ABFINDUNGSPHANTASIE BEI NEBENWERTEN !? - 500 Beiträge pro Seite (Seite 10)



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Ein User von dem ich viel halte, meint, das es bei HvB keine Nachbesserung gibt,noch jemand der Meinung
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.883.668 von nullcheck am 31.01.18 10:48:53
Nachbesserung HVB
Die Sachverständigen kommen bei einer "kumulierten Betrachtung aller Werteffekte" zu einem Wert je HVB-Aktie in Höhe von EUR 41,55. Die "kumulierte Wertabweichung" betrage EUR 3,29 je HVB-Aktie bzw. 8,6% im Vergleich zu dem durch das Auftragsgutachten von Ernst & Young ermittelten Wert von EUR 38,26.

https://spruchverfahren.blogspot.de/2018/01/spruchverfahren-…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.898.353 von arendts am 01.02.18 13:17:24Gibt es nicht Gerichte, die Fehlberechnungen unterhalb von 10% als nicht nachbesserungswürdig erachten?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.898.824 von straßenköter am 01.02.18 13:54:18ja, aber nicht in München
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.900.009 von 525700 am 01.02.18 15:17:17Hoffe die 3,6 millia kommen drauf,gehofft habe ich auf 10-15 E Aufschlag:D;)
unter https://www.anwalt.de/rechtstipps/wcm-ag-beherrschungsvertra… wird behauptet, dass der Beherrschungsvertrag für die WCM AG mit der TLG Immobilien AG bereits am 23.01.2018 eingetragen worden sei.

Ich habe keine diesbezügliche Veröffentlichung gefunden. Hat jemand hierzu eine Bekanntmachung gelesen?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.935.826 von Hiberna am 05.02.18 16:24:39
Zitat von Hiberna: unter https://www.anwalt.de/rechtstipps/wcm-ag-beherrschungsvertra… wird behauptet, dass der Beherrschungsvertrag für die WCM AG mit der TLG Immobilien AG bereits am 23.01.2018 eingetragen worden sei.

Ich habe keine diesbezügliche Veröffentlichung gefunden. Hat jemand hierzu eine Bekanntmachung gelesen?


Nein. Da nichts im HR zu finden ist, würde ich davon ausgehen, dass die Eintragung noch aussteht.

Der Link, den Du gefunden hast, zielt er auf Aquise hin. Insofern würde ich mal davon ausgehen, dass hier einfach unsauber gearbeitet wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eine Vorabinformation haben, würde ich unwahrscheinlich halten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.935.982 von straßenköter am 05.02.18 16:34:11wenn es sich nur um ein 2-3 Tage handelt, dann wäre es ok, doch 23.01. angeblich eingetragen und noch heute nichts veröffentlicht ist zu lang. ...
Göddecke ... jaja ...

gröhl, ... lach!!!!!!!!!!! Diese Spezialisten haben die folgende Veröffentlichung als Eintragung B&G interpretiert:

HRB 55695: WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Bleichstraße 64-66, 60313 Frankfurt am Main. Das bedingte Kapital 2015 beträgt nach Änderung der Satzung noch 400.000,00 EUR. Die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 29.01.2013, 12.10.2015 und 24.08.2016 (Genehmigtes Kapital 2013, 2015 und 2016).
sind aufgehoben. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17.11.2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 16.11.2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 68.400.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2017/I). Die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 18.12.2014, 12.10.2015 und 24.08.2016 (Bedingtes Kapital 2014, 2015/II, 2016 und 2016/II) sind aufgehoben. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17.11.2017 um bis zu 68.000.000,00 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017/I).

Quelle: www.handelsregister.de (Amtsgericht Frankfurt am Main Aktenzeichen: HRB 55695)
Im Moalitionsvertrag kommt nun auch Bewegung in die SPruchstelle ob das zu unserem Vorteil ist abwarten

5760 Im aktienrechtlichen Beschlussmängelrecht werden wir im Interesse des Minderheitenschutzes und der Rechtssicherheit Brüche und Wertungswidersprüche beseitigen.
5762 Ferner werden wir das langwierige und teure Spruchverfahren unter besonderer Berücksichtigung der Interessen von Minderheitsaktionärinnen und -aktionären sowie Kleinanlegerinnen und -anlegern evaluieren.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.967.983 von Huusmeister am 08.02.18 06:46:30zu unserem Vorteil?:laugh::laugh::laugh::laugh:
Squeeze-out bei der Fidor Bank AG eingetragen
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L.-HSG

Die Hauptversammlung der sich dem "Community Banking" verschriebenen Fidor Bank AG, München, hatte am 20. Dezember 2017 die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) auf die Frankreichs zweitgrößter Bankengruppe BPCE gehörende 3F Holding GmbH beschlossen. Diese hatte 2016 die Mehrheit übernommen, siehe https://spruchverfahren.blogspot.de/2016/07/fidor-bank-ag-zw… Der Übertragungsbeschluss wurde nunmehr am 15. Februar 2018 in das Handelsregister (Amtsgericht München) eingetragen und am 16. Februar 2018 bekannt gemacht.

Die Angemessenheit der angebotenen Barabfindung wird in einem aktienrechtlichen Spruchverfahren vom Landgericht München I überprüft werden.

Die Fidor-Aktien wurden 2015 im Rahmen einer "neuen Kapitalmarktstrategie" delistet - https://spruchverfahren.blogspot.de/2015/05/neue-kapitalmark… - und waren dann nur noch bei Valora und Schnigge im sog. "Telefonhandel" handelbar.
Spruchverfahren Squeeze out W.O.M.

Gutachten IVC kommt auf einen Unternehmenswert von € 14,31 (gegenüber € 12,72 Ausgangswert)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.094.560 von Blondie123 am 22.02.18 19:14:14Ich habe noch kein Gutachten erhalten, obwohl ich am Verfahren beteiligt bin ...
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Gibt es eigentlich irgendeine Bewegung in den Spruchverfahren Reply und Alba.Zumindest bei der Alba gab es doch zumindes ein neues Gutachten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.109.161 von 525700 am 24.02.18 12:35:10Ich habe noch kein Gutachten erhalten, obwohl ich am Verfahren beteiligt bin ...

das Gutachten ist vom Landgericht Berlin mit Schreiben vom 14.02.2018 versendet worden. Ich habe aber das Eingangsdatum bei mir nicht notiert.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.110.295 von Hiberna am 24.02.18 16:25:37Danke für die Info. Dann werde ich morgen mal in Berlin anrufen.
Pelikan AG, ehemal. Herlitz AG
Hier im Thread wurde (leider) der Sqeeze-out bei der Pelikan AG (ehemal. Herlitz AG, inzwischen in die Pelikan Group GmbH umgewandelt) vergessen:

In das Handelsregister eingetragen wurde der Squeeze-out am 07.12.2017, die Barabfindung wurde auf 1,11 Euro festgesetzt und ausgezahlt. Von einem Spruchverfahren ist bis jetzt jedoch noch nichts zu sehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.115.749 von SteffensOnline am 25.02.18 20:44:03
Spruchverfahren Squeeze-out Pelikan
In Sachen Pelikan sind mehrere Spruchantraege eingereicht worden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.337.335 von hugohebel am 01.12.17 13:20:47Gestern kam ein Übernahmeangebot
http://www.dgap.de/dgap/News/wpueg/uebernahmeangebot-zielges…" target="_blank" rel="nofollow">
http://www.dgap.de/dgap/News/wpueg/uebernahmeangebot-zielges…

Zitat von hugohebel: Demire hat auf dem Eigenkapitalforum gesagt dass man die Fair Vaue Reit plant im kommenden Jahr von der Börse zu nehmen. Dazu wird auch der Aufsichtsrat nun schon ausgetauscht. Da die Aktie einige Prozente unter NAV handelt und man ordentlich Dividende bezahlt ist das was schönes zum wegpacken, denke ich mal. Zumal Demire ein Stück vor sich hat da die nötigen Aktien zu bekommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.109.161 von 525700 am 24.02.18 12:35:10
Spruchverfahren W.O.M.
Das Gutachten wurde uns heute zugestellt.

Aus meinem Blogbeitrag:

Der gerichtlich bestellte Sachverständigen WP Dr. Jörn Schulte, c/o IVC Independent Valuation & Consulting Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 45131 Essen, kommt in seinem nunmehr den Beteiligten zugestellten Gutachten vom 22. Dezember 2017 zu einem deutlich höheren Unternehmenswert (EUR 14,31 je Aktie statt EUR 12,72, d.h. Erhöhung um 12,5 %).

Der Sachverständige hat eine Konvergenzphase eingeführt und die EBITA-Marge in der Konvergenzphase und im Terminal Value ("ewige Rente"), den unlevered Betafaktor sowie die Höhe der betriebsnotwendigen Liquidität angepasst.
Kann einer was zu Demire sagen. Der Einkaufspool hat schon vor Veröffentlichung der Angebotsunterlagen 59% der Anteile zusammen. Meines Wissens ist die Demire alles andere als hoch bewertet.

Schade, dass gerade im Immobereich sich so vieles gleichzeitig als Investment anbietet: Accentro, IMW Immobilien, Fair Value, RCM, WCM und Demire. Da kommt man nicht überall gleichzeitig mit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.109.272 von mistery01 am 24.02.18 12:55:40Am 23.02. war mündliche Verhandlung im Spruchverfahren IDS Scheer BuG - war jemand anwesend und kann kurz berichten?
Danke
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.186.074 von sparfuchs123 am 05.03.18 09:37:47
constantia packaging
bei constntia packaging wird es am mittwoch spannend. hier will man eine einigung erzielen. mindestens 22 euro nachzahlung oder mehr wird es geben
Bei Alba wird die Garantiedividende nachgebessert
http://spruchverfahren.blogspot.de/2018/03/spruchverfahren-z…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.219.130 von straßenköter am 08.03.18 08:48:02Das ist aber vermutlich nur erstinstanzlich und es kann noch vors OLG gehen. Oder wussten das die Insider schon vorher und jetzt ist es rechtskräftig geworden? Das glaube ich eher nicht. Der Kursanstieg mit Höhepunkt im Januar dürfte jedenfalls auch damit zu tun haben.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.222.616 von honigbaer am 08.03.18 13:30:20
Zitat von honigbaer: Das ist aber vermutlich nur erstinstanzlich und es kann noch vors OLG gehen. Oder wussten das die Insider schon vorher und jetzt ist es rechtskräftig geworden? Das glaube ich eher nicht. Der Kursanstieg mit Höhepunkt im Januar dürfte jedenfalls auch damit zu tun haben.


Zumindest von Seiten des Großaktionärs würde ich keinen Widerstand erwarten. Zwar schmerzt sicher die Erhöhung der Ausgleichszahlung, aber die Beibehaltung der Abfindung ist wichtiger. Schließlich hatten im Rahmen der finanziellen Turbolenzen bei Alba viele ihre Aktien in den Beherrschungsvertrag eingereicht, so dass bei einer Erhöhung es teuer hätte werden können.

Sollte das jetzt endgültig sein, könnte eigentlich ein SO erfolgen. Sieht heir noch einer Kurspotenzial? Für mich sieht die Aktie ziemlich ausgereizt aus. Die Dividende bleibt natürlich sehr attraktiv.
Ich frag mich vor allem, wie man so eine Relation von Ausgleichszahlung und Barabfindung im Urteil hingerechnet kriegt. Dass es gut für die Garantiedividende ist, wenn der Übernehmer selbst schlechte Bonität hat und hohe Zinsen zahlt, ist ja so schon als Ansatz fragwürdig. Eigentlich sollte das für die Minderheitsaktionäre egal sein, ob die Firma hinterher von einem reichen oder armen Hautaktionär ausgeplündert wird. Bei MAN war deshalb, wegen der guten Bonität von VW, die Ausgleichszahlung eher gering, im Spruchverfahren wird dort eine Erhöhung der Barabfindung in Aussicht gestellt.

