Bundesschatzbrief Zinsen sind komplett kalkulierbar

Die Bundesschatzbrief Zinsen sind für jedes Laufzeitjahr festgelegt und hängen daher nicht von der Zinsentwicklung auf dem Finanzmarkt ab. Dadurch können Anleger ihre Rendite von Anfang an genau berechnen.

bundesschatzbrief zinsen
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Für sicherheitsbewusste Menschen kommen vor allem Anlageformen in Frage, die über möglichst wenig Risiken und einen festen Zinssatz verfügen, aber dennoch eine lukrative Rendite aufweisen. Das trifft beispielsweise auf Bundesschatzbriefe zu, die von der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben werden. Sie sind schon ab einer Anlagesumme von 50 Euro erhältlich und eignen sich daher hervorragend auch für Kleinanleger, deren Kapital für einige andere Finanzprodukte, beispielsweise Festnetzkonten, zu niedrig ist. Außerdem ist es bis zu einem Betrag von monatlich 5000 Euro jederzeit möglich, die Bundesschatzbriefe wieder zu verkaufen, sofern die Laufzeit bereits ein Jahr überschritten hat. Dadurch kann man bei unerwarteten finanziellen Engpässen jederzeit auf sein Kapital zugreifen, um diesen zu überbrücken. Dafür muss man weder Gebühren zahlen, noch wird die Verzinsung bei vorzeitiger Auflösung verringert.

Allerdings verzichtet man auf die bessere Rendite, die eine lange Laufzeit mit sich bringt. Über gestaffelte Bundesschatzbrief Zinsen schafft der Staat nämlich einen attraktiven Anreiz, die Wertpapiere bis zum Ende zu halten. Der Zinssatz steigt jährlich an, so dass man im letzten Jahr die höchsten Zinsen erhält. Dies gilt gleichermaßen für beide Varianten des Bundesschatzbriefs, die sich lediglich in der Laufzeit und den Zinsmodalitäten unterscheiden. Bei Typ A erfolgt die Auszahlung jährlich über eine Dauer von sechs Jahren. Typ B werden alle während der Laufzeit von sieben Jahren angefallenen Bundesschatzbrief Zinsen erst am Ende ausbezahlt. Letztendlich ist dies für den Anleger günstiger, da sich das angelegte Vermögen durch die dazukommenden Zinsen jedes Jahr erhöht. Welche Variante die bessere ist, hängt zum einen von der angelegten Summe ab und zum anderen davon, ob man lieber regelmäßig Zahlungen erhalten oder eine bessere Gesamtrendite erzielen möchte. Außerdem sollte man beachten, dass die Bundesschatzbrief bei beiden Typen versteuert werden müssen, sofern sie den Steuerfreibetrag überschreiten. Das ist insbesondere für Anlagesummen relevant, bei denen Typ A noch steuerfrei wäre, für Typ B aber Steuern anfallen würden.

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