Baunebenkosten können für Bauvorhaben kritisch werden

Baunebenkosten haben durch ihren Umfang Einfluss auf das Gelingen oder Scheitern von Bauvorhaben. Man sollte deswegen die Baunebenkosten sehr großzügig abschätzen und in die Finanzierung direkt mit einbeziehen.

baunebenkosten
Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Für einen Mann gibt es oft drei Ziele im Leben, einen Sohn, ein Haus und einen Apfelbaum. Das gilt wohl schon seit Urzeiten. Der Hausbau ist in unseren Zeiten zu einem etwas komplizierteren Unterfangen geworden. Es gibt noch Berichte aus der Eifel aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, da hat der Bauherr sich Land abgesteckt, gegraben und gebaut. Die ganze Nachbarschaft hat dann mitgearbeitet, um ihm zu helfen. Hierbei waren die die Baunebenkosten sehr beschränkt. Man konnte auch einige Dinge so lassen, wie sie waren. Man wartete einfach so lange, bis man genug Geld für den nächsten Bauabschnitt zur Verfügung hatte. Viele Häuser blieben so ohne Verputz und ohne Dusche oder nur mit partieller Stromversorgung. Selbst ein Kanal war früher nicht zwingend notwendig. Heute gibt es eine Reihe von Formalien und Auflagen, die von Anfang an berücksichtigt werden müssen. Das ist im Prinzip umso schwieriger je dichter die Bebauung ist.

Baunebenkosten sind alle die Kosten, die nicht direkt mit dem Hausbau zu tun haben. Die Arten dieser Kosten teilen sich auf mehrere Positionen auf. Hier kann man zwischen den behördlichen Kosten und den privatwirtschaftlichen Kosten für den Hausbau unterscheiden. In der heutigen Zeit kann der Anteil der Baunebenkosten zwischen zwanzig Prozent und 50 Prozent der eigentlichen Baukosten betragen. Sie sind also nicht zu vernachlässigen. Wenn man für den Rohbau 100 000 Euro eingeplant hat, dann kommen eben noch einmal 20 bis 50 Tausend Euro dazu. Man sollte die Baunebenkosten lieber großzügig planen, es ist schwieriger, mit den Banken nach zu verhandeln wenn man mitten im Bau Geld braucht. Abgesehen davon erhöht eine schlecht geplante Finanzierung durch neue Hypotheken die Baunebenkosten an sich wieder.

Behördliche Kosten beim Bau sind Steuern und Gebühren. Man muss für die Baugenehmigung und den Erwerb des Grundstückes sowie für den Grundbucheintrag Geld bezahlen. Man muss übrigens für jeden Eintrag ins Grundbuch Geld bezahlen. Das ist zum Beispiel ein Ansatz, wo sich Geld sparen lässt. Man trägt eine ausreichende Hypothek von Anfang an ins Grundbuch ein. Allerdings kann man bei einem Hausbau am Anfang ja nur das Grundstück und nicht das Gebäude eintragen, es existiert ja noch nicht. Die Prüfung durch das Bauamt kann durch ein Haus von der Stange billiger werden. Wenn man ein Fertighaus aufstellt, dann gibt es für die Behörde nicht so viel zu prüfen.

Inhalt

Rubriken