Da scheint ja völlige Willkür zu herrschen, was das Gericht festsetzt, ob ausgleich oder Abfindung korrigiert werden, wirtschaftliche vernünftig scheint mir das nicht. Und die Entscheidung, ob man Aktionär bleiben will oder die Aktien in der Hoffnung auf eine anpassung der Barabfindung einreicht, gerät zum reinen Lotteriespiel.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.224.260 von honigbaer am 08.03.18 15:20:44Im Aktiengesetz steht:

Als Ausgleichszahlung ist mindestens die jährliche Zahlung des Betrags zuzusichern, der nach der bisherigen Ertragslage der Gesellschaft und ihren künftigen Ertragsaussichten unter Berücksichtigung angemessener Abschreibungen und Wertberichtigungen, jedoch ohne Bildung anderer Gewinnrücklagen, voraussichtlich als durchschnittlicher Gewinnanteil auf die einzelne Aktie verteilt werden könnte.

Von Verrentung des ermittelten Unternehmenswerts steht da gar nichts, und dann natürlich auch kein Zinssatz.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.224.728 von Kalchas am 08.03.18 15:58:43OK. Aber wie ist dann die Aussage im oben verlinkten Hinweis auf die Anpassung der Garantiedividende zu verstehen? Zitat: "Diese Anhebung beruht auf einem vom Sachverständigen angesetzten, deutlich höheren Verrentungszinssatz von 8,99 % anstelle von 7 %."

Da muss doch ein Unternehmenswert ermittelt worden sein, aus dem mit dem Verrentungszinssatz der Ausgleich errechnet wurde. Von höheren Erträgen ist nicht die Rede, diese ergeben sich ja sowieso eher aus der Planungsrechnung und werdenmeist vom Gutachter übernommen, würden außerdem ja auch zu einem höheren Unternehmenswert führen. Und bei der Berechnung des Unternehmenswerts mit einem höheren Diskontierungszinssatz, sollte das mit Verrentungszinssatz gemeint sein, käme ja ein niedrigerer Firmenwert heraus. Das kann ja auch nicht zu einer höheren Ausgleichszahlung führen.

Auch bei MAN heißt es im Gutachten des Vertragsprüfers: "Die Verrentung des Werts je MAN Aktie von 80,89 Euro mit einem persönlichen Zinssatz von 3,8% vor Ertragssteuer führt zu einem Ausgleich von 3,07 Euro." Wobei die 3,8% zuvor aus einem Zins sicherer Anleihen von 2,5% und einem Risikoaufschlag des VW Konzerns von 130 Basispunkten ermittelt wurde.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.225.319 von honigbaer am 08.03.18 16:38:40Die verenten ja trotzdem. Natürlich steht im Gesetz auch kein Zinssatz, mit dem verrentet wird bzw. wie der ermittelt wird.

Und dann wird es absurd. Deshalb wird in den meisten Fällen angenommen, dass der Verentungssatz der Mittelwert zwischen Basiszinssatz und dem tatsächlichen Kapitalisierungszinssatz. Letzterer ist aber nicht eindeutig, Meist wird dann der der ewigen Rente angenommem.

Das halte ich für einen Taschenspielertrick. Es wird behauptet, dass mit Gewinn nicht der geplante Gewinn gemeint ist, sondern der ausschüttbare. Das soll die Verrentung gewährleisten.

Das Vorgehen ist natürlich auch aus einem anderen Grund Quatsch. Wenn man diese Zahlung als Zinsen einer Anleihe ansieht, dann richtet sich die Höhe der Zinsen nach der Bonität des Schuldners. Das ist das herrschende Unternehmen. Das wird aber in dem Verfahren gar nicht bewertet.

Die 8,99 % müssten sich, wenn das einen Sinn machen soll, also auf das herrschende Unternehmen beziehen. Völlig unklar ist aber wie der Wert ermittelt sein soll.

Ich vermute, dass hier als Vererntunszinssatz der Kapitalisierungszinssatz des Unternehmens genommen wurde (Mittelwert über die verschiedenen für die Einzeljahre und die ewige Rerte). Hier dann (9,3 + 9,4 + 8,8 + 8,4) : 4 = 8,975, fast zumindest.
Bellevue (ehemals Magix)
In der heute im Bundesanzeiger veröffentlichte HV-Einladung von Bellevue Investments GmbH & Co. KGaA (ehemals Magix) wird ein Bilanzgewinn in 2016/17 von über 5 Mio Euro angegeben. Das ist bei 8,84 Mio Aktien durchaus bemerkenswert, wenn die letzte Kursfeststellung auf Valora bei 2,70€ lag...
mal eine Frage an die Abfindungsprofis. Heute habe ich von Consors ein Terminanschreiben für die GEWA Tower Anleihe bekommen mit dem Hinweis, dass die Anleihe endfällig am 24.3. ist und:

"WERT 00.00.0000
WERTPAPIERE ZU LASTEN GIROSAMMELVERWAHRUNG
DER EMITTENT IST ZAHLUNGSUNFÄHIG"

Das GEWA insolvent ist ist soweit klar. Die Spekulation hier ist, dass man aus der Insolvenzmasse mehr als die 19% rauskriegt bei der der Kurs notiert. Nun ist meine Frage, wie sowas in der Praxis aussieht. Kriegt man hier von Consors irgendwelche Rechte ins Depot eingebucht, die den Anspruch auf die Insolvenzmasse sicherstellen? Scheint mir ein bisschen ähnlich gelagert zu sein wie ein SO vom administrativen Ablauf her, daher dachte ich, ich frage mal in die Runde. Habe nämlich etwas Sorge, dass Consors mir hier etwas ausbucht und mich aus dem Verfahren rausbuchsiert...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.268.726 von fallencommunist am 13.03.18 20:57:48
Zitat von fallencommunist: mal eine Frage an die Abfindungsprofis. Heute habe ich von Consors ein Terminanschreiben für die GEWA Tower Anleihe bekommen mit dem Hinweis, dass die Anleihe endfällig am 24.3. ist und:

"WERT 00.00.0000
WERTPAPIERE ZU LASTEN GIROSAMMELVERWAHRUNG
DER EMITTENT IST ZAHLUNGSUNFÄHIG"

Das GEWA insolvent ist ist soweit klar. Die Spekulation hier ist, dass man aus der Insolvenzmasse mehr als die 19% rauskriegt bei der der Kurs notiert. Nun ist meine Frage, wie sowas in der Praxis aussieht. Kriegt man hier von Consors irgendwelche Rechte ins Depot eingebucht, die den Anspruch auf die Insolvenzmasse sicherstellen? Scheint mir ein bisschen ähnlich gelagert zu sein wie ein SO vom administrativen Ablauf her, daher dachte ich, ich frage mal in die Runde. Habe nämlich etwas Sorge, dass Consors mir hier etwas ausbucht und mich aus dem Verfahren rausbuchsiert...


Also ich habe mir vor ein paar Jahren die Insolvenzanleihe von Gold-Zack gekauft. Die Insolvenz war im Jahr 2003. Die Anleihe wird seitdem weitergehandelt und spiegelt die Erwartung an die Insolvenzmasse wider. Insofern sollte eine Depotbank nichts ausbuchen, selbst dann nicht, wenn der Insolvenzverwalter das Listing einstellen lässt. Consors bucht ja grundsätzlich sowieso nichts aus. Die Verantwortlichen bei Consors haben ja letztes Jahr erst die Panne gehabt, die Leute anzuschreiben, ob sie die nicht gepreisten Wertpapiere ausbuchen sollen. Dumm nur, dass da auch die Kunden wie ich angeschrieben wurden, die Delistingaktien ohne Valorakurs hielten. Als ich dann anrief, um zu fragen, ob sie wüssten, was sie da machen, war denen das ziemlich peinlich. Gut gemeint, aber schlecht ausgeführt. Du siehst aber daran, dass sie ohne Weisung nichts ausbuchen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.269.089 von straßenköter am 13.03.18 21:28:13ok, danke! Ich war ein bisschen unsicher, was da genau passiert. Auf Rückfrage bei Consors hieß es im Wortlaut: "Bzgl. der genannten Anleihe wurde uns ausschließlich mitgeteilt, dass diese aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens ohne Gegenwert eingelöst werden wird."

"eingelöst" meint also nicht gleich "ausgebucht"+"0€ gutgeschrieben". Hatte ich intuitiv so interpretiert. Bin schon gespannt was weiter passiert. Die Anleihe hatte ich mir für Spielgeld genau zu diesem Zweck gekauft, neues über solche Prozeduren zu lernen :)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.269.326 von fallencommunist am 13.03.18 21:46:39
Zitat von fallencommunist: ok, danke! Ich war ein bisschen unsicher, was da genau passiert. Auf Rückfrage bei Consors hieß es im Wortlaut: "Bzgl. der genannten Anleihe wurde uns ausschließlich mitgeteilt, dass diese aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens ohne Gegenwert eingelöst werden wird."

"eingelöst" meint also nicht gleich "ausgebucht"+"0€ gutgeschrieben". Hatte ich intuitiv so interpretiert. Bin schon gespannt was weiter passiert. Die Anleihe hatte ich mir für Spielgeld genau zu diesem Zweck gekauft, neues über solche Prozeduren zu lernen :)


Der Anmerkung von Consors ist mehr als unglücklich.

Ich habe bislang zwei bzw. bin dabei meine zweite Erfahrung mit Insolvenzanleihen zu machen. Die besagte Gold Zack-Abwicklung zieht sich schon endlos hin. Die S.A.G. Solarstrom habe ich getradet. Das lief super.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.269.476 von straßenköter am 13.03.18 22:02:43
constantia packaging
weiter keine Einigung bei Constantia
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.271.954 von 176 am 14.03.18 09:14:13Die OLB hat den Abfindungspreis zum Squeeze Out sowie die Dividendenzahlung veröffentlicht. Die Aktie notiert an der Börse nur knapp über der Summe von beiden Beträgen.

2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres
2017 der Oldenburgische Landesbank Aktiengesellschaft in Höhe
von 28.316.604,72 Euro wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von 0,25 Euro
auf jede der 23.257.143 Stückaktien 5.814.285,75 Euro
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 22.502.318,97 Euro
Gemäß § 58 Absatz 4 Satz 2 Aktiengesetz in der seit dem 1. Januar 2017
geltenden Fassung ist der Anspruch auf die Dividende am dritten auf den
Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag, das heißt am
16. Mai 2018, fällig.

6.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, zu beschließen:
Die auf den Inhaber lautenden Stückaktien der übrigen Aktionäre
(Minderheitsaktionäre) der Oldenburgische Landesbank Aktiengesellschaft
werden gemäß dem Verfahren zum Ausschluss von
Minderheitsaktionären (§§ 327a ff. Aktiengesetz) gegen Gewährung
einer von der Bremer Kreditbank Aktiengesellschaft mit Sitz in
Bremen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen
unter der Registernummer HRB 4188 HB (Hauptaktionär) zu
zahlenden Barabfindung in Höhe von 24,86 Euro für je eine auf den
Inhaber lautende Stückaktie auf die Bremer Kreditbank
Aktiengesellschaft übertragen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.457.136 von cade am 04.04.18 10:51:44Hallo, kann in diesem Kreis bestätigt werden dass die Mannesmann AG – Spruchverfahren ohne Erhöhung beendet wurden? Angeblich hat das OLG Düsseldorf die Anträge auf Erhöhung der Barabfindung in beiden Fällen komplett abgelehnt, trotz erstinstanzlicher Erhöhung, aber schriftlich gesehen hat es offensichtlich noch niemand. Vielen Dank.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.462.782 von Freiburg123 am 04.04.18 19:10:19die Info ist richtig, das OLG Ddf hat die Anträge zurückgewiesen.
auf der Seite 10 des 2017er Geschäftsberichtes der Westgrund AG steht wie schon in der 2016er Ausgabe, dass der Squeeze-out in der nächsten Hauptversammlung beschlossen werden soll. Die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 war erst am 20. Dezember 2017 abgehalten worden.

