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Eine gewerbliche Immobilienfinanzierung ist schwierig

Viele Kreditinstitute scheuen sich davor, mit der Finanzierung einer Gewerbeimmobilie ein Risiko einzugehen. Für einige Branchen ist eine Finanzierung unmöglich und die Banken sehen sich die Unterlagen gar nicht an.

gewerbliche immobilienfinanzierung
Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

In den meisten Kreditinstituten gibt es eine separate Abteilung, wenn es um die Finanzierung einer Gewerbeimmobilie geht. Hier sitzen und arbeiten spezielle Kreditberater, die für den gewerblichen Bereich und deren Belange ausgebildet wurden. Zu der Ausbildung gehören beispielsweise das Lesen von Bilanzen und der Umgang mit Steuerbescheiden.

Die Finanzierung von gewerblichen Immobilien ist deshalb so schwierig, weil bei einer eventuellen Kündigung der Kredite und der Verwertung der Immobile bei einer Zwangsversteigerung meistens nicht der Wert erzielt werden kann, um die Restvalutenstände der Kredite ausgleichen zu können. Das würde zu einer Forderungsabschreibung der finanzierenden Bank führen, was dort natürlich nicht gern vorgenommen wird. Die Verwertung ist problematisch, weil die Immobilie speziell auf die Anforderungen des Unternehmens ausgerichtet ist. Eine Umnutzung ist häufig auch mit erheblichen Umbaumaßnahmen verbunden, die den Wert der Immobilie aber nicht erhöhen. Mögliche Interessenten sind natürlich bestrebt, einen sehr geringen Kaufpreis zu bezahlen, um weiteren Spielraum für den Umbau zu haben.

Hat der Kunde das Interesse der Bank an der Finanzierung geweckt, so muss er eine Reihe von Unterlagen einreichen. Schwierig ist es besonders dann, wenn der Kunde seine Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb erzielt und nicht einfach nur Gehaltsmitteilungen einreichen kann. Der Gewerbetreibende muss mindestens die letzten drei Jahresabschlüsse und die entsprechenden Steuerbescheide beibringen.