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Einen Bausparvertrag kündigen ist nicht schwer

Normalerweise wird ein Bausparvertrag mit der Absicht abgeschlossen, irgendwann einmal das Bauspardarlehen zu verwenden oder nur ein Guthaben anzusparen. Allerdings kommt manchmal etwas dazwischen.

bausparvertrag kündigen
Foto: © RainerSturm / http://www.pixelio.de

Ein Bausparvertrag wird meistens auf lange Sicht abgeschlossen. Es muss ein gewisses Guthaben passend zur Bausparsumme angespart werden. Außerdem benötigt der Bausparer eine gewisse Bewertungszahl, die sich im Laufe der Jahre durch einen festgelegten Zinsfaktor entwickelt. Die meisten Bausparkunden benötigen später für Modernisierungs- oder Renovierungsaufwendungen das Bauspardarlehen, darin ist auch der eigentliche Zweck des Bausparens zu sehen. Andere Kunden möchten nur die vemögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers unterbringen oder wollen die Wohnungsbauprämie vom Staat nutzen. Diejenigen, die eine staatliche Förderleistung erhalten, müssen eine Sperrfrist von sieben Jahren einhalten oder vor Ablauf von sieben Jahren mit dem Bausparvertrag eine wohnwirtschaftliche Maßnahme durchführen.

Hin und wieder kommt es vor, dass der Bausparer frühzeitig an sein Geld kommen muss. Aus seinem Bausparvertrag kann er bei einigen Bausparkassen das Geld entnehmen, welches er in dem Jahr eingezahlt hat; eine Ausnahme bilden die vermögenswirksamen Leistungen. Andere Bausparkasse lassen eine Entnahme bis zu einem bestimmten Betrag zu. Wer einen höheren Betrag benötigt, muss seinen Bausparvertrag vorzeitig kündigen. Hierbei kann er eine von den Bausparkassen festgelegte Kündigungsfrist einhalten. Dann erhält der Kunde sein Guthaben einschließlich Zinsen ohne Abzug einer Gebühr. Benötigt er sein Geld kurzfristig und kann die Kündigungsfrist nicht einhalten, behalten die Bausparkassen eine Gebühr für die schnelle Verfügbarkeit des Guthabens ein. Diese Gebühr wird durch einen Prozentsatz des Guthabens ermittelt. Die Gebühr fällt bei den einzelnen Bausparkassen unterschiedlich aus. Wenn der Kunde seinen Vertrag kündigt, geht ihm in jedem Fall auch die zu Beginn der Sparphase einbehaltene Abschlussgebühr verloren. Weiterhin sollte der Bausparer darauf achten, ob die bereits oben erwähnte Sperrfrist von sieben Jahren zum Zeitpunkt der Kündigung abgelaufen ist. Wenn nicht, gehen sämtliche bisher auf den Bausparvertrag entfallenen staatlichen Prämien verloren. Der Verlust bei einer Vertragskündigung kann also ganz erheblich sein.