GSC Research schrieb in dem Hauptversammlungsbericht, dass die als Gutachter beauftragte Warth & Klein Grant Thornton AG und der Angemessenheitsprüfer Wollny sich noch in der Abstimmung befanden und dass der Bewertungsprozess länger andauerte als geplant. Sobald die beiden Seiten sich verständigt haben, solle der Squeeze-out beschlossen werden. Ich vermute mal, dass die lange Bewertungsdauer eher nicht zum Nachteil der Minderheitsaktionäre sein wird.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.500.399 von Hiberna am 09.04.18 18:22:04
Zitat von Hiberna: auf der Seite 10 des 2017er Geschäftsberichtes der Westgrund AG steht wie schon in der 2016er Ausgabe, dass der Squeeze-out in der nächsten Hauptversammlung beschlossen werden soll. Die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 war erst am 20. Dezember 2017 abgehalten worden.

GSC Research schrieb in dem Hauptversammlungsbericht, dass die als Gutachter beauftragte Warth & Klein Grant Thornton AG und der Angemessenheitsprüfer Wollny sich noch in der Abstimmung befanden und dass der Bewertungsprozess länger andauerte als geplant. Sobald die beiden Seiten sich verständigt haben, solle der Squeeze-out beschlossen werden. Ich vermute mal, dass die lange Bewertungsdauer eher nicht zum Nachteil der Minderheitsaktionäre sein wird.


Nach Lage der Dinge sollte der NAV weiter ansteigen und an einen Abfindungspreis unterhalb des NAV mag ich nicht recht glauben. Die HV soll dieses Jahr angeblich im Sommer stattfinden, so dass die "Präzisierung" bald vorliegen sollte. Tatsächlich sehe ich das größte Risiko derzeit darin, dass Adler den SO wieder abbläst.
LG Stuttgart hat mal wieder einen Verfahren zurückgewiesen :-(


11.04.18 Kässbohrer Geländefahrzeug AG: LG Stuttgart weist Anträge zurück

Im Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der Kässbohrer Geländefahrzeug AG hat das Landgericht Stuttgart die Anträge der ehemaligen Aktionäre mit Beschluss vom 3. April 2018 zurückgewiesen. Insgesamt waren 35 Antragsteller an dem Verfahren beteiligt.

Die Hauptversammlung der Kässbohrer Geländefahrzeug AG hat am 24. September 2015 die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die LuMe Vermögensverwaltung GmbH beschlossen. Die Barabfindung wurde auf 55,13 Euro je Aktie der Kässbohrer Geländefahrzeug AG festgesetzt. Der Übertragungsbeschluss wurde am 2. Oktober 2015 in das Handelsregister eingetragen und bekannt gemacht.

Im anschließenden Spruchverfahren vor dem Landgericht Stuttgart (Az.: 31 O 138/15 KfHSpruchG) richteten sich 35 Antragsteller und der gemeinsame Vertreter gegen die Höhe der festgelegten Barabfindung. Mit Beschluss vom 3. April 2018 hat das Landgericht Stuttgart die Anträge zurückgewiesen. Die Antragsgegnerin muss laut Beschluss die Gerichtskosten, ihre eigenen außergerichtlichen Kosten sowie die Kosten des gemeinsamen Vertreters tragen.
Shire ist einen Blick wert.

Lukratives Übernahmeangebot in Aussicht.

Risiko. Es wird wahrscheinlich nicht nur eine Barkomponente geben. Hinzu sind Währungshwankungen zu beachten.

Die Übernahme dürfte durchgewunken werden und es sollte viel schneller gehen als beim Bayer/Monsano-Deal.
Österreich:

Ad-Hoc-Meldung: Korrektur: Aktualisierung einer bereits offengelegten Ad-hoc-Mitteilung / C-QUADRAT Investment AG / HNA beabsichtigt Squeeze-Out im Q3 2018

09.05.2018 Wien/Frankfurt - C-QUADRAT Investment AG (ISIN: AT0000613005), teilt unter Verweis auf die Ad-hoc-Mitteilung vom 05.05.2017 mit, dass sie heute darüber informiert wurde, dass Cubic (London) Limited beschlossen hat einen Squeeze-Out (Gesellschafterausschuss) aller verbleibenden Minderheitsgesellschafter (Streubesitz) der C-QUADRAT Investment AG ("C-QUADRAT") vorzunehmen, um einen Anteil von 100% in C-QUADRAT zu erreichen.

Es ist beabsichtigt den Gesellschafterausschuss im Q3 2018 durchzuführen.


Rückfragehinweis:
Mag. Andreas Wimmer
Schottenfeldgasse 20
A-1070 Wien
Tel.: +43 1 515 66 316
E-Mail: presse@c-quadrat.com
www.c-quadrat.com
OLG Düsseldorf - keine Nachbesserung bei itelligence, keine Nachbesserung bei Vodafone, ... wie soll das weitergehen?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.817.001 von honigbaer am 23.05.18 18:34:26OLG Düsseldorf - keine Nachbesserung bei itelligence, keine Nachbesserung bei Vodafone, ... wie soll das weitergehen?

ist das von der Kammer entschieden worden, welche nach Meinung von Antragstellern für das Verfahren Postbank/Deutsche Bank ausgetauscht worden ist?
26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf durch die Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht van Rossum, den Richter am Oberlandesgericht Tischner und die Richterin am Oberlandesgericht Kampshoff waren bei Vodafone zuständig, bei der Postbank wurden hingegen die neuen Richternamen Wurm, Fleischauer und Seulen beim OLG Köln genannt.

Für die Spruchverfahren aus Köln ist offenbar OLG Dortmund zuständig, während die Zivilsachen wie das Postbankverfahren wohl beim OLG Köln in zweiter Instanz verhandelt werden.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.826.397 von honigbaer am 24.05.18 19:22:18Es gibt kein OLG Dortmund.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.830.393 von Blondie123 am 25.05.18 10:31:09Ansonsten aber richtig. Der "normale" Instanzenzug ist LG Köln -> OLG Köln. Für Spruchverfahren wurde aber durch § 2 KonzentrationsVO Gesellschaftsrecht dem OLG Düsseldorf die Zuständigkeit für Beschwerden in Spruchverfahren aus den OLG Bezirken Köln, Hamm (LG Dortmund) und Düsseldorf übertragen.
Ja, klar, ich meinte ja auch OLG Düsseldorf, hattee nur wegen itelligence das LG Dortmund im Kopf, weil das ja dort die erste Instanz war und von dort zum OLG Düsseldorf ging.

Und bei Duerkopp müsste ja dann demnächst auch Dortmund zuständig sein und Axa und deren Konzerntöchter (LG Köln) war mir auch noch aufgefallen, wenn das dann beim OLG Düsseldorf alles pauschal zum Nachteil der Minderheitsaktionäre entscheiden wird, dann wird es aber traurig. Im Fall von itelligence waren zunächst 46% Aufbesserung beschlossen, das können die Hauptaktionäre ja nur als Freibrief verstehen, sich wie im Fall Duerkopp arm zu rechnen.

Und auch der Aufwand, mit dem so ein Ergebnis in erster Instanz erarbeitet wird, oft mit neuem Gutachten. Und die Berufungsinstanz überlegt es sich dann kurzerhand anders.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.831.341 von honigbaer am 25.05.18 12:20:51OLG DDF nun auch = Hamburg = Stuttgart = München. Denke die Verfahren kann man allesamt abschreiben. Die Macht der Lobbyisten bringt alle Gericht "auf Linie", und das BGH hilft offensichtlich gern dabei. Wie das alles noch verfassungskonform sein soll ist mir nicht zugänglich.

Wie sieht es eigentlich in Berlin aus? Das letzte große Verfahren dort war Bayer Schering wenn ich mich recht erinnere.
Zu Biotest St.:
Am Tag der Meldung über den geplanten BuG-Vertrag dürfte der Dreimonats Durchschnittskurs der Stammaktien so um die 25 Euro gelegen haben, zumindest wenn man sich im Chart die ungewichtete 90-Tage-Linie ansieht. Das sollte zumindest für die Stämme die Untergrenze für die Barabfindung darstellen. Andere Meinungen?
Kurs steht bei 25,60
Custodia Holding AG: Hauptversammlung beschließt Squeeze-out - Hauptaktionär erhöht Barabfindung auf EUR 410,-
von Rechtsanwalt Martin Arendts, M.B.L-HSG

Auf der 139. Hauptversammlung der Custodia Holding AG (früher: Löwenbräu) am 21. Juni 2018 wurde mit mehr als 99 % der anwesenden Stimmen unter TOP 6 der Beschluss zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Blitz 10-439 SE, München, gefasst.

Die Hauptaktionärin, eine 100%-ige Tochter der von Finck'sche Hauptverwaltung GmbH, erhöhte eingangs der Hauptversammlung den Barabfindungsbetrag von EUR 390,00 auf EUR 410,- je Custodia-Aktie. So sei der Wert der im Portfolio der Gesellschaft gehaltenen Aktien gestiegen.
an die ehemaligen demag aktionäre

nehmt ihr die 0,14€ an ?


Ansprüche von ehemaligen außenstehenden Aktionären, die eine Barabfindung im Rahmen des Squeeze-Out 2014 erhalten haben:

Ehemalige Aktionäre der Demag, die durch den Squeeze-Out im Jahr 2014 ausgeschieden sind („Squeeze-Out-Aktionäre“), haben ein Wahlrecht zwischen der erhöhten Barabfindung nach Maßgabe des Vergleichs und der Squeeze-Out-Barabfindung („Wahlrecht“). Bei Ausübung des Wahlrechts zugunsten der erhöhten Barabfindung wird hierauf jedoch die erhaltene Squeeze-Out-Barabfindung in Höhe von EUR 60,48 je Demag-Aktie angerechnet, sodass eine Abfindungsergänzung in Höhe von EUR 0,14 je Demag-Aktie verbleibt. Das Wahlrecht steht den Squeeze-Out-Aktionären für eine Dauer von 24 Monaten ab Bekanntmachung des Vergleichs im Bundesanzeiger am 4. Mai 2018 zu. Das Wahlrecht endet somit mit Ablauf des 4. Mai 2020.

Die Squeeze-Out-Aktionäre, die das Wahlrecht ausüben, haben dieses verbindlich und unwiderruflich über ihre Depotbank gegenüber der Commerzbank AG als Zentralabwicklungsstelle („Zentralabwicklungsstelle“) zu erklären. Es handelt sich um eine Ausschlussfrist, d.h. es kommt auf den rechtzeitigen Eingang der Erklärung bei der Zentralabwicklungsstelle an. Im Übrigen gelten für die Fristberechnung die §§ 187-193 BGB.

Unverzüglich nach Zugang der vorgenannten Erklärung bei der Zentralabwicklungsstelle ist der Squeeze-Out-Aktionär, sofern er einen Antrag in dem unter dem Aktenzeichen 31 O 6/14 geführten aktienrechtlichen Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der angebotenen Barabfindung gemäß § 327b AktG gestellt hat, verpflichtet, diesen zurückzunehmen.

Die Geltendmachung der erhöhten Barabfindung ist ausgeschlossen, wenn nicht innerhalb der vorgenannten Frist verbindlich und unwiderruflich die Wahl für die erhöhte Barabfindung erklärt und nicht unverzüglich nach der Erklärung ein etwaiger Antrag im Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der angebotenen Barabfindung gemäß § 327b AktG zurückgenommen wurde; insoweit steht dem Squeeze-Out-Aktionär ausschließlich eine Abfindung nach Maßgabe des Squeeze-Out zu. Dies gilt unabhängig davon, ob das Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der angebotenen Barabfindung gemäß § 327b AktG innerhalb der Wahlfrist beendet wird oder ob es in diesem Spruchverfahren zu einer Erhöhung der Squeeze-Out-Barabfindung kommt oder nicht.

