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Der Beruf des Maklers ist nicht die schlechteste Berufswahl

Wessen Kind heute ankommt und sagt „wenn ich einmal groß bin, möchte ich Makler werden.“, der kann froh sein, denn Makler sein ist ein akzeptabler Beruf.

Ein Makler ist ein Mensch, der die Gelegenheit zum Abschluss von Verträgen vermittelt. Meistens handelt es sich bei diesen Verträgen um Papiere über Grundstücke, sowie Mietverhältnisse. Der Makler hat im Gegensatz zu anderen Berufstätigen den Vorteil, dass er sich seine Zeit relativ frei einteilen kann und eine fette Provision für die abgeschlossene Verträge kassiert, wobei er aber nichts riskiert, denn er ist in keiner Weise verpflichtet Verträge an Land zu ziehen, so wie auch die Person, die zum Beispiel ein Haus verkaufen will nicht verpflichtet ist den Kaufvertrag abzuschließen. Es gibt aber auch noch eine andere Form von Makler, nämlich den Börsenmakler, den man immer mit seinen Kollegen im Hintergrund in den Nachrichten sieht, wenn der DAX angesagt wird. Diese hektischen, will umherfuchtelnden Wesen, die einem immer so fern und befremdlich, aber auf eine erschreckende Art auch faszinierend erscheinen, da sie doch in einer so fernen Welt des Geldes, des Profits, der Investitionen und des Kaufens und Verkaufens, und nicht zuletzt des Fernsehens leben, denn man sieht sie Abend für Abend und fragt sich: Wer sind diese Menschen mit den verschwommenen Gesichtern?

Nun wer das wissen möchte, der sollte schleunigst aufhören zu lesen und einen Kurztrip nach Frankfurt machen und sich rumfragen, ob jemand einen Börsenmakler kennt, denn in diesem Text wird es ausschließlich um die ungleich aufregenderen Handelsmakler, Zivilmakler, Kursmakler, Nachweismakler und Vermittlungsmakler gehen. Es geht aber ganz sicher auch nicht um den Versicherungsmakler, denn der steht ja ausschließlich auf einer Seite, nämlich auf der der Versicherungsfirma. Da der Titel des Textes aber lautet „der Beruf des Maklers ist nicht der schlechteste Beruf“ müssen wir also leider darauf verzichten auf Versicherungsmakler weiter einzugehen, denn wir sind der Meinung, dass ein echter Makler kein echter Makler wäre, wenn er nicht beide Interessen gleichermaßen vertreten würde, die des Käufers und des Verkäufers, beziehungsweise des Mieters und Vermieters. Der Handelsmakler hat die Aufgabe Verträge über zum Beispiel Wertpapier, Waren, Güterbeförderung oder auch Schiffsmiete zu vermitteln. Der Zivilmakler hingegen befasst sich unter anderem mit Kaufverträgen über Grundstücke, Darlehensverträge und Mietverträge. Außerdem gibt es neben de Kursmakler und dem Vermittlungsmakler auch noch den Nachweismakler, der deshalb Nachweismakler heißt, weil er den „Nachweis“ über die Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages vorbringen muss, damit er Geld sieht. Wenn sie sich nun entschlossen haben, Makler zu werden oder vielleicht sogar ihr Kind dazu zu ermutigen, dann nur zu, aber bitte nicht Versicherungsmakler oder Börsenmakler.