Über Kunden eine Bonitätsauskunft online einholen

Wer etwas verkauft, möchte auch sicher sein, dass der Käufer zahlt, denn Vorauskasse ist nicht immer möglich. Da kann dann die Bonitätsauskunft online helfen, schnell die Zahlungsfähigkeit des Kunden zu ermitteln.

Die Bonitätsauskunft online ist eine schnelle und gängige Lösung, bei neuen Kunden Auskunft über ihre Zahlungsfähigkeit zu erhalten. Man benötigt nicht einmal eine Mitgliedschaft, um an eine Bonitätsauskunft online zu kommen und sogar Privatleute können sie ohne große Umstände erhalten. Sie müssen nur im Voraus oder per Kreditkarte bezahlen.

Allerdings gibt es Unterschiede in der Qualität der Auskunft. Bei einem renommierten Institut, das schon lange am Markt ist, darf man da sicherer sein als bei einem Anbieter, der erst kurze Zeit am Markt ist. Da gilt es abzuwägen, ob die möglicherweise bessere Auskunft den Mehrpreis rechtfertigt. Ohnehin ist bei einigen größeren Anbietern eine Mitgliedschaft oder eine vertragliche Vereinbarung erforderlich. Bei diesen Anbietern lohnt sich eine Einzelauskunft nicht.

Woher bekommen die Anbieter die ihren Auskünften zugrunde liegenden Daten? Da ist zunächst die Schufa, Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Fast jeder, der ein Bankkonto besitzt, hat gegenüber der Bank der Schufa-Klausel zugestimmt. Die Bank meldet jede wesentliche Unregelmäßigkeit, beispielsweise wenn ein Kredit nicht pünktlich zurückgezahlt wird, an die Schufa. Jede andere Bank, bei der man ein Konto eröffnen will, kann dann bei der Schufa anfragen, ob der Neukunde bekannt ist. Ebenso können auch andere Mitglieder der Schufa, etwa Handelsunternehmen, Vorfälle melden und Auskunft einholen. Neben den Schufa-Daten sind auch die veröffentlichten Jahresabschlüsse der Unternehmen eine Auskunftsquelle. Und schließlich können die Institute auch Selbstauskünfte bei möglichen Schuldnern einholen.

Ob die gesammelten Daten und insbesondere die Auskünfte richtig sind, kann der Betroffene nur durch eine kostenpflichtige Anfrage feststellen. Selbst der Schufa, die als renommiert galt, wurden schon per Gerichtsbeschluss bestimmte Wertungen untersagt. Nicht gelöschte negative Daten, die falsche Beurteilung von Unternehmensbilanzen, willkürliche Meldungen und die Nutzung längst überholter Daten können zu falscher Auskunft führen.