Zinsen im Fall des Wahlrechts der Squeeze-Out-Aktionäre:

Im Falle der Ausübung des Wahlrechts zugunsten der erhöhten Barabfindung ist die Abfindungsergänzung in Höhe von EUR 0,14 je Demag-Aktie für den Zeitraum ab dem 22. Januar 2014 (erster Tag des Zinslaufs) bis inkl. dem Tag, der dem Auszahlungstag unmittelbar vorausgeht, mit jährlich 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 BGB zu verzinsen. Die Zinsen auf die Abfindungsergänzung gelangen ohne Abzug von Abschlagsteuern zur Auszahlung, sind jedoch einkommensteuerpflichtig.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.093.870 von Maack1 am 29.06.18 06:15:52Nein warte das andere Verfahren ab
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.094.254 von Huusmeister am 29.06.18 07:54:43Ich weis nicht,muss mal bei Straßenköter nachfragen,wie war die Msg Hv?;)
OK, der MAN Kurs ist jetzt schon oben, aber gibt es da auch ein Quelle für die Information?
Oder musste man da in München im Gericht sitzen, um das zu erfahren?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.098.640 von honigbaer am 29.06.18 14:11:00Man Urteil

Quelle wäre OLG München 31Wx 382/15 das alte Verfahren beim LG war 5 HK 0 16371/13 ich denke im Spruchstellenblog wird es nun auch zeitnah stehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.098.952 von Huusmeister am 29.06.18 14:45:13Danke.alles Richtig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.578.646 von straßenköter am 26.01.16 09:23:28
Zitat von straßenköter: Die Aktie notiert mit etwa 91€ ja knapp oberhalb des vom LG München erhöhten, aber von den Antragstellern abgelehnten Abfindungsvorschlag von 90,29€. Angenommen die 90,29€ stellen für einen zukünftigen Vergleich eine Untergrenze dar, kann man durch das Einreichen zur derzeitig gültigen BuG-Abfindung von 80,89€ eine schöne Hebelsituation erzeugen, wenn man dies mehrmals auf dem aktuellen Kursniveau macht. Sollte dann die Abfindung später doch noch erhöht werden, macht es richtig Spaß. Ungemütlich würde es nur werden, wenn die Abfindung unterhalb der knapp 90€ festgesetzt würde.

Besonders attraktiv könnte die Wette für denjenigen sein, der weiß, dass er aufgrund von momentan vorhandenen Buchgewinnen in 2016 einen Verlust mit den zu realisierenden Gewinnen verrechnen kann.


Hat das jemand versucht? Vermutlich ohne Verlust, da Nachzahlung verzinst wird?

Richtig schön wäre es natürlich gewesen einfach immer die Aktie am Tag der HV zu kaufen und nur einen Tag zu halten. Vielleicht grundsätzlich eine Strategie bei beherrschten Unternehmen...
Im Januar 2016 betrug die MAN Abfindung (80,89) einschließlich Zinsen gut 85 Euro. Man verlor mit der angedachten Vorgehensweise somit etwa 6 Euro und würde nun 9,40 (zzgl. Zinsen) Nachbesserung bekommen. Mir ist aber nicht ganz klar, wie hoch die Zinsen ausfallen, da die Ausgleichszahlung ja so deutlich erhöht wurde, dass sie die Zinsen in den einzelnen Jahren übersteigt und auf die Zinsen anzurechnen ist. Die Nachzahlung auf den Ausgleich steht dem Empfänger der Dividende zu, aber der Empfänger der Abfindung muss sie sich anrechnen lassen. Wird wie angedacht mehrmals eingereicht und über die Börse wieder gekauft, ist der Empfänger der Abfindung nicht mit dem Empfänger der Dividende identisch.

Im Grunde reicht das ja bei jedem Unternehmen, die Aktien nur am Tag der Dividendenzahlung zu besitzen. Nur weiß man bei den Aktien mit Garantiedividende nicht, ob die Abfindung und/oder die Ausgleichszahlung erhöht wird. Spesen und Steuereffekte sind berechenbar, aber die Höhe des Kursabschlags nach Dividendenzahlung kann man schwer abschätzen.
Was ist denn bei MAN jetzt am besten? In der Nachfrist einreichen oder für immer behalten. Bei einem Kurs von 97,300 wären 5,5€ Garantiedividende 5,7% Verzinsung. Allerdings gehen von den 5,5 noch Körperschaftssteuer ( in welcher Höhe?) runter. Keine Ahnung wie Hoch die Abfindung mit Zinsen wäre.

Wo kann man denn nachlesen, dass die Nachzahlung auf den Ausgleich dem Dividendenempfänger zusteht? Gibt es dann die Differenz von €3,07 und €5,5 nachträglich für die Garantiedividendenempfänger?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.110.665 von martin365 am 01.07.18 20:00:21Im Urteil Randziffer 146 steht "Jährliche Nettoausgleichszahlung pro Aktie vor Abzug persönlicher
Einkommensteuer und nach Abzug KSt, SolZ (in €) 4,75". Das ist aber aus der Berechnung der Bruttozahlung, vielleicht weicht das nach den Verhältnissen dann etwas ab, wegen geringerer Körperschaftsteuer aufgrund steuerfreier Auslandserträge.

Bei den nachgebesserten Ausgleichszahlungen wird das glaub schon seit Jahren immer an die früheren Empfänger der Ausgleichszahlungen gezahlt.

5% Rendite ist zwar toll, aber vielleicht verrechnen sich da auch einige, die denken, es kämen hohe Zinsen zu den 90,29, wenn man jetzt die Abfindung annimmt, wozu noch etwa 2 Monate Gelegenheit ist.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.111.871 von honigbaer am 02.07.18 00:08:56Danke. Im Urteil http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS… habe ich die €4,75 auch gefunden.

Wenn man nun die Aktien einreichen würde, würde man auf die Abfindung von €90,29 noch Zinsen in Höhe von 5% Plus dem Basiszinssatz nach § 247 BGB (negativhttps://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Bunde…) bekommen. Das wäre jedoch geringer als die jährliche Ausgleichszahlung(Dividende) von €4,75.
Wenn ich das richtig verstehe würde man beim Einreichen €90,29 plus Zinsen minus die Ausgleichzahlungen bekommen. Also weniger als €90,29. Also ist Einreichen keine Option.

Oder bekommt man €90,29 plus Zinsen plus €1,68 p.a. (Differenz von €4,75-€3,07 = €1,68 und den zwischenzeitlichen Dividenden) und kann diese auch behalten?
Also ohne jede Gewähr, ich weiß auch nicht, ob ich das ganz Blicke:

Der Vertrag war ja mit Zins ab 17.07.2013 und für 2013 gab es erstmals in 2014 die 3,07 Euro Ausgleich.
Ebenso 2015, 2016, 2017 und 2018. Da müssten als dann jeweils die 1,68 nachgezahlt werden, aber an die aktionäre, die damals Aktionär waren, als die 3,07 Euro jeweils verteilt wurden.

Wer die Abfindung annimmt muss sich die Zahlung von 2014 auf die Zinsen für 17.07.2013 bis 31.12.2013 anrechnen lassen, die Zahlung von 2015 auf die Zinsen von 01.01.2014 - 31.12.2014, usw
Da bleiben also in den eizelnen Zeiträumen keine Zinsen übrig, außer für den Zeitraum 01.01.2018 - heute, da für das Geschäftsjahr 2018 noch keine Ausgleichszahlung geleistet wurde. (Vielleicht so etwa 1,80 Euro)

Auf die Abfindung selbst (bzw die 9,40 Nachbesserungsbetrag) muss man sich die erhaltenen Ausgleichszahlung meines Wissens nicht anrechnen lassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.110.665 von martin365 am 01.07.18 20:00:21
Zitat von martin365: Was ist denn bei MAN jetzt am besten? In der Nachfrist einreichen oder für immer behalten. Bei einem Kurs von 97,300 wären 5,5€ Garantiedividende 5,7% Verzinsung.


Über die Börse verkaufen? :keks:

Aber vllt. macht VW angesichts der MAN-Aufsplittung und dem Truck-Börsengang ein neues Angebot. Und da vermutlich eh nur %-Investoren investiert sind, muss es ja nur abzinsungstechnisch attraktiv genug sein.
Ende Dezember 2017 hielt die Volkswagen Truck & Bus GmbH 75,73 % der Stammaktien und 46,95 % der Vorzugsaktien der MAN SE. Ich weiß jetzt nicht, was %-Aktionäre sind, wenige sind es jedenfalls nicht. Oder war gemeint, dass die Aktionäre sich an der Garantiedividendenrendite in % orientieren?

Die Bruttodividende und eine abgeleitete Rendite sollte man nicht zitieren, ohne richtigzustellen, dass es nicht die Nettodividende ist. Das ist sonst doch sehr verwirrend.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.118.426 von Ahnung? am 02.07.18 19:03:03Ich dachte diese 25% und 50% würde insgesamt abgeschafft.
Aber da geht es ja scheinbar nur um Sanierungsfälle.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.117.844 von honigbaer am 02.07.18 18:00:40
Zitat von honigbaer: Ende Dezember 2017 hielt die Volkswagen Truck & Bus GmbH 75,73 % der Stammaktien und 46,95 % der Vorzugsaktien der MAN SE. Ich weiß jetzt nicht, was %-Aktionäre sind, wenige sind es jedenfalls nicht. Oder war gemeint, dass die Aktionäre sich an der Garantiedividendenrendite in % orientieren?

Die Bruttodividende und eine abgeleitete Rendite sollte man nicht zitieren, ohne richtigzustellen, dass es nicht die Nettodividende ist. Das ist sonst doch sehr verwirrend.


Das sind Leute, die in Nullzinsphasen Alternativen zum Geld parken suchen. Man bot sichere 3,x% über Jahre. Jetzt werden es halt 4,x% sein. Wenn du denen ein Angebot machst, dann rechnen sie. Genauso kann ja VW ausrechnen, was sie als Einmalzahlung interessant fänden und kaufen oder Angebot machen. Während des Prozesses ging das ja nicht.

VZ oder ST ist ja jetzt egal. Es geht um die Zahlungsreihe.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.119.944 von cd-kunde am 02.07.18 21:50:18Vielleicht sind es doch 5,x % bei MAN.

Zuvor waren es bei MAN 3,07 Ausgleich bei 3,30 brutto, also 23 Cent Körperschaftsteuerbelastung, indem 1,87 Euro nicht mit Körperschaftsteuer belastet waren. Dann kann man neu vielleicht mit 5,50 brutto - 1,87 = 3,63 mal 15,825% Steuer inkl. Soli = 58 Cent Steuerbelastung rechnen, das wären dann 5,50 - 0,58 = 4,92 Nettoausgleichszahlung?

Aber für die %-Aktionäre, die Geld parken wollen, entfällt dann in zwei Monaten die Sicherheit, jederzeit das Barabfindungsangebot annehmen zu können. Für den "Rückzahlungsanspruch" ist man dann sozusagen auf die Börsenkurse angewiesen, was natürlich eine andere Situation ist, als bei anderen Aktien mit Garantiedividende bei denen das Spruchverfahren noch läuft. Ich denke eher, dass die Renditejäger tendenziell über die Börse verkaufen, während die Aktien von Squeezee-out Spekulanten aufgenommen werden, die das Risiko in Kauf nehmen, dass ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre noch länger auf sich warten lassen kann.

5% Rendite sind natürlich sehr lukrativ, was zahlt VW vergleichsweise auf Anleihen, deutlich weniger.
Allerdings sind die Kurse im Börsenhandel manipulierbar, siehe heute die Kapriolen bei Stada. 2% runter und wieder rauf, ohne Nachrichten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.125.398 von honigbaer am 03.07.18 13:43:41
Zitat von honigbaer: 5% Rendite sind natürlich sehr lukrativ, was zahlt VW vergleichsweise auf Anleihen, deutlich weniger.
Allerdings sind die Kurse im Börsenhandel manipulierbar, siehe heute die Kapriolen bei Stada. 2% runter und wieder rauf, ohne Nachrichten.


Die VW-Hybride haben sie letztens 4,5 % auf >10 Jahre gekostet. Hier kann man aber den Kupon schieben. Das geht bei MAN nicht. Dafür könnte man bei MAN den Vertrag kündigen, das geht bei den Hybriden nicht.

VW wird sich genau ausrechnen können was ihnen eine Aktie wert ist und dementsprechend auch handeln.

