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Tagesgeld Zinsen können sich kurzfristig verändern

Tagesgeldkonten werden bei entsprechender Zinslage immer wieder gerne als Anlageform eingesetzt. Dabei gilt es zu beachten, dass der Zinssatz gegebenenfalls auch kurzfristig geändert werden kann.

Wer ein Tagesgeldkonto eröffnet, der tut das in der Regel mit Blick auf die aktuellen Konditionen, die die Bank einräumt. Ein bestimmter Zinssatz und andere Vorteile haben den Bankkunden vermutlich zur Geldanlage in dieser Form animiert. Zum "Zwischenparken" von Finanzmitteln werden Tagesgeldkonten gern verwandt. Doch so mancher Anleger lagert auch größere Summen für längere Zeiträume, wenn der Anfangszins stimmt. Gerade hier lauern allerdings auch manche Risiken für die Endrendite. Denn häufig werden diese Konten ohne feste Zinsbindung vergeben. Die Bank kann also prinzipiell jederzeit den Zinssatz beliebig weit heruntersetzen. Je nach allgemeiner Zinsmarktlage wird sie eine Anpassung über kurz oder lang mit hoher Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich durchführen. Wenn ein Kontobesitzer also zu einem bestimmten Zeitpunkt Geld einzahlt und dann über Wochen, Monate oder noch länger keinen Blick mehr auf die Kontozinsen wirft, kann es daher ein überraschtes Erwachen geben. Haben sich die Zinssätze in der Zwischenzeit reduziert, stimmt die anfängliche positive Ausgangsrechnung vielleicht nur noch eingeschränkt. Tagesgeld-Anlegern ist darum anzuraten, regelmäßig die aktuellen Kontobedingungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu reagieren.

Anders verhält es sich bei Konten, die eine längerfristige Zinsbindung enthalten. Auch das gibt es immer wieder von verschiedenen Geldinstituten. Dann wird beispielsweise für ein Jahr oder bis zu einem festgelegten Datum zugesichert, dass keine Zinsveränderung vorgenommen wird. In diesem Fall kann sich der Anleger natürlich beruhigt zurücklehnen. Trotzdem liegt es nahe, auch bei solchen Angeboten regelmäßig die allgemeine Zinsentwicklung zu verfolgen. Denn wenn im Lauf der Zeit die Renditesätze bei anderen Anlagetypen gravierend steigen, ist möglicherweise auch hier ein Wechsel der Finanzanlage angezeigt. So kann als generelle Empfehlung für eine Bewertung der Zinseinnahmen bei Tagesgeldkonten gelten, kontinuierlich ein Auge auch auf kurzfristige Entwicklungen zu haben. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass man durch ein vermeintlich gutes Angebot zum Beginn der Anlage, langfristig doch überproportional an seinen Renditemöglichkeiten verliert. Zinsen und Zinsrelationen sind eben stets eine Auskunft, die Aussagekraft nur für einen bestimmten Zeitpunkt haben. Ob ein Zinsangebot gut oder schlecht ist, entscheidet darum immer auch die Einordnung in den größeren Finanzkontext. Ob und welche Schlussfolgerungen daraus dann jeweils gezogen werden, das steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt.

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