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Die gesetzliche Altersrente und ihre Eckdaten

In Zeiten des demografischen Wandels ist die gesetzlich verankerte Altersrente immer wieder im Fokus der sozialen Diskussionen. Es hat sich inzwischen herauskristallisiert, dass es ohne private Vorsorge kaum geht.

Die staatliche Altersrente wurde bereits im 19. Jahrhundert von einem damaligen Reichskanzler eingeführt. Inzwischen hat sie deutliche Veränderungen erfahren und wird bis zum Jahre 2030 weiter verändert werden. Unter dem Stichwort vom Gesetz geregelte Altersrente summieren sich ganz unterschiedliche Rentenansprüche, die jeweils eigene Vorbedingungen haben. Da ist zunächst die Regelaltersrente. Man bekommt sie, wenn man das 65. Lebensalter vollendet hat und fünf Jahre Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat. Die durchschnittliche Versicherungszeit liegt bei Männern bei 39 Jahren, bei Frauen deutlich darunter. Die Empfänger dieser Rente können hinzuverdienen, soviel sie wollen, was bei keiner der übrigen Renten gilt. Dabei ist die Voraussetzung, und dies gilt für jegliche Rente, dass sie beantragt ist. Hat man eine Rente noch nicht beantragt, arbeitet also noch länger, dann erhöht sich der Rentenanspruch um 0,5 Prozent pro Monat. Ab dem Jahr 2012 wird das Renteneintrittsalter für die Regelrente langsam aber sicher erhöht. Will man diese Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht in Kauf nehmen, die für Arbeitnehmer, die seit 1964 geboren sind, auf 67 Jahre angelegt ist, muss man Abschläge in Kauf nehmen.

Daneben gibt es die Altersrente für langjährige Versicherte, die mindestens 35 Jahre gearbeitet haben, und mindestens 63. Jahre alt sind. Sie können eine Rente mit Abschlägen bekommen. In den Jahren vor ihrem 65. Geburtstag sind ihnen Grenzen gesetzt in dem, was sie hinzuverdienen dürfen. Wer nach dem November 1949 geboren ist, kann sogar bereits mit 62. Jahren diese Rente bekommen, aber er muss einen lebenslänglichen Abschlag von 10,8 % hinnehmen. Frauen bekommen eine Altersrente dann, wenn sie vor dem 01. Januar 1952 geboren worden sind, mindestens 60 Jahre alt sind, 15 Jahre Wartezeit absolviert haben und nach ihrem 40. Geburtstag eine Beschäftigung von zehn Jahren und einem Monat als Selbstständige oder Sozialversicherte innehatten. Eine Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder Arbeitsteilzeitbeschäftigung gibt es ebenfalls ab 63. Jahren, sie wird aber ab dem Jahre 2012 aufgehoben. Auch hier ist der Stichtag der 01. 01. 1952.

Schwerbehinderte Menschen unterliegen gesonderten Vorbedingungen. Sie können mit Abschlägen eine Rente ab dem 60. Lebensjahr beziehen, ohne Abschläge ab dem 63. Jahr, vorausgesetzt, sie sind vor dem 01. 01. 1951 geboren und ihre Schwerbehinderung war bereits vor Dezember 2000 festgestellt worden. Es ist immer deutlicher geworden, dass sich eine Versorgungslücke aufgetan hat, die sich nur durch zusätzliche private Altersvorsorge schließen lässt.

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