Stada hat die 80 Euro gerissen, dann gab es wohl SL-Verkäufe.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.125.908 von cd-kunde am 03.07.18 14:32:08
Zitat von cd-kunde: Die VW-Hybride haben sie letztens 4,5 % auf >10 Jahre gekostet. Hier kann man aber den Kupon schieben. Das geht bei MAN nicht. Dafür könnte man bei MAN den Vertrag kündigen, das geht bei den Hybriden nicht.

VW wird sich genau ausrechnen können was ihnen eine Aktie wert ist und dementsprechend auch handeln.

Stada hat die 80 Euro gerissen, dann gab es wohl SL-Verkäufe.


Genau darauf will ich ja hinaus, dass das eben kein Rechenexempel ist, denn ein faires Kaufangebot kommt weitaus teurer, als ein börslicher Rückkauf anlässlich möglicher Kursschwankungen. Letztere sind wie man bei Stada sieht sogar vor dem Hintergrund eines laufenden Spruchverfahrens mit Barabfindung möglich.

Eine Kündigung des Beherrschungsvertrags scheidet meines Erachtens als Handlungsoption aus.
Das kann man nur mit einer verschwindenden Wahrscheinlichkeit einkalkulieren.
Würde man das annehmen, wäre ist die Überlegung, es komme nur auf die Zahlungsreihe an und daraus sei der Wert der Aktie berechenbar, völlig unsinnig.

Man müsste da eher überlegen, wie sich Zinsschwankungen am Kapitalmarkt auf eine ewige Rente auswirken. Die Squeeze-out Spekulanten werden aber anders argumentieren, denn letztlich dürfte es darauf hinauslaufen und dann kommt es für die Bemessung der Barabfindung auch auf den Unternehmenswert an, also die Entwicklung der Cashflows, und nicht nur auf die bekannte Zahlungsreihe der Garantiedividende.
Aber kann VW sich nicht eine Dividende ausschütten oder sonstwie Werte von MAN transferieren und somit den Unternehmenswert vor einem squeeze-out senken?
"Dividende ausschütten" erübrigt sich ja schon deshalb, weil Gewinne und Verluste sowieso an VW abgeführt werden. Darüber hinausgehende Ausschüttungen aus den Reserven müsste man als Sonderdividende auch dem Streubesitz gewähren, denke ich.

Theoretisch sind auch Weisungen zum Nachteil von MAN möglich.

Aber den besten Schnitt im Vergleich zum Streubesitz macht der Hauptaktionär doch dann, wenn ein möglichst hoher Gewinn erzielt und abgeführt wird, während der Streubesitz eben die feste Garantiedividende bekommt.
Squeeze-out bei der Ncardia AG (vormals: Axiogenesis AG): Hat jemand Aktien?
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Ncardia AG (Umfirmierung der Axiogenesis AG, deren Aktien vor mehreren Jahren delisted wurden) am 17. August 2018 soll unter dem einzigen Tagesordnungspunkt ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre beschlossen werden.

Die Gesellschaft ist ein Dienstleister für Wirkstoffentwickler. Mittels Stammzellentechnologie will sie dazu beitragen, bessere Medikamente schneller zum Patienten zu bringen. Zentral sind humane, induziert pluripotente Stammzellen, aus denen Herzmuskelzellen und verschiedene neuronale Zelltypen gezüchtet werden.

Aus der Hauptversammlungseinladung:

"Gemäß § 327a AktG kann die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft auf Verlangen eines Aktionärs, dem Aktien der Gesellschaft in Höhe von mindestens 95 % des Grundkapitals gehören (Hauptaktionär), die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) auf den Hauptaktionär gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen (Ausschluss von Minderheitsaktionären).

Das Grundkapital der Ncardia AG beträgt insgesamt EUR 280.128,00 und ist eingeteilt in insgesamt 280.128 auf den Inhaber lautende Aktien mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 1,00 je Aktie. Die Ncardia SA mit dem Sitz in Gosselies, Belgien, hält gegenwärtig 276.748 Aktien, mithin rund 98,79 % des Grundkapitals der Ncardia AG.

Die Ncardia SA hat sich entschlossen, von der in §§ 327a ff. AktG geregelten Möglichkeit, die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung auf den Hauptaktionär zu übertragen, Gebrauch zu machen. Mit Schreiben vom 5. Juli 2018 hat die Ncardia SA gegenüber dem Vorstand der Ncardia AG verlangt, alle Maßnahmen durchzuführen, damit die Hauptversammlung der Ncardia AG die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Ncardia SA als Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. AktG beschließt.

Mit demselben Schreiben hat die Ncardia SA die angemessene Barabfindung auf einen Betrag von EUR 40,50 je Aktie der Ncardia AG festgelegt. Diese Barabfindung wurde von der Ncardia SA auf der Grundlage einer durch die MSW GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, durchgeführten Unternehmensbewertung festgelegt. Die Angemessenheit der Barabfindung wurde durch die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, als sachverständigen Prüfer geprüft, die auf Antrag der Ncardia SA vom 28. März 2018 vom Landgericht Köln ausgewählt und durch Beschluss vom 18. April 2018 zum sachverständigen Prüfer bestellt wurde. Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, hat die Angemessenheit der Barabfindung in einem schriftlichen Prüfungsbericht vom 5. Juli 2018 bestätigt.

Die Ncardia SA hat dem Vorstand der Ncardia AG vor der Einberufung der Hauptversammlung eine Gewährleistungserklärung der ING-DiBa AG, Frankfurt am Main, gemäß § 327b Abs. 3 AktG übermittelt, durch die die ING-DiBa AG, Frankfurt am Main, die Gewährleistung für die Erfüllung der Verpflichtungen der Ncardia SA übernommen hat, den Minderheitsaktionären der Ncardia AG nach Eintragung des Übertragungsbeschlusses im Handelsregister unverzüglich die festgelegte Barabfindung zuzüglich Zinsen gemäß § 327b Abs. 2 AktG für die übergegangenen Aktien zu zahlen.

In einem schriftlichen Bericht an die Hauptversammlung hat die Ncardia SA die Voraussetzungen für die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre dargelegt und die Angemessenheit der Barabfindung erläutert und begründet (sogenannter Übertragungsbericht gemäß § 327c Abs. 2 Satz 1 AktG).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, auf Verlangen der Hauptaktionärin Ncardia SA mit Sitz in Gosselies, Belgien, folgenden Beschluss zu fassen:

„Die auf den Inhaber lautenden Nennbetragsaktien im Nennwert von jeweils EUR 1,00 je Aktie der übrigen Aktionäre der Ncardia AG mit dem Sitz in Köln (Minderheitsaktionäre) werden gemäß §§ 327a ff. AktG auf die Ncardia SA mit dem Sitz in Gosselies, Belgien, (belgische Zentrale Datenbank der Unternehmen, Unternehmensnummer 0565.979.162 (RJP Charleroi)) (Hauptaktionärin) übertragen. Die Übertragung erfolgt gegen Gewährung einer Barabfindung durch die Ncardia SA in Höhe von EUR 40,50 je Aktie an der Ncardia AG.“

(...)"
Der smartinvestor schreibt in der aktuellen Ausgabe, bei MAN habe sich das Gericht offenbar verrechnet bei der Nettodividende, so dass sich aus den 5,50 brutto nicht 4,75 sondern 5,10 Nettoausgleichszahlung ergeben. Das OLG München habe bereits angekündigt, den Beschluss korrigieren zu wollen.

Seltsamerweise schreibt der smartinvestor auch, falls der Beherrschungsvertrag gekündigt werde, lebe der Abfindungsanspruch nochmal für 2 Monate auf. Ich glaube aber, dass das nicht richtig ist, sondern die Abfindung nur jetzt, nach der anstehenden Veröffentlichung zum Ende des Spruchverfahrens nochmal 2 Monate lang angenommen werden kann.

Wie ist da generell die Regelung? Oder ist da vielleicht etwas speziell im MAN Beherrschungsvertrag geregelt. Ich habe auf Anhieb nur §297 AktG gelesen zur Kündigung, dass diese zumindest nicht einfach ohne Grund erfolgen kann bzw dann einen Sonderbeschluss erfordert. Ich habe da aber keinen Überblick, kommt ja extrem selten vor, dass ein Beherrschungsvertrag gekündigt wird.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.327.409 von honigbaer am 29.07.18 11:45:55der smartinvestor hat Recht, hier die Passage aus dem BV:

[Endet dieser Vertrag aufgrund einer Kündigung der Truck & Bus GmbH oder der MAN zu einem Zeitpunkt, in dem die in Ziffer 5.2 bestimmte Frist zur Annahme der Abfindung nach Ziffer 5.1 bereits abgelaufen ist, ist jeder zu diesem Zeitpunkt außenstehende Aktionär der MAN berechtigt, seine zum Zeitpunkt der Beendigung dieses Vertrags von ihm gehaltenen MAN-Aktien gegen Zahlung der in Ziffer 5.1 bestimmten Abfindung je MAN-Stammaktien bzw. je MAN-Vorzugsaktie an die Truck & Bus GmbH zu veräußern, und die Truck & Bus GmbH ist verpflichtet, die Aktien jedes außenstehenden Aktionärs auf dessen Verlangen zu erwerben. Wird die in Ziffer 5.1 bestimmte Abfindung je MAN-Stammaktie bzw. je MAN-Vorzugsaktie durch rechtskräftige Entscheidung in einem Spruchverfahren oder durch einen Vergleich zur Abwendung oder Beendigung eines Spruchverfahrens erhöht, wird die Truck & Bus GmbH die Aktien der außenstehenden Aktionäre unter den in Satz 1 genannten Voraussetzungen gegen Zahlung des im Spruchverfahren oder dem Vergleich je MAN-Stammaktie oder je MAN-Vorzugsaktie festgesetzten Betrags erwerben. Dieses Veräußerungsrecht ist befristet. Die Frist endet zwei Monate nach dem Tag, an dem die Eintragung der Beendigung dieses Vertrags im Handelsregister der MAN nach § 10 HGB bekannt gemacht worden ist. Ziffer 5.3 und Ziffer 5.4 gelten entsprechend. /i]
BuG Design Hotel
Hallo miteinander,
bei der Design Hotel wurde 2014 ein Beherrschungsvertrag geschlossen. Dagegen wurde ein Spruchverfahren eingeleitet, das m.W. bis heute läuft.
Weiß jemand von Euch den genauen Sachstand? Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.372.944 von gutdrauf9 am 04.08.18 02:10:20Die SdK hat einige Schriftsätze auf der Homepage (nur für Mitglieder einsehbar) zuletzt von Ende 2017. Offenbar ist ein beauftragtes Gutachten noch nicht fertiggestellt und es wird über die Peergroup und den daraus abgeleiteten Betafaktor diskutiert. Ich vermute mal, das wird noch eine Weile (Jahre) gehen, selbst bis zu einem erstinstanzlichen Urteil. Wobei eine Begutachtung und Diskussion der Ergebnisse, eben ihre Zeit braucht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.098.640 von honigbaer am 29.06.18 14:11:00
Zitat von honigbaer: OK, der MAN Kurs ist jetzt schon oben, aber gibt es da auch ein Quelle für die Information?
Oder musste man da in München im Gericht sitzen, um das zu erfahren?


Das Urteil des LG München findest Du heute im Bndesanzeiger.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.383.744 von straßenköter am 06.08.18 15:08:54
Zinsberechnung der Barabfindung für MAN-Aktien
https://spruchverfahren.blogspot.com/2018/08/zinsberechnung-…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.391.241 von arendts am 07.08.18 14:34:53Danke für die Information, aber von diesen Zinszeiträumen sind doch vermutlich nur die letztenbeiden Zeilen 1,84 + 0,39 Euro Zins ab 01.01.2018 relevant. Denn es wird doch wohl zunächst der Erhöhungsbetrag bis zur auf 5,101615 Euro erhöhten Ausgleichszahlung für die einzelnen Dividenden nachgezahlt und dadurch übersteigt die Ausgleichszahlung für alle vorherhehenden Zinszeiträume den Zinsbetrag.

