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Eine gute Anlageberatung hilft dem engagierten Anleger

Die Produkte für eine Geld- oder Kapitalanlage werden immer komplizierter und schwerer zu durchschauen. Der Anlageberater muß sich auf den Kunden einstellen und mit verständlichen Worten die Zusammenhänge erklären.

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Foto: © Peter Kirchhoff / http://www.pixelio.de

Die Möglichkeiten für eine Geld- oder Kapitalanlage sind immens. Es werden neben den bekannten und bewährten Produkten viele neue Anlagemöglichkeiten angeboten, die aber in den meisten Fällen einen hohen Beratungsbedarf haben. Die Anlagekunden haben ein Anrecht auf eine möglichst umfangreiche und verständliche Beratung, denn bei den meisten Kunden spielt das Thema Sicherheit des angelegten Guthabens im Verhältnis zu den Renditenaussichten eine entscheidende Rolle. Eine falsche Entscheidung kann dem Anleger unter Umständen einen erheblichen Verlust bescheren. Vor diesem Hintergrund ist eine ausführliche Beratung unumgänglich und auf den Berater kommt eine wichtige Aufgabe zu.

Eine gute Beratung sollte mit den persönlichen Verhältnissen des Anlagekunden beginnen. Ziele und Wünsche des Kunden, Haushaltseinkommen, Familienverhältnisse und freie finanzielle Mittel im Monat sollten abgefragt werden. Außerdem spielen bereits vorhandene Anlagen nach Art und Höhe eine wichtige Rolle sowie die bisher erlangten Kenntnisse im Bereich der Geld- und Kapitalanlagen. Die Risikobereitschaft des Kunden, die Verfügbarkeit des angelegten Geldes und die Renditeerwartung an die Anlagen runden das persönliche Bild ab. Mit diesen Angaben kann der Berater ein Anlegerprofil erstellen und dieses in die Auswahl, beziehungsweise Zusammenstellung der Anlageprodukte einfließen lassen. Nach Möglichkeit sollte der vorhandene finanzielle Rahmen in mehrere Produkte angelegt werden, denn nur so kann den Wünschen nach Sicherheit, Liquidität und möglichst hohen Erträgen Rechnung getragen werden. Der Berater sollte dem Anlagekunden für die einzelnen Produktgruppen mehrere Vorschläge unterbreiten und zu jedem Produkt nach Möglichkeit eine genaue Beschreibung in Schriftform liefern. Dadurch kann der Kunde das Gespräch zu Hause noch einmal Revue passieren lassen und die Eigenschaften der angebotenen Produkte nachlesen. Ein Abschluss während des Gespräches ist nicht unbedingt ratsam, denn der Kunde sollte sich seine Entscheidung genau überlegen und anschließend von deren Richtigkeit überzeugt sein. Es geht schließlich um sein Geld und nicht um das des Anlageberaters.

Möchte der Anleger unter anderem auch in Investmentfonds investieren, muss er sich mit den Kosten dafür auseinandersetzen. In erster Linie werden ihm die Ausgabeaufschläge ins Auge fallen. Über diese Kostenposition sollte er mit seinem Anlageberater sprechen. Viele Geldinstitute gewähren mittlerweile einen Rabatt auf diese Ausgabeaufschläge, sodass die Rendite dadurch steigt. Der Anlageberater hat im Normalfall die Möglichkeit und die Kompetenz, über einen Rabatt mit dem Anlagekunden zu verhandeln.

Am Ende eines Beratungsgespräches sollte immer ein ausführliches Beratungsprotokoll bestehen. Die vom Anlageberater aufgenommenen persönlichen Verhältnisse des Kunden sollten darin ebenso vorkommen wie die vorgenommene Risikoeinschätzung und die vorgeschlagenen Produkte.