IP Adresse finden: manchmal braucht man gar die eigene

Will man die eigene IP Adresse finden, geht das ganz einfach. Man öffnet ein Browserfenster, gibt die Adresse www.wieistmeineip.de ein, und schon wird die eigene IP Adresse angezeigt, beispielsweise 88.66.19.175.

Die eigene IP Adresse finden - nichts einfacher als dies (siehe oben). Man kann dann gleich die Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses testen. Gut zu wissen, ob man auch die Geschwindigkeit erreicht, für die man bezahlt. Falls man den Test nach dem Aus- und Einschalten des PC wiederholt, kann es eine Überraschung geben: Jetzt ist die Nummer eine andere! (Wer über einen Router ins Internet geht, muss den Router aus- und einschalten.) Die IP Adresse für private Anwender ist nämlich keine feste, sondern eine dynamische Adresse, die bei jedem Einwahlvorgang ins Internet neu vergeben wird. Feste IP Adressen (Adressblöcke) wurden im Anfangsstadium des Internet an große Unternehmen vergeben. Sie sind auch für Standleitungen vorgesehen und müssen gesondert beantragt werden. Falls man selbst eine Domain hat, kann man bei der Domain-Vergabestelle Denic nachfragen, ob dieser eine feste IP Adresse zugeordnet ist. Da jede feste Vergabe aber die verfügbaren Adressen einschränkt, ist heute die dynamische Vergabe die Regel.

Juristen streiten sich darüber, ob die eigene IP Adresse schützenswert ist. Es gibt verschiedene Urteile. Tatsache ist, dass die IP Adresse zum Zeitpunkt X zwar eindeutig zugeordnet werden kann, aber eben nur einem PC, genauer gesagt nur dem Einwahlpunkt, dies kann auch ein Router sein. Diese kann man aber nicht für eine Straftat, beispielsweise Hacken oder unerwünschte E-Mail verschicken, verantwortlich machen, denn welche Person davor sitzt, ist damit noch nicht geklärt. Man weiß nur den Einwahlort und kann nur den PC konfiszieren und so verhindern, dass von ihm aus keine weitere Straftat ausgehen kann. Um eine Person haftbar zu machen, bedarf es noch zusätzlicher Ermittlungen.

Über das Internet kann man auch jede beliebige IP Adresse finden - es muss nicht die eigene sein. Man erhält jedoch nur, falls die Adresse verfügbar ist, den Standort und den Provider angezeigt, eventuell auch zusätzliche Daten. Eine Identifikation der da vor einem PC sitzenden Person ist damit nicht möglich. Bei einer dynamisch vergebenen IP Adresse kommt noch hinzu, dass diese nur für den Einwahlzeitraum gilt. Sie kann schon Sekunden später einen anderen PC betreffen.