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Der Drehmomentschlüssel und seine Anwendungsgebiete

Der Drehmomentschlüssel ist als Schraubwerkzeug ein nützlicher Helfer in der Fahrzeugtechnik und im Maschinenbau. Über die verschiedenen Drehmomentschlüsseltypen und ihre Anwendungsgebiete sollte man sich informieren.

Drehmomentschlüssel sind spezialisierte Schraubenschlüssel, mit deren sich die Drehkraft gezielt einsetzen lässt. Das beliebte Schraubwerkzeug macht das Anziehen einer Schraube oder Mutter unter Berücksichtigung eines fest gelegten Anzugmoments möglich. Drehmomentschlüssel werden in verschiedenen Ausführungen über den Fachhandel angeboten, mit welcher jeweils ein bestimmtes Drehmoment abgedeckt werden kann. Der Drehmomentschlüssel ist auch als Kraftschlüssel oder Kiloschlüssel bekannt. Im Fachhandel ist der Drehmomentschlüssel als Mess- und Klickschlüssel erhältlich. Drehmomentschlüssel unterscheiden sich im wesentlichen mit ihren verschiedenen Hebellängen voneinander. Manuelle Schlüssel haben dabei eine maximale Länge von anderthalb Metern. Drehmomentschlüssel für höhere Kraftbereiche kommen nur selten zum Einsatz, da sie von Menschenhand schlichtweg nicht mehr mit ausreichender Kraft bedient werden können.

Mechanische Drehmomentschlüssel geben als Knickschlüssel mit dem gewünschten Drehmoment ihren Geist auf. Knack-Schlüssel geben bei Erreichen des Drehmoments ein Geräusch von sich und dürfen dann nicht weiter bewegt werden, um eine Überdrehung zu verhindern. Slipper drehen im Grenzmoment weiter und setzen sich damit einer überhöhten Krafteinwirkung entgegen. Neben den mechanischen Drehmomentschlüsseln werden im Fachhandel auch elektronische Kraftschlüssel angeboten. Elektronische Drehmomentschlüssel markieren mit einem Signalgeräusch das Erreichen des richtigen Drehmoments. Die Messung des Drehmoments erfolgt bei den elektronischen Drehwerkzeugen mit einem Dehnungsmessstreifen.

Drehmomentschlüssel werden häufig im Maschinenbau eingesetzt. Die meisten Verbraucher haben einen Drehmomentschlüssel schon einmal in der Autowerkstatt gesehen, wo er für den Reifenwechsel genutzt wird. Die Kfz-Mechaniker setzen den Drehmomentschlüssel beim Aufziehen der Alu-Felgen im Winter ein, wobei für jedes Fahrzeugmodell fest gelegte Drehmomente eingehalten werden müssen. Für Privat lohnt sich der Kauf eines Drehmomentschlüssels in der Regel nicht. Nur Hobby-Schrauber, die an Platinen und Handys herum experimentieren, benötigen einen Drehmomentschlüssel. Alle, die ihre Reifen selbst wechseln, müssen sich ebenfalls einen geeigneten Kraftschlüssel zulegen.