Die zertifizierte Fortbildung in der Medizin

Die zertifizierte Fortbildung hat vor allem in der Medizin eine hohe Bedeutung, weil eine kontinuierliche Weiterbildung gesetzlich vorgeschrieben ist und mit Zertifikaten nachgewiesen werden muss.

Es ist inzwischen nicht zu bestreiten, dass eine Fortbildung eine gute Investition in die Zukunft ist. Sie gibt Unternehmen die Möglichkeit, Personal mit Zusatzkenntnissen auszustatten, was aufgrund des Fachkräftemangels von besonders hoher Bedeutung ist. Wenn ein ganzes Team die Fortbildung besucht, dann muss diese nicht einmal aus dem Bereich sein, in dem es arbeitet, um die Leistung signifikant zu steigern, weil die Teammitglieder lernen, miteinander zu arbeiten, Talente gegenseitig zu fördern und Macken zu akzeptieren. Sie lernen sich privat besser kennen, was das Arbeitsklima verbessert und damit ebenfalls die Leistung und damit den Gewinn erhöht.

In der Medizin ist dies insbesondere die zertifizierte Fortbildung. Dass die Fortbildung zertifiziert ist, heißt, dass man ein Zertifikat erhält, nachdem man sie durchlaufen hat, mit dem man gegenüber dritten nachweisen kann, dass man sich kontinuierlich weiterbildet. In der Medizin ist diese kontinuierliche Weiterbildung gesetzlich verankert und für jeden Arzt Pflicht - dabei ist unwichtig, ob er Kassen- oder Privatpatienten betreut. Wenn ein Arzt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Menge an Ausbildung über Zertifikate nachweisen kann, werden die Bezüge gekürzt oder Disziplinarmaßnahmen angesetzt.

Eine zertifizierte Fortbildung ist nur geringfügig teurer, als jene ohne Zertifikat, geht aber trotzdem ins Geld, wenn man bedenkt, dass eine Vertretung, Reisekosten, der Aufenthalt und das Lehrentgelt bezahlt werden müssen. Weil viele Arbeitnehmer zurzeit in Kurzarbeit sind, kann man vom Staat auch finanzielle Unterstützung für die Ausbildung von Arbeitskräften beziehen. Dabei wird in jedem Einzelfall geprüft, ob die Mitarbeiter tatsächlich unzureichend ausgelastet sind. Diese Hilfen bekommt man allerdings nur bei größeren Projekten, wenn mehrere Arbeitskräfte eine längere Weiterbildung besuchen, weil die Überprüfung mit einem so hohen Maß an Bürokratie verbunden ist, dass die kosten im Vergleich zum Betrag der Finanzhilfe übermäßig hoch sind.

Ein Zertifikat bekommt man oft auch, wenn das Seminar nicht ausdrücklich als zertifiziertes Seminar beworben wird und darf es in jedem Fall im Lebenslauf aufführen.

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