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Immobilien: Darlehen mit Flexibilität vereinbaren

Eine Immobilienfinanzierung läuft normalerweise einige Jahrzehnte. In diesem Zeitraum kann vieles passieren. Der Kreditnehmer sollte zum Beispiel Sondertilgungen vereinbaren, um das Darlehen schneller zu tilgen.

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Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Ein Bauherr oder Hauskäufer ist bestrebt, im Falle einer Finanzierung die monatliche Rate für den Kapitaldienst so günstig wie möglich zu gestalten. In vielen Fällen wird die geringstmögliche monatliche Tilgung vereinbart, nämlich ein Prozent der Darlehenssumme. Läuft die vereinbarte Zinsbindung über einen Zeitraum von zehn Jahren, hat der Kreditnehmer, die regelmäßige Tilgung vorausgesetzt, gerade einmal etwa dreizehn Prozent der ursprünglichen Kreditsumme getilgt. Muss er für die Anschlussfinanzierung einen höheren Zinssatz akzeptieren als für die ersten zehn Jahre, erhöht sich seine monatliche Rate trotz der geringeren Darlehenssumme. Das kann unter Umständen zu Problemen führen.

Um dieses Zinsänderungsrisiko zu minimieren, sollte der Kreditnehmer mit dem finanzierenden Kreditinstitut eine Sondertilgungsmöglichkeit vereinbaren. Die beträgt bei den meisten Banken und Sparkassen zwischen fünf und zehn Prozent des aufgenommenen Darlehens und muss häufig eine Mindestsumme erreichen. Die vorgenommenen Sondertilgungen reduzieren das Darlehen erheblich, denn abgesehen von der eingezahlten Summe verändert sich das Verhältnis von Zinsbetrag und Tilgung bei der monatlichen Rate erheblich. Einige Banken bieten mittlerweile auch eine Flexibilität bei der regelmäßigen monatlichen Tilgung an. Die Tilgung muss hier mindestens ein Prozent und maximal zehn Prozent des Ursprungsdarlehens betragen und der Kreditnehmer darf sein Tilgungsverhalten zwei Mal während der Laufzeit kostenfrei verändern.

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