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Wenn es unangenehm hallt, helfen nur Schallabsorber

Schallabsorber sind besondere, speziell geformte Stoffe, die auftreffenden Schall "schlucken" und dadurch die Akustik in Räumen verbessern können.

schallabsorber
Foto: © Templermeister / http://www.pixelio.de

Wer kennt es nicht - in manchen Räumen fällt das Sprechen einfach unglaublich schwer. Meistens in jenen, wo wenige Möbel stehen. Das ist ein Phänomen in der Akustik, welches auch das Echo verursacht. Man spricht sozusagen gegen das eigene Echo an, ohne es zu merken, weil das Echo wegen der geringen Entfernung so schnell zurückkommt, dass das Ohr nicht im Stande ist, zwischen Echo und eigener Stimme zu unterscheiden. Das ist schön und gut, solange es nicht im Klassenzimmer, Konferenzzimmer, Büro oder Sprechsaal auftritt.

Um dem Fußballstadion-Effekt entgegenzuwirken, braucht man sogenannte Schallabsorber. Sie wandeln die Energie der Schallwellen in Wärmeenergie um und verhindern schlechte Raumakustik. Dafür benötigt man allerdings bestimmte Stoffe und besondere Formen. Bei den Stoffen unterscheidet man zwischen der Luftschallabsorbtion, bei der Flüssigkeiten zum Einsatz kommen. Sie beginnen, bei Schall zu vibrieren und werden vor allem in der Industrie genutzt. Weit häufiger kommt die Feststoffabsorbtion zum Einsatz, wo lamellenförmig verarbeitete, teilweise poröse Feststoffe den Schall einfangen und Stück für Stück absorbieren. Sie kommen auch in Tonstudios oder auf Autobahnen, die durch Städte führen zum Einsatz. Die Effektivität wird mit dem Schallabsorbtionsgrad der verschiedenen Stoffe gemessen. Stoffe, die Schall absorbieren können, nennt man Schallschluckstoffe.

Ist die Akustik eines Raumes schlecht, kann man auch auf nicht-professionelle Mittel, wie Teppiche Zurückgreifen. Bei den meisten, heute verkauften Teppichen würde auch der Schallabsorbtionsgrad ermittelt. Inzwischen errechnen Architekten bei der Raumplanung die Verbreitungswege des Schalls und bestimmen, wo Teppiche liegen sollten und welcher Schallabsorbtionsgrad wünschenswert ist. Die neben Teppichen sehr beliebte Eierpappe oder sonstige Schallabsorber für Amateure sind nur wenig effektiv und obendrein akut brandgefährlich. Hersteller von professionellen Schallabsorbern halten sich an EU-Richtlienen für Brandfördereigenschaften von Baustoffen, was solche Absorber auch sicherer macht.

Eine sehr neue Technik zur Hall-Vermeidung stützt sich nicht mehr auf die traditionellen Schallabsorber, sondern auf das sogenannte Noise-Cancelling. Dabei bekämpfen aufgestellte Lautsprecher den Schall mit entsprechendem Gegenschall. Die Technik befindet sich aber noch in der Entwicklung.

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