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Was kann ich alles von der Einkommensteuer absetzen?

Von den Ausbildungskosten bis zu privaten Zusatzversicherungen: Viele Ausgaben lassen sich von der Einkommensteuer absetzen. Ein kurzer Überblick über alle Ausgaben, mit denen die Steuerlast gemindert werden kann.

Wer in Deutschland Geld verdient, zahlt Einkommensteuer. Die Höhe der zu zahlenden Einkommensteuer richtet sich nach dem Einkommen. Die Einkommensteuer gehört zu einer der wichtigsten Einkommensquellen des Staates: Fast 40 Prozent der Steuereinnahmen werden mit der Einkommensteuer erbracht. Diverse Kosten können im Rahmen der Einkommensteuer geltend gemacht werden – aufgrund der Komplexität des deutschen Steuerrechts ist dafür aber oft ein Steuerberater notwendig.

Die Einkommensteuer darf nicht mit der Lohnsteuer verwechselt werden: In die Einkommensteuer fließen nämlich auch andere Einkünfte wie Renten, Mieteinnahmen und selbständige Tätigkeiten mit ein. Die Lohnsteuer wird automatisch vom Arbeitgeber abgeführt. Die Einkommensteuer erstreckt sich auch auf Einkünfte, die im Ausland erzielt wurden. Grundsätzlich ist auf ein höheres Einkommen auch eine höhere Einkommensteuer fällig. Geringverdiener zahlen in der Regel keine oder nur minimale Beträge zur Einkommensteuer.

Eltern können die Ausbildungskosten für ihr Kind von der Einkommensteuer absetzen. Im Rahmen der Erstausbildung werden die Ausbildungskosten als Sonderausgaben geltend gemacht und für eine Weiterbildung als Werbungskosten berücksichtigt. Für Aus- und Weiterbildungen können auch Nebenkosten wie Fahr- und Eintrittsgelder abgesetzt werden. Mit der Einkommensteuererklärung können weiterhin Kosten für Arbeitsmittel abgesetzt werden, die Zuhause aus beruflichen Gründen angeschafft werden. Hierzu zählen Computer, Büromaterialien und Fachbücher.

Auch Versicherungen lassen sich von der Einkommensteuer absetzen. Neben Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung können auch private Zusatzversicherungen zur Altersvorsorge von der Steuer abgesetzt werden. Steuerlich können weiterhin Krankenversicherungen, Versicherungen zur Berufsunfähigkeit und Arbeitslosigkeitsversicherungen geltend gemacht werden. Zu den beliebtesten Abschreibungsmodellen gehören weiterhin Fahrkosten zur Arbeit, Kinderbetreuungskosten und haushaltsnahe Dienstleistungen. Eine gesetzliche Pflicht zur Abgabe der Einkommensteuerklärung bis zum März des Folgejahres besteht übrigens nicht für alle Steuerpflichtigen in Deutschland.