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Spindelmäher – die Lösung für den kurzen Rasen

Wer sich schon immer gefragt hat, warum der Nachbar einen perfekt geschnitten Rasen wie auf einem Golfplatz hat, sollte einmal nachschauen, ob dieser nicht einen Spindelmäher besitzt.

Als der Rasenmäher vor mehr als 175 Jahren erfunden wurde, waren die ersten Geräte Spindelmäher. So manch einer mag sich noch an die Rasenmäher seiner Kindheit erinnern, die von Hand geschoben wurden und auch eine Spindel besaßen. Der Name ist bei diesem Gerät auch schon Programm, denn sein Kennzeichen ist die horizontale Welle, die sich vorne an der Maschine befindet und an der zylindrisch geschwungene Messer angebracht sind. Die Spindel dreht sich dabei gegen ein feststehendes Untermesser und das Gras wird scherenartig abgeschnitten. Gleichzeitig wird sie durch seitliche Laufräder über Ketten- oder Keilriemen angetrieben. Bei größeren Mähern oder Aufsitzrasenmähern kann der Antrieb auch hydraulisch erfolgen. Je nach Größe beträgt die Schnittbreite dabei von 1,5 bis fünf Meter.

Diese technischen Gegebenheiten machen den Spindelmäher daher zum exaktesten Schnittgerät unter den Rasenmähern. Darüber hinaus kann er das Gras wesentlich tiefer abschneiden als beispielsweise ein Sichelrasenmäher. Kein Wunder also, dass er sich besonders in England enormer Beliebtheit erfreut, wo viel Wert auf einen „englischen“ Rasen, also einen perfekten Kurzrasen, gelegt wird. Auch auf keinem Golfplatz dieser Welt darf daher diese spezielle Form des Rasenmähers fehlen. Genauso kann man an dem streifenartigen Muster eines Fußballplatzes erkennen, dass auch hier ein Spindelmäher verwendet wurde. Der Profi kennt eben die Vorteile, die vor allem auch in der Schonung der Pflanzen bestehen. Wenn zum Beispiel beim Sichelmäher die Pflanze erhebliche Schäden erleidet, was deutlich an den braunen Stellen des Grases nach dem Mähen zu sehen ist, fallen die Verletzungen beim Schneiden mit einer Spindel wesentlich geringer aus. Durch den exakten Schnitt fransen die Grashalme an der Schnittstelle nicht aus und der Rasen bleibt auch nach dem Mähen saftig grün.

Einen Nachteil hat der Spindelmäher jedoch. Der Rasen muss öfter geschnitten werden, denn hohes Gras mag diese Mähform überhaupt nicht. Der ideale Zeitpunkt dafür ist in der Früh, wenn auf dem Rasen noch Tau liegt. Ebenso müssen die Messer immer geschärft und instand gehalten werden. Auch verzeiht er Steine, Glas oder andere Dinge nicht, die während des Mähvorgangs zwischen seine Messer geraten. Diese können die Messer beschädigen und darunter leidet wiederum die Schnittqualität.