Also müsste die Abfindung bei annahme jetzt 90,29 + 1,84 + 0,39 = 92,52 sein.
Richtig gerechnet?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.392.369 von honigbaer am 07.08.18 16:46:28
BuG MAN
Die Ausgleichszahlung ist ja vom OLG München um ca. 2/3 sehr deutlich angehoben worden (das Landgericht hatte nur den Abfindungsbetrag erhöht, die Ausgleichszahlung jedoch belassen). Von daher haben die MAN-Aktionäre auf absehbare Zeit eine angesichts des derzeitigen Zinsniveaus ganz ansehnliche "Garantiedividende" (so dass ich meine MAN-Aktien erst einmal behalten werde).

Wer andienen will, muss in der Tat berücksichtigen, dass der nunmehr ausgeurteilte Betrag für die Ausgleichszahlungen in etwa den sich ergebenden Zinsen entspricht.

Ich würde zunächst erst einmal die Nachzahlung der Ausgleichszahlungen für die letzten Jahre abwarten (die nach der nunmehr erfolgten Veröffentlichung relativ bald erfolgen sollte).
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Man fragt sich, wie das möglich ist, dass mal die Ausgleichszahlung und mal die Abfindung angepasst wird.

Vielleicht besteht bei Alba ja auch noch Hoffnung, dass auch die Abfindung angehoben wird. Und ist bei Euwax womöglich auch so ein seltsamer Beschluss zu erwarten? Der Kurs ist ja zuletzt stark eingebrochen. Scheint alles recht unberechenbar zu sein.

Bei MAN ist die Ausgleichszahlung dann 5,4% auf den aktuellen Kurs, der aber trotzdem schwächelt. Eigentlich überraschend, wie ich meine. Andererseits haben andere aktien mit Garantiedividende eben oft noch eine Phantasie aus dem Spruchverfahren, das ist natürlich auch ein Faktor.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.392.756 von arendts am 07.08.18 17:23:04Was würde denn eine Kündigung des BGAV bedeuten und kann diese adhoc passieren (ohne HV)?
Hat man dann Anspruch auf die anteilige Dividende oder nur auf die Zinsen oder ist das abhängig vom jeweiligen Vertrag?

Zitat von arendts: Die Ausgleichszahlung ist ja vom OLG München um ca. 2/3 sehr deutlich angehoben worden (das Landgericht hatte nur den Abfindungsbetrag erhöht, die Ausgleichszahlung jedoch belassen). Von daher haben die MAN-Aktionäre auf absehbare Zeit eine angesichts des derzeitigen Zinsniveaus ganz ansehnliche "Garantiedividende" (so dass ich meine MAN-Aktien erst einmal behalten werde).

Wer andienen will, muss in der Tat berücksichtigen, dass der nunmehr ausgeurteilte Betrag für die Ausgleichszahlungen in etwa den sich ergebenden Zinsen entspricht.

Ich würde zunächst erst einmal die Nachzahlung der Ausgleichszahlungen für die letzten Jahre abwarten (die nach der nunmehr erfolgten Veröffentlichung relativ bald erfolgen sollte).
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.401.606 von SquishyLady am 08.08.18 16:20:46
Zitat von SquishyLady: Was würde denn eine Kündigung des BGAV bedeuten und kann diese adhoc passieren (ohne HV)?
Hat man dann Anspruch auf die anteilige Dividende oder nur auf die Zinsen oder ist das abhängig vom jeweiligen Vertrag?

#4584 und #4585 hatten wir es doch gerade erst davon.
Wieso sollte man im Fall einer Kündigung des Vertrags weiterhin Anspruch auf Zinsen oder Dividenden haben? Ob man jetzt nichts oder die 4,12% oder 5,4% Dividende für ein angebrochenes Geschäftsjahr im Fall einer Kündigung bekäme, ist doch marginal, so lange der Vertrag läuft.

Und eine Kündigung steht doch gar nicht zur Debatte, MAN soll doch zerlegt und umstrukturiert werden.
Bei Audi ist doch die Situation mit Beherrschungsvertrag seit Jahrzehnten, wieso sollte man dann bei MAN kündigen wollen, nachdem man gerade Millionen ind Abschluss des Vertrags und das Spruchverfahren "investiert" hat.
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Ups, was ist denn jetzt passiert? Also nochmal.

In Beitrag 4584 und 4585 hatten wir es doch gerade davon.

Ob es im Fall der Kündigung nichts oder 4,12% Zins oder 5,4% Ausgleich zeitanteilig gibt, ist ja außerdem auch marginal. Wieso soll es nichts geben?

Außerdem steht eine Kündigung doch gar nicht zur Debatte. MAN soll umstrukturiert fast zerschlagen werden und man het gerade erst in den Beherrschungsvertrag und das Spruchverfahren Unsummen "investiert". Bei Schwesterfirma Audi arbeitet man seit Jahrzehnten unter Beherrschungsvertrag. Einen Squeeze-out halte ich bei MAN noch zehnmal eher für denkbar, als eine Kündigung und selbst das mit Blick auf Audi für unwahrscheinlich, das hätte man ja bei Audi längst anstreben können, wenn das die Politik wäre.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.401.741 von honigbaer am 08.08.18 16:31:16Natürlich nicht weiterhin sondern nur bis zur Kündigung.
Die Frage ist grundsätzlicher Natur, auch wenn marginal bei MAN.
Komisch eben, dass MAN dann so niedrig notiert v.a. wenn man tatsächlich noch theroetisch zwei Monate nach Kündigung andienen könnte...

Zitat von honigbaer:
Zitat von SquishyLady: Was würde denn eine Kündigung des BGAV bedeuten und kann diese adhoc passieren (ohne HV)?
Hat man dann Anspruch auf die anteilige Dividende oder nur auf die Zinsen oder ist das abhängig vom jeweiligen Vertrag?

#4584 und #4585 hatten wir es doch gerade erst davon.
Wieso sollte man im Fall einer Kündigung des Vertrags weiterhin Anspruch auf Zinsen oder Dividenden haben? Ob man jetzt nichts oder die 4,12% oder 5,4% Dividende für ein angebrochenes Geschäftsjahr im Fall einer Kündigung bekäme, ist doch marginal, so lange der Vertrag läuft.

Und eine Kündigung steht doch gar nicht zur Debatte, MAN soll doch zerlegt und umstrukturiert werden.
Bei Audi ist doch die Situation mit Beherrschungsvertrag seit Jahrzehnten, wieso sollte man dann bei MAN kündigen wollen, nachdem man gerade Millionen ind Abschluss des Vertrags und das Spruchverfahren "investiert" hat.
Etex hatte doch bei Creaton gekündigt, vielleicht kann man da aus der Handhabung Schlüsse ziehen, wie die Handhabung im Allgemeinen ist, oder mal schauen, was im Vertrag steht.

Bei Man steht ja dann erstmal wegen des Spruchverfahrens die Barabfindung zu 90,29 plus dem Zinsbetrag ab Januar im Raum, da orientiert sich der Kurs vermutlich daran, und die hohe Ausgleichszahlung auf längere Sicht honoriert eben keiner. So schlecht ist VWs Bonität nicht, dass man da über 5% als normal betrachten müsste, auch wenn die Barabfindung dan in zwei Monaten erstmal wieder wegfällt und mangels Kündigung mutmaßlich nimmermehr auflebt. Aber wie gesagt, 1% weniger Rendite bei der Ausgleichszahlung in anderen Fällen, wie Stada, in denen das Spruchverfahren noch läuft, werden dann vielleicht als lukrativer betrachtet.

Und ganz nebenbei, wer will verhindern, dass VW zu Kursen unter 100 Euro an der Börse gemütlich über die Zeit aktien einsammelt? An einem hohen Kurs besteht seitens VW kein Interesse. Nochwas. Die Meinung von Allerthal im Fall Audi, dass sich grundsätzlich trotzdem der Aktienkurs am Cashflow orientieren sollte, statt an der Ausgleichszahlung, kommt am Markt glaub auch nicht immer an.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.402.365 von honigbaer am 08.08.18 17:24:09
Zitat von honigbaer: Nochwas. Die Meinung von Allerthal im Fall Audi, dass sich grundsätzlich trotzdem der Aktienkurs am Cashflow orientieren sollte, statt an der Ausgleichszahlung, kommt am Markt glaub auch nicht immer an.


Kann man das irgendwo nachlesen? Würde mich interessieren wie Allerthal das begründet. Hatte Audi immer wieder mal auf dem Schirm aber die Frage Ausgleichzahlung/Cashflow ist genau der Knackpunkt.
Vielleicht habe ich das hier aufgeschnappt
"01.06.2017 BÖRSE ONLINE: Value-Investor Scherzer kauft sich bei Audi ein"(Online nicht abrufbar)
Oder es stand im Nebenwertejournal.

Im Scherzer Geschäftsbericht seite 39 geht es auch um Audi.

Allerthal / Scherzer ist fast "aktivistisch" bei Audi:
https://boersengefluester.de/scherzer-co-offener-brief-an-au…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.404.459 von honigbaer am 08.08.18 21:23:59Danke für den Artikel! Die Passage aus dem GB kenne ich. Als Scherzer damals investiert hat habe ich mich darauf gefreut dass sie sich zum Case äußern. Allerdings ist der Case bei Scherzer leider sehr spärlich beschrieben. Sie erwähnen, dass Audi freiwillig zur Substanz von Audi beiträgt. Schaut man sich den offenen Brief an und die Passage im GB...

"Während im Zeitraum 1997 bis 2016 kumuliert 593,70 EUR
je Audi-Aktie an Volkswagen im Rahmen des BGAV abgeführt wurden, lag die kumulierte
usgleichszahlung an die Audi-Aktionäre in der gleichen Periode nur bei 35,64 EUR. "

... dann vermute ich, dass hier schon primär auf einen SO gepokert wird. Allerdings sehe ich bei VW nicht so recht Handlungsbedarf. Die üblichen Gründe, dass ein Börsenlisting und auch die damit einhergehenden Informationspflichten teuer sind greifen bei Audi eigentlich nicht, da diese Kosten in Relation zu den 140m Freefloat nicht so wild sind. Dafür spricht auch, dass sich seit etlichen Jahren nichts tut. Um jetzt zu entscheiden ob/wie stark man sich an Cashflow vs. Ausgleichzahlung orientiert bräuchte man eine gute Annahme über die Dauer, bis Bewegung reinkommt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.402.365 von honigbaer am 08.08.18 17:24:09Nochwas. Die Meinung von Allerthal im Fall Audi, dass sich grundsätzlich trotzdem der Aktienkurs am Cashflow orientieren sollte, statt an der Ausgleichszahlung, kommt am Markt glaub auch nicht immer an.

ich habe in 2013 von Audi die Zusendung einer Kopie des Vertragstextes zum BuG angefordert. Dieses Ersuchen ist mit der folgenden Begründung abgelehnt worden:

"Der Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag liegt dem Registergericht in Ingolstadt vor. Dort haben alle Aktionäre die Möglichkeit, Einsicht zu nehmen. Wir bitten Sie vor dem Hintergrund der Gleichbehandlung unserer Aktionäre, sich mit ihrem Anliegen dorthin zu wenden."

Da fühle ich mich wie ein Anleger eines Unternehmens aus einer Bananenrepublik behandelt.

Ich habe nicht beim Registergericht Einsicht in den Vertragstext genommen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.405.101 von Hiberna am 08.08.18 22:45:17In der HV verlesen lassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.402.365 von honigbaer am 08.08.18 17:24:09
Zitat von honigbaer: Bei Man steht ja dann erstmal wegen des Spruchverfahrens die Barabfindung zu 90,29 plus dem Zinsbetrag ab Januar im Raum, da orientiert sich der Kurs vermutlich daran, und die hohe Ausgleichszahlung auf längere Sicht honoriert eben keiner. So schlecht ist VWs Bonität nicht, dass man da über 5% als normal betrachten müsste, auch wenn die Barabfindung dan in zwei Monaten erstmal wieder wegfällt und mangels Kündigung mutmaßlich nimmermehr auflebt. Aber wie gesagt, 1% weniger Rendite bei der Ausgleichszahlung in anderen Fällen, wie Stada, in denen das Spruchverfahren noch läuft, werden dann vielleicht als lukrativer betrachtet.


