In welchen Fällen man sein Handy versichern sollte

Wenn ein Mobiltelefon gestohlen oder beschädigt wird, entstehen Kosten, gegen die man sich mit einer Handyversicherung absichern kann. Dies ist allerdings nicht für jeden sinnvoll.

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Neuere Handys ähneln oft eher einem kleinen Computer als einem Telefon. Das trifft vor allem auf die sogenannten Smartphones zu, die mit mehreren Business- und Multimediafunktionen ausgestattet sind und oft auch über einen mobilen Internetzugang verfügen. Allerdings ist der Anschaffungspreis für diese vielseitigen Geräte verhältnismäßig hoch, sofern man keine Vergünstigungen erhält, beispielsweise für einen Vertragsabschluss. Daher ist ein Diebstahl oder eine Beschädigung des Mobiltelefons nicht nur ärgerlich, sondern auch mit einem spürbaren finanziellen Schaden verbunden, falls man keine Handyversicherung abgeschlossen hat.

Allerdings wird bei den meisten Policen nicht der komplette Kaufpreis des Gerätes ersetzt; der Versicherte muss einen gewissen Eigenanteil selbst übernehmen, dessen Höhe bei den einzelnen Anbietern sehr unterschiedlich ausfällt. Bei manchen Unternehmen kann er sogar ein Viertel der Anschaffungskosten betragen, weshalb man die Versicherungskonditionen genau prüfen und mehrere Angebote miteinander vergleichen sollte, ehe man einen Vertrag unterschreibt. Dabei sollte man auch darauf achten, ob im Falle eines Diebstahls auch die dadurch verursachten Telefongebühren übernommen werden. Diese können sich schnell zu einem mehrstelligen Betrag summieren, vor allem wenn der Dieb mehrere Auslandsgespräche führt. Daher sollte eine Handyversicherung möglichst auch die Erstattung dieser Kosten enthalten, damit man im Schadensfall wirklich gut abgesichert ist. Unabhängig davon sollte man sein Mobiltelefon sofort sperren lassen, sobald man den Diebstahl bemerkt, da die Versicherung sonst die Leistung verweigern kann.

Nicht nur der Selbstbehalt spielt im Schadensfall eine große Rolle, sondern auch, ob die Versicherung bei der Berechnung der Erstattung den tatsächlichen Kaufpreis des Handys zugrunde liegt. Dies ist bei mehreren Versicherungen nicht der Fall, sie übernehmen lediglich die Anschaffungskosten für ein vergleichbares Gerät. Diese können aufgrund der Schnelllebigkeit des Handymarktes bereits nach einigen Monaten deutlich unter dem Betrag liegen, den man selbst für das Mobiltelefon bezahlen musste. Bedenkt man zusätzlich die langen Laufzeiten, die meist 24 Monate betragen, rechnet sich eine Handyversicherung nur bei besonders hochwertigen Geräten. Ansonsten übersteigen die Beiträge oft die Leistungen, vor allem wenn der Versicherungsfall erst gegen Ende der Vertragslaufzeit eintritt.

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