DAX+1,48 % EUR/USD+0,36 % Gold+0,32 % Öl (Brent)+0,24 %

Versicherungstarife vergleichen mit dem richtigen Wert

Bei den zahlreichen unterschiedlichen Tarifstrukturen, die die einzelnen Versicherungsgesellschaften zugrunde legen, ist es nicht immer leicht, einen Vergleich mit den korrekten Basisdaten durchzuführen.

Auf den ersten Blick scheint es ganz einfach. Welche Versicherung die jeweils günstigste ist, das zeigt sich daran, wie hoch die monatlichen Beiträge sind. Doch bei der einen Versicherung ist vielleicht der Leistungsumfang deutlich höher. Schon dieses einfache Beispiel zeigt, dass ein Versicherungsvergleich eine diffizile Sache ist. Schließlich macht es einen Unterschied, ob das Auto gegen leichte Lackschäden durch Fremdeinwirkung oder Totalschäden, auch bei eigenem Verschulden, abgesichert ist. Nur nach der niedrigsten Beitragszahlung zu schauen, kann für den Vergleich nicht ausreichen.

Doch damit beginnt natürlich eine komplizierte Überprüfung, ab wann und welche Police wirklich für einen Versicherungsnehmer günstig ist. Vor allem, wenn man kein Versicherungs-Experte ist, fällt die Einzelentscheidung dabei schwer. Von der Krankenversicherung über die Haftpflichtversicherung bis zur Unfallversicherung schließt der Durchschnittsbürger eine Vielzahl unterschiedlichster Verträge ab. Kann man sich da bei jeder Versicherungsart wirklich fundiert auskennen? Es ist deshalb kein Grund zum Schämen, wenn man sich für einen Versicherungsvergleich ein wenig unter die Arme greifen lässt. Und hilfsbereite Institutionen gibt es einige. So lässt sich fast für jede Sparte von den Reiseversicherungen über Rentenversicherungen bis zu Berufsunfähigkeitsversicherungen ein spezialisierter Fachmann, ein Ratgeber in Buchform oder anderweitige Unterstützung finden. Niemand muss sich also alleine durch den Versicherungs-Dschungel schlagen. Der positive Nebeneffekt: Je fundierter der Ratgeber ist, um so höher sind die Chancen für einen wirklich kostengünstigen Vertragsabschluss. Das gilt erst recht und ganz besonders, wenn es um den Detailvergleich der einzelnen Versicherungstarife geht.

Damit der Versicherungsnehmer seine Vergleichsberechnungen also tatsächlich mit aussagekräftigen Basisdaten durchführt, hilft es, sich zunächst die allgemeinen Grundkonditionen der Tarifberechnung klarmachen zu lassen. Eventuell lässt man den gesamten Tarifvergleich gleich von einem Fachmann vornehmen. Dann ist die Gefahr um so geringer, dass man wichtige Eckdaten übersieht und schlussendlich auf Grundlage verfehlter Annahmen entscheidet. Besser dürfte es aber meistens sein, wenn man wenigstens die Hauptzüge einer Tarifberechnung selbst nachvollziehen kann. Dann ist man nämlich auch dazu in der Lage, spätere Veränderungen in der Beitragshöhe richtig einzuordnen und daraufhin eventuell einen Versicherungswechsel einzuleiten. Auch ohne Expertentum zahlt sich daher Basiswissen in Versicherungsfragen in barer Münze aus. Ein gesunder Mix aus Grundkenntnissen und dem gezielten Zugriff auf den Expertenrat kann hier vielleicht der richtige Weg sein.

Ein Vergleich von Versicherungstarifen wird daher vielleicht am besten in zwei Schritten vorgenommen. Zunächst verschafft man sich einen ungefähren Überblick über die allgemeinen Versicherungsbedingungen am Markt. In einem zweiten Schritt wird für den konkreten Tarifvergleich dann die Unterstützung geeigneter Hilfsmittel (Vergleichstabellen, Versicherungstests u. a.) in Anspruch genommen, eventuell auch im Rahmen eines Beratungsgesprächs. So vorbereitet sollte es dann kein Ding der Unmöglichkeit darstellen, wenn nicht den allerbesten, so doch zumindest einen sehr guten Versicherungsvertrag für sich abzuschließen.