Kurs MAN ist echt erstaunlich.
Da verkaufen wohl viele über die Börse weil da der Kurs noch höher steht als via Abfindung.
Aber warum verkaufen die überhaupt? Wird Zeit, dass da die Frist wieder abläuft.
Bei Kündigung BGAV und Andienung in 2 Monaten ist der Preis auch schon >93 (da warten die Geier bei den VZ).
Ich denke, das Ende der Andienungsmöglichkeite verändert doch die Konstellation und auf der anderen Seite hat VW natürlich ein Interesse, an einem Börsenkurs in der Nähe der Abfindung, da dann vielleicht doch einige andienen und man so die Pflicht, über Jahre die Garantiedividende zu zahlen, zumindest für die zurückgekauften Aktien umgeht. Eine Kündigung des Beherrschungsvertrags wird es nie geben.

(Sag niemals nie, den Film habe ich natürlich gesehen, kanne aber auch die Ritter, die Nie sagen, aus Die Ritter der Kokosnuss. Deshalb "Wir werden nie aufhören, Nie zu euch zu sagen, wenn ihr uns nicht beschwichtigt.")
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.419.816 von honigbaer am 10.08.18 13:41:34
Zitat von honigbaer: Ich denke, das Ende der Andienungsmöglichkeite verändert doch die Konstellation und auf der anderen Seite hat VW natürlich ein Interesse, an einem Börsenkurs in der Nähe der Abfindung, da dann vielleicht doch einige andienen und man so die Pflicht, über Jahre die Garantiedividende zu zahlen, zumindest für die zurückgekauften Aktien umgeht. Eine Kündigung des Beherrschungsvertrags wird es nie geben.

(Sag niemals nie, den Film habe ich natürlich gesehen, kanne aber auch die Ritter, die Nie sagen, aus Die Ritter der Kokosnuss. Deshalb "Wir werden nie aufhören, Nie zu euch zu sagen, wenn ihr uns nicht beschwichtigt.")


NIE!

VZ 93,39 ist fast schon auf Worst Case Buy Back Niveau Preis zwei Monate nach Kündigung (mit Kündigung frühestens zum Ablauf der aktuellen Frist zum 6.10.2018) mit 93,13.
Also bei ca. 1 Cent / Tag Zinsen ist man vor Kosten nach nicht mal einem zusätzlichen Monat Break Even.


Alles ohne Gewähr
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.420.182 von SquishyLady am 10.08.18 14:13:45
Zitat von SquishyLady: VZ 93,39 ist fast schon auf Worst Case Buy Back Niveau Preis zwei Monate nach Kündigung (mit Kündigung frühestens zum Ablauf der aktuellen Frist zum 6.10.2018) mit 93,13.
Also bei ca. 1 Cent / Tag Zinsen ist man vor Kosten nach nicht mal einem zusätzlichen Monat Break Even.


Die Rechnung ist falsch.
93,13 sind es zum Ablauf der aktuellen Andienungsfrist.
Worst Case + 2 Monate oder 60 Cent = 93,7 also aktuell schon billiger zu haben!

Ohne Gewähr
Die Rechnung ist doch ohne Kündigung die gleiche, man kann doch jetzt noch zwei Monate andienen und bekommt z.B. bei Andienung am 30.09.2018 93,08 Euro (90,29 + 2,79 Zinsen). 5,10 Euro Garantiedividende etwa 9 Monate später bekommt man aber nur, wenn man Aktionär bleibt und die Abfindung nicht annimmt. Nur dann hat man eben nicht die Garantie, dass man künftig jederzeit an VW verkaufen kann und das ist eine langfristige Sache.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.420.362 von honigbaer am 10.08.18 14:30:15Wenn man nicht andient, dann trägt man das Zinsändeungsrisiko, denn der Kzurs wird maßgeblich vom Basiszinssatz bestimmt. Das wird von den Gerichten nie berücksichtigt.

Wenn der Basiszinssatz auf 5 % steigen sollte, dann ist verglichen damit die jährliche Ausgleichszahlung ziemlich niedrig. Das spricht dann für fallende Kurse. Gut, wenn der Basiszinssatz fällt, dann könnte der Kurs auch steigen. Damit würde ich aber nicht rechnen. In der Regel werde ich in solchen Fällen nicht halten.

Abgesichert wäre man nur dann, wenn eine variable Zahlung geleistet werden müsste, das Gericht also Basiszinssatz + x % (für den Unternehmenswert) festgelegt hätte.
Du gehörst als auch zu jenen, die die Garantiedividendenwerte, zumindest jene mit laufendem Spruchverfahren, als Floater betrachten, zum Schutz vor steigenden Zinsen?

Das ist aber ganz schön "old school", ich vermute im Nullzinsumfeld, das uns seit Jahren verordnet ist, denken die wenigsten so. MAN wäre dann wohl nur noch in Verbindung mit einem Bausparvertrag interessant, der bei steigenden Zinsen dann einen zinsgünstigen Darlehensanspruch verspricht.

Ich sehe da eher 5,6% Ausgleichszahlung in Relation zu 2,3% Rendite, die VW Anleihen mit mehr als 10 Jahren Laufzeit bringen. Man kann auch so argumentieren, dass es bei MAN keine Phantasie auf Erhöhung der Ausgleichszahlung gibt, die einem ja bei anderen Werten mit Garantiedividende je nach Ausgang des Spruchverfahrens noch zustehen könnte. Insoweit sind die 5,6% bei MAN vielleicht wirklich kaum besser, als 1% weniger bei Stada mit laufender Andienungsmöglichkeit dort. Nur verrät der Blick auf Diebold Nixdorf ja, dass die Bonität des Hauptaktionärs auch eine Rolle spielen kann.
Betrifft AXA Konzern

Des Weiteren interessierte sich Dr. Landrock dafür, ob bei Spruchverfahren, die für die Allerthal-Werke von Bedeutung sind, in Bälde Entscheidungen zu erwarten sind. Derzeit gibt es solche Entwicklungen laut Herrn Schneider nicht. Insbesondere im Fall des Spruchstellenverfahrens beim AXA Konzern haben sich seit der Vorlage des Gutachtens noch keine weiteren Erkenntnisse ergeben. Sofern es relevante Sachverhalte zu berichten gäbe, würde dies mutmaßlich auch ad-hoc-pflichtig sein und dann entsprechenden vermeldet werden. Im Fall der HVB Spruchstelle steht derzeit eine Nachbesserung von 8 Prozent im Raum, eine aus Vorstandssicht eher enttäuschende Größenordnung. Das Spruchverfahren in Sachen Dresdner Bank befindet sich derzeit in der zweiten Instanz. Als Enttäuschung bewertete der Vorstand den Ausgang des Spruchverfahrens bei der Vodafone Deutschland AG, der früheren Mannesmann AG, das unlängst vom OLG Düsseldorf ohne Nachbesserung rechtskräftig entschieden worden ist. Hier habe man viel Arbeit investiert, und er sei auch davon überzeugt gewesen, dass etwas dabei herauskommen wird.
Quelle:http://www.gsc-research.de/gsc/research/hv_berichte/detailan…

Immer noch nichts Neues? Wo stockt es denn und kennt jemand den Zeitplan?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.460.200 von Andrija am 16.08.18 09:27:47Der Zeitplan war hier ja die geringste Sorge. Dass das mit dem umfangreichen Gutachten noch länger geht vor dem LG Köln, ist nicht so überraschend, und in das OLG Düsseldorf fehlt ja das Vertrauen. In der zweiten Instanz können dann auch nochmal zwei Jahre vergehen. Nur wenn das Gutachten so viel höher liegt, ist wohl ein Verglaich auch wenig wahrscheinlich. Im Nachhinein betrachtet wurden mit den ad hocs zum Wertgutachten damals hohe Erwartungen geweckt.

Im dankenswerter Weise verlinkten Allerthalbericht ist ja auch zu lesen, dass sich verschiedene Redner mit der Frage befassten, inwieweit das Geschäftsmodell mit den Nachbesserungsrechten auch in Zukunft noch funktionieren wird.

Wobei mir das Geschäftsmodell weniger Sorge bereitet, sondern vielmehr die Auswirkungen auf die kleinen Aktiengesellschaften im Allgemeinen. Wie soll man denn noch in die Nebenwerte mit geringem Streubesitz investieren, wenn alles durch Delisting und geringe Wertgutachten beim Börsenrückzug bedroht ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.419.816 von honigbaer am 10.08.18 13:41:34
Zitat von honigbaer: Eine Kündigung des Beherrschungsvertrags wird es nie geben.

(Sag niemals nie, den Film habe ich natürlich gesehen, kanne aber auch die Ritter, die Nie sagen, aus Die Ritter der Kokosnuss. Deshalb "Wir werden nie aufhören, Nie zu euch zu sagen, wenn ihr uns nicht beschwichtigt.")


Tja, so schnell kanns gehen!
13 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.498.449 von SquishyLady am 21.08.18 15:23:58
Zitat von SquishyLady:
Zitat von honigbaer: Eine Kündigung des Beherrschungsvertrags wird es nie geben.

(Sag niemals nie, den Film habe ich natürlich gesehen, kanne aber auch die Ritter, die Nie sagen, aus Die Ritter der Kokosnuss. Deshalb "Wir werden nie aufhören, Nie zu euch zu sagen, wenn ihr uns nicht beschwichtigt.")


Tja, so schnell kanns gehen!


Ich frage mich jetzt was hat der Termin "mit Wirkung zum 1. Januar 2019" für eine Relevanz?
Interessant doch eigentlich nur Eintragung im Handelsregister + 2 Monate für die Zinsen, oder?
MK Kliniken: HV 2.0
Bei MK Kliniken gibt es eine außerordentliche HV. So wie es aussieht, wurde die ordentliche HV erfolgreich angefochten bzw. es dauert dem Hernn Marseille zu lange bis über den Widerspruch geurteilt wird.

Wenn ich nicht schon so viele Stücke hätte, würde ich durchaus zu den jetzigen Kursen noch zukaufen. Der innere Wert dürfte über 100% höher sein und man hat einen Großaktionär, der mittlerweile jedes Register zieht, um vollständig zu übernehmen.

Aber immer daran denken, wer kaufen möchte, muss die KE schultern können. Sonst schießt man sich gehörig ins Knie.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.498.449 von SquishyLady am 21.08.18 15:23:58
Zitat von SquishyLady: Tja, so schnell kanns gehen!


Habe es auch mit Überraschung zur Kenntnis genommen.
Sehr ambitioniert von VW, den Umbau ohne Beherrschungsvertrag vorantreiben zu wollen, oder will man den Vertrag nur dann billiger neu abschließen, aber gesunken ist der Cashflow ja in den letzten Jahren auch nicht direkt, wieso sollte es billiger werden? Oder hofft man, nun gleich genug Aktien für einen Squeeze-out einzusammeln?

Ohne Garantiedividende ist dann allerdings die Phantasie aus dem Kurs raus, bis auf die 90,29 plus Zinsen ab Anfang 2018. Will man die Zahlung der Garantiedividende in 2019 abwarten, läuft man schon Gefahr, dass der Kurs fällt. (Die Eintragung ins Handelsregister dürfte die Beendigung des Vertrags höchstens minimal hinauszögern und 4,12% Zins ist nun auch nicht so spektakulär, dass es da auf jeden Monat ankäme, in dem man das noch kriegen kann.)

"Sag niemals nie" kam ja noch zufällig am selben Tag Tag im Fernsehen, als wir es davon hatten. Das habe ich erst gemerkt, als ich am Abend mit dem abendessen Schnitzel und Brokkoli eingeschaltet habe. Was für ein Zufall - Brokkoli zu einem Bond Film, weil doch Albert und Barbara Broccoli die Filme produzierten. Und das jetzt der Beherrschungsvertrag gekündigt wird, auch so ein mords Zufall.
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Von SpruchZ:

MAN SE: Kündigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der MAN SE durch die Volkswagen Truck & Bus AG gemäß § 304 Abs. 4 AktG mit Wirkung zum 01. Januar 2019, 0:00 Uhr

Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014

Dem Vorstand der MAN SE wurde mittgeteilt, dass der Vorstand der Volkswagen Truck & Bus AG in seiner Sitzung am 21. August 2018 entschieden hat, den am 26. April 2013 zwischen der Volkswagen Truck & Bus AG und der MAN SE geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß § 304 Abs. 4 AktG mit Wirkung zum 01 Januar 2019, 0:00 Uhr zu kündigen.

