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Risikolebensversicherung: Online oder beim Makler?

Zahllose Anbieter, und noch mehr Angebote: Wer sich im Dschungel der Risikolebensversicherungen zurechtfinden will, kann mit Hilfe eines Versicherungsmaklers oder eines Versicherungs-Portals einen Überblick bekommen.

Risikolebensversicherungen gehören zu den klassischen Finanzprodukten. Schon unsere Großeltern verwendeten diese Policen, um sicherzustellen, dass sich ihre Nächsten im Falle ihres Todes nicht auch noch mit finanziellen Problemen herumschlagen mussten. Heute bieten zahllose Finanzdienstleister Risikolebensversicherungen an. Sie werden mit verschiedensten Raten und Bedingungen angeboten. Außerdem kommen sie oft im Paket mit einer Kapitallebensversicherung – also einer Police, bei der die Versicherungssumme am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird, auch wenn der Versicherte noch am Leben ist. Auch Erwerbsunfähigkeitsversicherungen werden oft im Paket mit Lebensversicherungen angeboten. Sie bieten eine logische Erweiterung des Versicherungsschutzes für den Fall, dass der Versicherungsnehmer durch einen Unfall oder eine Krankheit zwar nicht ums Leben kommt, aber unfähig wird, für sich selbst und die Menschen zu sorgen, die von ihm abhängig sind.

Die zahlreichen Anbieter und die vielfältigen Formen von Lebensversicherungen führen dazu, dass sich Interessenten in einem kaum übersehbaren Tarifdschungel wiederfinden. Lange Zeit verließ man sich auf Versicherungsmakler. Diese Experten haben – idealerweise – den Überblick über die verschiedenen Angebote, und können ihre Kunden dazu beraten, welche Modelle und Anbieter am ehesten ihren Bedürfnissen entsprechen. Der Preis ihres Fachwissens und ihrer Erfahrung ist hoch. Kunden bekommen die Kosten der Arbeit dieser Dienstleister oftmals gar nicht zu spüren. Versicherungsmakler finanzieren sich teilweise bis ganz aus den Provisionen, die sie von den Versicherern bekommen. Indirekt sind es also dennoch die Kunden, die für die Kosten des Maklers aufkommen – auch, wenn ihnen nie eine Rechnung präsentiert wird. Noch problematischer wird die Sache dadurch, dass die Makler unter Umständen nicht von jeder Versicherung gleich viel Provision bekommen, oder sogar feste Verträge mit einer bestimmten Versicherungsgesellschaft eingehen können. Wenn die Makler nicht alle Vergütungen seitens der Versicherer offenlegen, kann man hier nicht von einer neutralen Beratung sprechen.

Manche dieser Probleme stellen sich auch, wenn man online nach einer Risikolebensversicherung sucht. Ähnlich wie Makler bieten auch spezialisierte Suchmaschinen und Versicherungs-Portale einen Überblick über verschiedene Policen. Sie arbeiten allgemein günstiger als ein menschlicher Berater. Doch auch diese Informationen sind mit Vorsicht zu genießen: Auch bei einer Webseite ist es bisweilen schwer festzustellen, wer sie finanziert. Auch wenn alle Informationen korrekt sind, kann es sein, dass die Vergleichskriterien so gewählt wurden, dass die Angebote einer Versicherungsgesellschaft vorteilhafter dargestellt werden, weil sie die Webseite mitfinanziert. Besonders günstige Angebote der Konkurrenz werden beim Vergleich bisweilen "vergessen". Deshalb sollte man bei der Suche nach einer Risikolebensversicherung, ob online oder beim Makler, immer mehrere Angebote einholen und vergleichen.