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Wie man mit einem Bausparplan eine Immobilie erwirbt

Viele Menschen träumen von der eigenen Immobilie. Diesen Wunsch kann man sich mit einem Bausparvertrag erfüllen. Dies ist besonders für Personen interessant, die über keine hohen finanziellen Rücklagen verfügen.

Ein Bausparvertrag dient dem Anleger zum Ansparen einer bestimmten Summe und zur Sicherung einzelner Förderbeiträge und der vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber. Die Verträge haben eine unterschiedliche Laufzeit und können individuell den Bedürfnissen des Anlegers angepasst werden. Insbesondere für Menschen, die eine Immobilie erwerben möchten, ist diese Form der Geldanlage von großer Bedeutung. Der Plan teilt sich in eine Ansparzeit und eine Tilgungszeit auf. Die Ansparzeit dient der Einzahlung festgelegter Beträge, die später einen großen Teil der Ansparsumme ausmachen. Einen weiteren Anteil bilden die Zinsen, die von der Bausparkasse auf die Sparsumme gezahlt werden, und die Förderbeiträge, falls der Anleger einen Anspruch darauf hat.

Nach der festgelegten Ansparzeit und dem Erreichen der jeweiligen Ansparsumme kann der Bausparvertrag zugeteilt werden. Das heißt, der Anleger kann die volle Bausparsumme nehmen und eine Immobilie erwerben oder bauen. Der fehlende Betrag wird mittels eines Darlehens ausgeglichen, welches in der Tilgungszeit zurückgezahlt werden muss. Die Tilgungszeit und die fälligen Zinsen werden bei Gewährung des Darlehens festgelegt. Die Höhe des Prozentsatzes ist abhängig von der Darlehenssumme und der Laufzeit der Tilgung. Der Anleger kann jedoch die Tilgungszeit verkürzen, indem er die Summe früher begleicht. Für die Ansparzeit ist eine monatliche Einlage von 0,3 und 1 % der Bausparsumme vorgesehen. Diese kann in jedem Monat, aber auch viertel-, halb- oder ganzjährig erfolgen.

Es gibt unterschiedliche Spartarife. So kann man zwischen einem Standardtarif, einem Schnellspar-, einem Langzeit- und einem variablen Tarif wählen. In den meisten Verträgen ist eine Mindestsparzeit oder eine Mindestsumme vorgegeben. Erst nach Erreichen dieser Auflagen kann der Vertrag zur Auszahlung kommen. Der Anleger wird davon unterrichtet, muss diese Gelegenheit aber nicht sofort nutzen. Er kann zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgreifen. Auf diese Weise kann er eine größere Summe ansparen und somit die Darlehenshöhe verringern, was sich auf die Finanzierung auswirkt. Jeder Besitzer eines Bausparvertrages hat das gesetzliche Recht auf die Darlehensauszahlung und kann dieses auch an Angehörige vererben. Für die Zuteilung ist aber auch die jeweilige Bewertungszahl, die von den Bausparkassen vergeben wird, wichtig. Diese ist von der Ansparsumme, der Ansparzeit und den angefallenen Zinsen abhängig.

Mittels eines Bausparvertrages kann der Erwerb einer bestimmten Immobilie geplant werden. Der Standardtarif sieht dabei eine Ansparzeit von 8 Jahren und eine Tilgungszeit von etwa 10 Jahren vor. Dies soll den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung vereinfachen, da normale Kredite in der Regel zu einem höheren Zinssatz vergeben werden und höhere finanzielle Mittel voraussetzen. Der Tilgungsbetrag richtet sich nach der Bausparsumme und beträgt zwischen 0,2 und 0,9 % der Gesamtsumme. Damit liegt er oftmals unterhalb der Aufwendungen für eine Mietwohnung. Auch Interessierten, die ein geringes Einkommen haben, wird somit der Kauf einer Immobilie ermöglicht. Der Staat hat für die einzelnen Anleger unterschiedliche Förderungen geschaffen. So wird das Wohneigentum begünstigt. Der Bausparvertrag dient der Altersabsicherung und wird auch als solche steuerlich behandelt.