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Hauskauf finanzieren ist oft nicht leicht gemacht

Immobilien sind für Normalverdiener in der Regel sehr große Investitionen, die nicht aus bestehenden Geldbeständen finanziert werden können. Daher gibt es viele Möglichkeiten für Kredite.

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Der Preis von Immobilien wird von vielen Faktoren beeinflusst. Neben der Objektgröße, der Größe des Grundstückes und der Ausstattung spielt vor allem die Lage der Immobilie ein entscheidendes Kriterium für dessen Marktwert. Ein Haus ist eine einmalige Investition, wenn man nicht über ein großes Vermögen verfügt. In einem Wohnhaus oder einem ähnlichen Objekt verbringt man seinen Alltag, daher müssen auch die wichtigsten Institutionen des Alltags in der Nähe der Wohnimmobilie sein. Der Arbeitsplatz und Einkaufsmöglichkeiten müssen bequem erreichbar sein, in der Nähe befindliche Kindertageseinrichtungen und Schulen sind für Familien mit Nachwuchs besonders wichtig. Nicht zuletzt sollte man auf eine gute infrastrukturelle Anbindung zu Arzthäusern und Krankeneinrichtungen achten, wenn man auch den Lebensabend im Wohnobjekt verbringen möchte.

Diese Kriterien sind die wichtigsten Kaufargumente für eine Immobilie. Je besser ein Objekt verschiedene Vorteile miteinander kombiniert, desto teurer kann es verkauft werden. In der Regel kostet ein durchschnittliches Wohnhaus mit Grundstück einen sechsstelligen Eurobetrag. Natürlich ist der Preis auch von der Region abhängig, demnach sind beispielsweise Objekte in landschaftlich reizvollen Urlaubsgegenden deutlich teurer als in unattraktiven oder wenig bekannten Regionen. Normalverdiener müssen vernünftigerweise einen Kredit aufnehmen, um sich ein Objekt zu leisten. Es gibt aber auch Möglichkeiten, schon sehr früh mithilfe von Bausparbeträgen zu beginnen, auf die eigene Immobilie hinzuarbeiten. Viele Bankhäuser bieten Bausparverträge an, mit denen es schon im Jugendalter möglich ist, das erste Geld für ein zukünftiges Haus anzulegen. Bei diesen Verträgen gibt es aber entscheidende Nachteile, wenn sie die Inflationsrate nicht berücksichtigen. Denn alle langfristigen Verträge, die teilweise über Jahrzehnte laufen, bergen ein Inflationsrisiko, wenn sich die Währung, in der man auf das Sparkonto einzahlt, entwertet. In der Regel sind die Zinserträge aus Bausparverträgen aber höher als die Inflationsrate, daher ist das Risiko einer zu raschen Entwertung eher gering.

Bei der Kreditaufnahme für den Hausbau sollte man der Bank einige Sicherheiten vorweisen, damit die Zinsen vergleichsweise niedrig gehalten werden können oder der Kredit überhaupt erteilt wird. Mit diesen Sicherheiten haftet man, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt werden kann. Der Wert muss nicht die volle Kreditsumme repräsentieren, aber er sollte schon einen großen Teil des Kreditbetrages abdecken können. Neben den Sicherheiten spielt auch die Kreditwürdigkeit eine Rolle, die man sich durch die termingerechte Zurückzahlung früherer Kredite oder ein sicheres und hohes Einkommen erwirbt. Es gibt auch Modelle der Immobilienfinanzierung, die langfristig gewinnversprechend sind. Bei diesen Modellen erwirbt man das Objekt und vermietet die Wohnfläche oder verkauft es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Preis. Hierbei sollte man aber unbedingt auf die Zahlungsfähigkeit der Mieter oder der Käufer achten.