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Ein Girokonto trotz Schufa-Eintrag ist möglich

Verbraucher, die aufgrund eines negativen Schufaeintrags bisher kein Girokonto bei der Bank bekommen haben, können nun doch hoffen, eines zu bekommen. Gerade im Internet bieten spezielle Banken dieses an.

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Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Wenn wirtschaftliche Schwierigkeiten auftreten, stellen viele Menschen fest, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Wenn derartige Zustände über einen längeren Zeitraum andauern, so drohen neben Mahnungen und Forderungsschreiben von Gläubigern auch negative Einträge in der Schufa. Diese stellt eine Schutzfunktion für Banken und andere Unternehmen dar, indem sie persönliche Daten zur Bonität des einzelnen Verbrauchers speichert und im Falle eines berechtigten Interesses an die anfragende Stelle weiterleitet. Somit können sich potenzielle Gläubiger ein genaueres Bild von dem einzelnen Kunden und seiner Zahlungsfähigkeit machen. Wer immer öfter Schulden verursacht, der wird eines Tages große finanzielle Schwierigkeiten bekommen. Dies kann auch dann schon der Fall sein, wenn man unerwartet kein Girokonto mehr eröffnen kann, eben weil Negativvermerke existieren.

Viele Verbraucher reagieren verunsichert, wenn sie auf einmal nicht mehr in der Lage sind, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In erster Linie wird ein funktionstüchtiges Girokonto genau für den Zweck verwendet, seine Rechnungen pünktlich und zielgerichtet bezahlen zu können. Betroffene Kunden, die aufgrund widriger Umstände nun kein eigenes Konto mehr haben, können ein solches oftmals nur schwer wieder zurückbekommen. Auch die Neueröffnung wird teilweise sehr kompliziert gestaltet, sodass man entweder mit Einschränkungen wie überhöhten Gebühren rechnen muss oder mit Pfändungen durch mögliche Gläubiger zu rechnen hat. In solchen Fällen suchen viele Kunden nach einer alternativen Möglichkeit, die nicht nur praktischer in der Handhabung ist, sondern natürlich auch weitaus preiswerter. Hierfür werden von zahlreichen Geldinstituten schufafreie Konten angeboten. Sinn dahinter ist die Option, auch beim Vorhandensein von negativen Schufa-Einträgen noch zahlungsfähig zu bleiben.

Um im Bedarfsfall dennoch die Zahlungsfähigkeit zu behalten, sollten sich betroffene Kunden jedoch zunächst immer an ihre Hausbank wenden. Möglicherweise besteht dorthin schon eine jahrelange Geschäftsbeziehung, sodass man trotz schlechter Finanzlage eine angemessene Lösung für alle Beteiligten finden kann. Wenn derartige Möglichkeiten nicht offenstehen, kann man sicherlich auch im Internet fündig werden. Online existieren zahlreiche Anbieter, die damit werben, dass sie ein schufafreies Girokonto zur Verfügung stellen. Trotz dieser Versprechen sollten Verbraucher immer kritisch sein, wenn sie derartige Offerten erhalten. Weiterhin lohnt es sich in jedem Fall, die unterschiedlichen Angebote genau zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Häufig kann man recht gravierende Unterschiede hinsichtlich der jeweiligen Konditionen feststellen. Wer gar nicht weiß, wie er sich verhalten soll, der kann sich auch an eine beratende Stelle des jeweiligen Bundeslandes wenden. Dort bekommt man in aller Regel Auskunft darüber, welche Angebote seriös sind oder nicht. Weiterhin wichtig ist eine kritische Betrachtungsweise.