Woher kennt man die Schadenfreiheit

Wer ein KFZ versichern möchte, wird sich mit dem Schadenfreiheitsrabatt auseinandersetzen müssen, im Versicherungswesen kurz „SF“ genannt. Zur Schadenfreiheit gibt es einige Dinge zu beachten.

Wer ein Auto gekauft hat, benötigt von der Versicherung eine Versicherungsbestätigung, um dieses anmelden zu können. Inzwischen arbeiten die Gesellschaften hier mit speziellen Schlüsselnummern, die man sich als Versicherter auf das Handy oder per E-Mail senden lassen kann. Dieses Vorgehen hat die Anmeldung bei den Behörden mit der Versicherungs-Doppelkarte weitgehend abgelöst. Bis zur Erteilung der Versicherungsbestätigung muss jedoch die Schadenfreiheit und der Rabatt hierfür, kurz auch SF genannt, bekannt sein.

Der SF errechnet sich aus der Anzahl der Jahre, die der Versicherungsnehmer unfallfrei am Straßenverkehr teilgenommen hat. Hier gilt die Regel, je länger unfallfrei gefahren wurde, umso niedriger werden die Versicherungsbeiträge, die sich nach der Höhe des SF richten. Führerscheinneulinge steigen von daher meist mit einem Schadenfreiheitsrabatt von 175 Prozent ein. Wer viele Jahre lang unfallfrei am Straßenverkehr teilnimmt, kann einen SF von 25 Prozent erreichen und die Beiträge für die KFZ-Versicherung gestalten sich entsprechend niedrig.

Sofern der Versicherungsnehmer über einen gewissen Zeitraum eine Schadenfreiheit erreicht hat, erfolgt eine regelmäßige Ermäßigung des SF alle zwei Jahre. Hierzu sollte man allerdings wissen, dass auch eine Hochstufung erfolgen kann, wenn der Versicherungsnehmer in einen Unfall verwickelt wird.

In einigen Fällen lohnt es sich, einen kleinen Unfall aus eigener Tasche zu zahlen. Speziell beim Einparken oder im dichten Verkehr geschehen manchmal kleine Schäden, die selbstverständlich durch die Gesellschaft übernommen würden. Liegt der Schaden jedoch im Niedrigbereich, ist es unter Umständen günstiger, die Kosten für die Reparatur am fremden Auto als auch am eigenen Auto selbst zu übernehmen und die niedrige SF Klasse nicht zu gefährden. Wird der Schaden gemeldet und kommt die Gesellschaft dafür auf, steigen in diesem Fall die Versicherungsbeiträge. Der Schadenfreiheitsrabatt gilt jedoch grundsätzlich nur für die Vollkaskoversicherung und die Haftpflichtversicherung. Wer eine Teilkasko-Versicherung abschließt, zahlt immer den Beitragssatz von 100 Prozent.

Da Versicherungsgesellschaften grundsätzlich unterschiedliche Preise für die erhältlichen Tarife anbieten, lohnt sich für den Versicherungsnehmer immer ein Versicherungsvergleich. Im Internet kann man einen solchen Vergleich auf hierfür eingerichteten Plattformen über den Vergleichsrechner berechnen und die günstigste Gesellschaft ermitteln.

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