Ein Software Marktplatz muss virtuell sein

Software ist ein nicht dingliches Gut. Viele Dinge aus der realen Welt kann man auf Software übertragen, das gilt aber nicht für alle Aspekte eines realen Marktes.

Ein Koch geht morgens auf den Markt und kauft die Dinge, die er für sein Tagwerk benötigt. Die Dinge, die Menschen auf dem Markt einkaufen sind dinglich, man kann sie anfassen, schmecken und testen. Der Koch merkt schnell, ob eine Ware gut ist oder nicht, in dem er sie mit seinen Händen testet.

Mit Software verhält sich das alles anders. Software kann man weder anfassen noch schmecken noch fühlen noch riechen. Einige Dinge eines realen Marktes kann man auf den virtuellen Markt übertragen, das gilt aber nicht uneingeschränkt. Einige Dinge des realen Marktes muss man anpassen.

Ein Marktplatz in der realen Welt ist ein Ort, wo sich Menschen treffen, die Dinge verkaufen und kaufen wollen. In der virtuellen Welt des Internets sind das die Programmierer und die Anwender. Software kann man so eigentlich nicht kaufen, man kauft eine Lizenz, also das Recht, die Software für einen bestimmten Zeitabschnitt zu nutzen und zu verwenden. Meist kauft man auch noch eine bestimmte Dienstleistung mit, zum Beispiel das Recht anzurufen. Software verschwindet nicht, wenn man sie nutzt oder verkauft. Wenn man eine Frucht auf dem Markt kauft und die verspeist, dann ist die Frucht eben weg.

Es geht verschiedene Foren und Marktplätze für Software im Internet. Viele Zeitungen wie zum Beispiel Heise oder die FAZ bieten eine Software Marktplatz an. Der Software Marktplatz an dieser Stelle setzt sich aus der Download Möglichkeit und der Beschreibung zusammen. Man kann die Beschreibung und oft auch die Kritik zu den Programmen im Internet an diesen Stellen nachlesen und gleichzeitig die Software Downloaden. Anschließend kann man die Software oft auch an dieser Stelle erwerben. Der Betreiber der Plattform bekommt dann dafür einen kleinen Anteil an dem Erlös der Software.

In einem Software Marktplatz wird oft die Software als Shareware vertrieben. Man kann die Software in Ruhe auf seinem heimischen Rechner durchtesten und ausprobieren. Sollte sie den Erwartungen entsprechen, dann kann man letztlich die Software an der Stelle auch kaufen. Testen und Ausprobieren ist eine gute Sache, die es im realen Marktplatz so nicht gibt. Allerdings handeln kann man bei einem Software Marktplatz nicht.