Aufsichtsratsvergütung versteuern: klare Vorschriften

Im Prinzip muss man alle Einkünfte versteuern, auch Aufsichtsratsvergütungen. Steuerberater oder eine Steuerberatersoftware kann helfen, Lösungen zu finden, die die Steuern abmildern.

Die Mitglieder in Aufsichtsräten können ein Entgelt bekommen, das in der Satzung festgeschrieben sein kann oder aber von der Hauptversammlung bewilligt wird. Dabei ist vorgesehen, dass die Verhältnismäßigkeit zwischen Aufgabe, Lage der Körperschaft und Entgelt gewahrt bleibt. Aufsichtsräte gibt es bei Aktiengesellschaften, GmbHs mit einer bestimmten Anzahl an Mitarbeitern und ähnlichen Unternehmenskonstruktionen.

Jegliches Entgelt, das für die Kontrolle der Geschäftsführung bezahlt wird, fällt unter den Begriff Aufsichtsratsvergütung. Der Betroffene muss dabei gesellschaftsrechtlich verantwortlich und gegebenenfalls auch schadensersatzpflichtig sein. Die Vergütungen sind zur Hälfte nicht abziehbar in Bezug auf körperschaftliche Zwecke. Das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen inländischen und ausländischen Aufsichtsratsmitgliedern. Dabei fallen aber alle Entgelte unter das Faktum, nur zur Hälfte für körperschaftliche Zwecke abziehbar zu sein: also Tagegelder, Fahrkostenzuschüsse und vieles andere mehr.

Was den einzelnen Aufsichtsrat anlangt, so sind Aufsichtsratsentgelte Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Sie sind in voller Höhe zu versteuern, auch die möglicherweise zusätzlich erhaltenen Entgelte wie Sitzungstagegelder und Ähnliches. Dabei kann das Unternehmen die Vorsteuer voll abziehen. Ausländische Aufsichtsräte müssen ebenfalls Steuern bezahlen. Diese wird vom Unternehmen einbehalten und direkt ans Finanzamt abgeführt.

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