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Wie man die Kfz Steuer berechnen kann

Seit dem 01.07.2009 gilt die neue Kfz Steuer. Berechnen und verstehen, für wen sie gilt, sind jetzt einfacher denn je.

Das deutsche Steuerrecht ist für seine Komplexität und Intransparenz bekannt - kurzum: Ein Buch mit sieben Siegeln. Doch die neue Kfz Steuer ist hier eine Ausnahme. Sie gilt für alle Fahrzeuge, die nach dem 01.07.09 zugelassen wurden und werden, während die Autos mit Erstzulassung zwischen dem 05.11.08 und dem 30.06.09, auch nach dem alten System versteuert werden können (je nach dem, was günstiger ist). Für alle PkW die noch vor dem 05.11.08 zugelassen wurden, gilt bis voraussichtlich Mitte 2013 die alte Regelung nach Schadstoffklassen, eventuell vorhandenem Rußpartikelfilter und Hubraum.

Am schnellsten berechnet man den Betrag mit einem Online-Rechner. Eine entsprechende Google-Suche ist: "Kfz Steuer berechnen Tool". Alternativ kann man auch selbst zu Stift und Papier greifen.

Der Steuersatz richtet sich nach dem Hubraum, dem CO2-Ausstoß pro Kilometer und dem Kraftstoff (Diesel oder Benzin). Diese Informationen befinden sich auf der Website des Herstellers. Unauffindbar? - Dann steht der Hubraum in der Zulassungsbescheinigung bzw. im Fahrzeugschein und den ungefähren CO2-Ausstoß kann man wie folgt ausrechnen: Beim Benziner nehme man den Verbrauch mal 23,7 und beim Diesel selbigen mal 26,5.

Bei den CO2-Emissionen sind bis zu 120 Gramm pro Kilometer frei. Alles, was darüber liegt, kostet 2,- € pro Gramm im Jahr. Also sind für einen Kombi mit 130 Gramm pro Kilometer an CO2-Emission genau 20,- € fällig, weil das Auto 10 Gramm mehr produziert, als der Freibetrag erlaubt.

Beim Benziner zahlt der Besitzer pro angefangene 100 cm³ genau zwei Euro. Beim Diesel schlägt 100 cm³ angefangener Hubraum mit 9 Euro und 50 Cent zu Buche. So sind es z.B. für einen Diesel mit 1596 cm³ genau 152 Euro fällig, weil 16 mal 100 cm³ Hubraum angefangen wurden.

Jetzt kann man die Kfz Steuer berechnen, indem man den Betrag für den CO2-Ausstoß und den Hubraum addiert.

Klein- und Mittelklassewagen werden gegenüber der alten Berechnung deutlich billiger, während Besitzer von Fahrzeugen aus der Oberklasse teilweise deutlich draufzahlen. Dem Fahrer eines "Audi TT" wird der Geldbeutel dadurch z.B. um satte 120,- € erleichtert, während z.B. der "Ford KA" über 60,- € im Jahr einspart.

Insgesamt nimmt die neue Kfz Steuer den Sparer in Schutz und macht Luxus in einem weiteren Bereich teurer. Dafür verlieren die Schadstoffplaketten und eventuell nicht vorhandene Rußpartikelfilter am Bedeutung (bis auf die Fahrverbote bei Ozonalarm).

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