auch Selbstständige ablesen, wie hoch die Einkommenssteuer ist, welche sie an den Fiskus entrichten müssen. Der Begriff Lohnsteuertabelle ist sehr irreführend und genau genommen sogar falsch. Jeder, der in Deutschland einer Arbeit nachgeht, egal ob Arbeiter, Angestellter, Gewerbetreibender, Freiberufler oder Politiker, muss seine Steuern nach der Lohnsteuertabelle bezahlen. Deshalb trifft der Begriff Einkommenssteuer eher zu. Die Steuer wird nämlich ebenso fällig, wenn man Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung oder aus einem Nebenjob hat. Etwas anders ist die Situation bei einem Minijob: Hier ist der Arbeitnehmer nicht steuerpflichtig, weil der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal an das Finanzamt abführt. Deswegen sind Minijobs auf Einnahmen von 400 Euro pro Monat begrenzt. Wer zwei oder mehreren Minijobs nachgeht, muss dies in der Steuererklärung angeben und sodann im Rahmen seiner persönlichen Freibeträge Lohnsteuern entrichten.

Die Lohnsteuertabelle ist so aufgebaut, dass man die zu entrichtende Steuerlast für den eigenen Verdienst ablesen kann. Dieser ist für die tägliche, wöchentlich, monatliche oder jährliche Lohnzahlung aufgeführt. Letztere stellt sozusagen die Endabrechnung dar, denn am Ende eines jeden Jahres machen die meisten Arbeitnehmer eine Steuererklärung, aus der sich ergibt, wie viele Steuern bezahlt werden müssen. Hier werden die monatlichen Vorauszahlungen mit den Ansprüchen verrechnet, welche der Arbeitnehmer gegenüber dem Finanzamt in Form von Absetzungen von der Steuer hat. Je mehr er absetzen kann, desto geringer wird die Steuerlast sein. Hat er eine höhere Vorauszahlung geleistet, bekommt er Geld zurück, andernfalls wird das Finanzamt ausstehende Beträge einfordern.

Das Steuersystem in Deutschland gilt als eines der kompliziertesten und teuersten auf der ganzen Welt. Ab einem bestimmten Einkommen beträgt die jährliche Steuerlast fast die Hälfte des Einkommens. Auf der anderen Seite kann aber sehr vieles von der Steuer abgesetzt werden, so dass sich die Steuerlast dadurch schmälert und der Einkommensbezieher Geld zurückbekommt.