Im Anschluss an die Bekanntmachung der Eintragung der Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ins Handelsregister der MAN SE Anfang des Jahres 2019 haben die außenstehenden Aktionäre der MAN SE nach den Bestimmungen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages das Recht, ihre Aktien in einem Zeitraum von zwei Monaten zum Barabfindungspreis von EUR 90,29 der Volkswagen Truck & Bus AG anzudienen.

München, den 21. August 2018

MAN SE
Der Vorstand
The Executive Board

……..

D.h. die Eintragung soll/wird erst 2019 erfolgen???
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.498.797 von honigbaer am 21.08.18 15:53:27
Zitat von honigbaer:
Zitat von SquishyLady: Tja, so schnell kanns gehen!


Habe es auch mit Überraschung zur Kenntnis genommen.
Sehr ambitioniert von VW, den Umbau ohne Beherrschungsvertrag vorantreiben zu wollen, oder will man den Vertrag nur dann billiger neu abschließen, aber gesunken ist der Cashflow ja in den letzten Jahren auch nicht direkt, wieso sollte es billiger werden? Oder hofft man, nun gleich genug Aktien für einen Squeeze-out einzusammeln?

Ohne Garantiedividende ist dann allerdings die Phantasie aus dem Kurs raus, bis auf die 90,29 plus Zinsen ab Anfang 2018. Will man die Zahlung der Garantiedividende in 2019 abwarten, läuft man schon Gefahr, dass der Kurs fällt. (Die Eintragung ins Handelsregister dürfte die Beendigung des Vertrags höchstens minimal hinauszögern und 4,12% Zins ist nun auch nicht so spektakulär, dass es da auf jeden Monat ankäme, in dem man das noch kriegen kann.)

"Sag niemals nie" kam ja noch zufällig am selben Tag Tag im Fernsehen, als wir es davon hatten. Das habe ich erst gemerkt, als ich am Abend mit dem abendessen Schnitzel und Brokkoli eingeschaltet habe. Was für ein Zufall - Brokkoli zu einem Bond Film, weil doch Albert und Barbara Broccoli die Filme produzierten. Und das jetzt der Beherrschungsvertrag gekündigt wird, auch so ein mords Zufall.


Ich kann ja teilweise recht gut nachvollziehen, warum man kündigt. Deshalb habe ich schon seit einiger Zeit keine Aktien mehr. Alleridngs könnte das in der Tat nach hinten losgehen, wenn der Kurs der MAN stärker nachgibt. Der Wert der Mutter zum Börsengang hebt sich dann sicher auch nicht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.498.797 von honigbaer am 21.08.18 15:53:27
Zitat von honigbaer:
Zitat von SquishyLady: Tja, so schnell kanns gehen!


Habe es auch mit Überraschung zur Kenntnis genommen.
Sehr ambitioniert von VW, den Umbau ohne Beherrschungsvertrag vorantreiben zu wollen, oder will man den Vertrag nur dann billiger neu abschließen, aber gesunken ist der Cashflow ja in den letzten Jahren auch nicht direkt, wieso sollte es billiger werden? Oder hofft man, nun gleich genug Aktien für einen Squeeze-out einzusammeln?

Ohne Garantiedividende ist dann allerdings die Phantasie aus dem Kurs raus, bis auf die 90,29 plus Zinsen ab Anfang 2018. Will man die Zahlung der Garantiedividende in 2019 abwarten, läuft man schon Gefahr, dass der Kurs fällt. (Die Eintragung ins Handelsregister dürfte die Beendigung des Vertrags höchstens minimal hinauszögern und 4,12% Zins ist nun auch nicht so spektakulär, dass es da auf jeden Monat ankäme, in dem man das noch kriegen kann.)

"Sag niemals nie" kam ja noch zufällig am selben Tag Tag im Fernsehen, als wir es davon hatten. Das habe ich erst gemerkt, als ich am Abend mit dem abendessen Schnitzel und Brokkoli eingeschaltet habe. Was für ein Zufall - Brokkoli zu einem Bond Film, weil doch Albert und Barbara Broccoli die Filme produzierten. Und das jetzt der Beherrschungsvertrag gekündigt wird, auch so ein mords Zufall.


Dein Fehler ist (wie bei Sinner auch), dass du das Beherrschen in der Vordergrund stellst. Berherrschen kann man aber als Großaktionär auch ohne Vertrag. Und beim Gewinne abführen muss man halt nach der Rendite fragen. Und MAN bringt nicht die Rendite, die 5,x Euro pro Aktie rechtfertigen.

Die ganzen Experten ala EFS haben in dem Prozess eben die Zukunftsaussichten zu schön dargestellt.

Dazu ist es auch ein cleverer Schachzug. Sie werden die meisten VZ-Aktien angedient bekommen. Wer die bei 93,x derzeit nicht verkauft ist naiv. Halten kann man sie nach 1.1. nicht mehr. Und Abfindung + Zins steht derzeit irgendwo bei 91,50 Euro.

Die Scherzers und EFS bezahlen jetzt den Nachschlag von 2,03 Euro/Jahr mit Verkaufen zu 90,x Euro
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.498.941 von straßenköter am 21.08.18 16:04:46Weil die Garantiedividende nun so hoch ausfällt? Oder gibt es da noch andere nachvollziehbare Gründe.
Beim Börsengang des neuen Konzerns kann man das glaub in einer Gesamtbilanz so hinrechnen, wie man es braucht. Doppeltes Eigenkapital und einfacher Umsatz sind ja auch nicht so unplausible Bewertungsrelationen, dass man da zur UNtermauerung auf einen hohen MAN Aktienkurs angewiesen wäre, zumal ja sowieso ein ganz anderes Konstrukt als IPO angeboten werden soll. Und schlimmstenfalls kann man immer noch den Kurs stützen, indem man alles aufkauft, wenn Aktien bei 80 Euro oder darunter verkauft an der Börse angeboten würden.
Wenn es überhaupt dazu kommt, nachdem man ja jetzt und demnächst erstmal so grob 94 Euro als Abfindung anbietet, inklusive Zinsen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.067 von cd-kunde am 21.08.18 16:15:47
Zitat von cd-kunde: Und Abfindung + Zins steht derzeit irgendwo bei 91,50 Euro.


Heute + 2 Monate definitiv schon >93
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.124 von honigbaer am 21.08.18 16:19:33Zum einen ist die Ausgleichszahlung zu teuer, zum anderen besteht die Chance, über das Tendern mehr Stücke an MAN zu erhalten. Dafür müsste man den Kurs die nächsten zwei Monate nur Richtung 92€ oder tiefer bekommen, so dass Tendern wirtschaftlich sinnvoller ist als über die Börse zu verkaufen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.172 von SquishyLady am 21.08.18 16:24:27
Zitat von SquishyLady:
Zitat von cd-kunde: Und Abfindung + Zins steht derzeit irgendwo bei 91,50 Euro.


Heute + 2 Monate definitiv schon >93


Was willst du mit heute + 2 Monaten?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.229 von cd-kunde am 21.08.18 16:29:56
Zitat von cd-kunde:
Zitat von SquishyLady: ...

Heute + 2 Monate definitiv schon >93


Was willst du mit heute + 2 Monaten?


Round About 90,29 + 2,3 wenn Du heute tenderst. + 60 Cent in zwei Monaten (+X je nach Dauer der Eintragung).
Außerdem keine Transaktionskosten.

Ich kassiere lieber 4,X% "risikofrei" von VW bis zwei Monate nach Eintragung der Kündigung ins Handelsregister als das Cash irgendwo rumgammeln zu lassen.

Wo kommen Deine 91,5 her?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.277 von SquishyLady am 21.08.18 16:34:47
Zitat von SquishyLady:
Zitat von cd-kunde: ...

Was willst du mit heute + 2 Monaten?


Round About 90,29 + 2,3 wenn Du heute tenderst. + 60 Cent in zwei Monaten (+X je nach Dauer der Eintragung).
Außerdem keine Transaktionskosten.

Ich kassiere lieber 4,X% "risikofrei" von VW bis zwei Monate nach Eintragung der Kündigung ins Handelsregister als das Cash irgendwo rumgammeln zu lassen.

Wo kommen Deine 91,5 her?


Flasche Annahme. Hab den letzten HV--Termin genommen.

Trotzdem ist Halten Quatsch: 90,29 + 2,9 ==> 93,19 Das kannst dir jetzt schon abholen. Und vorhin gab es noch 20-30 Cent problemlos mehr.

Die VZ sind m.E. sinnlos zu halten. Bei den ST wird es halt interessant wie viele sie bekommen. Vllt. sind sie ja dann im SO-Bereich.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.412 von cd-kunde am 21.08.18 16:44:39Für einen Squeeze Out braucht man 90 bzw. 95% vom Grundkapital. Insofern sind die Vz genauso wiechtig wie die Stämme.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.484 von straßenköter am 21.08.18 16:50:50
Zitat von straßenköter: Für einen Squeeze Out braucht man 90 bzw. 95% vom Grundkapital. Insofern sind die Vz genauso wiechtig wie die Stämme.


Die VZ bekommen sie aber eh. Wer kann sich da halten leisten? Das ist ein potenzieller Verlust von 30-50%
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.499.181 von straßenköter am 21.08.18 16:25:09
Zitat von straßenköter: Zum einen ist die Ausgleichszahlung zu teuer, zum anderen besteht die Chance, über das Tendern mehr Stücke an MAN zu erhalten. Dafür müsste man den Kurs die nächsten zwei Monate nur Richtung 92€ oder tiefer bekommen, so dass Tendern wirtschaftlich sinnvoller ist als über die Börse zu verkaufen.


Also ich würde sagen, in der Konstellation einer wegfallenden Ausgleichszahlung und einer wegfallenden Andienungsmöglichkeit, dürfte der aktuelle Börsenurs für die Entscheidung nicht unbedingt ausschlaggebend sein. Da wird vielen die Perpektive fehlen und ein drohender Kursverfallnötigt fast zur Annahme der Abfindung.

Zitat von SquishyLady: .
Ich kassiere lieber 4,X% "risikofrei" von VW bis zwei Monate nach Eintragung der Kündigung ins Handelsregister als das Cash irgendwo rumgammeln zu lassen.
...


Das sind aber sehr bescheidene Renditeansprüche.
Es gibt ja andere Aktien mit Garantiedividende und laufendem Spruchverfahren, bei denen sich eine größere Phantasie ergibt. (Dann vielleicht lieber Innogy?)

Es sei denn natürlich, man hätte die Erwartung, dass letztlich doch wieder ein Beherrschungsvertrag bei MAN geschlossen wird.

Natürlich steht die Beherrschung im Vordergrund. Sonst bräuchte es ja keine Beherrschungsverträge. Gerade wenn es nicht so rund läuft, bei schwachen Erträgen, will man die volle Verlustverrechnung und Kreditwürdigkeit der verbundenen Unternehmen.
Nachzahlung MAN-Ausgleichszahlung
Bezüglich der Nachzahlung habe ich eine Frage. Meine Depotbank Consors hat mir heute die Nachbesserung für das Jahr 2015 gut geschrieben. Allerdings habe ich die Aktie zum Zeitpunkt der HV in 2014 auch schon besessen. Für das Jahr 2014 habe ich keine Nachbesserung bekommen, obwohl der Beherrschungsvertrag bereits in 2013 geschlossen wurde. Von Seiten Consors wurde mir mitgeteilt, dass sie vom Datenlieferanten WM nur die Nachbesserungsmitteilung über die Jahre 2015-2018 erhalten haben.

Wie ist das bei Euch?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.505.229 von straßenköter am 22.08.18 09:53:19Hallo Straßenköter,

ING DIBA hat mir bis jetzt jeden Tag ein Jahr gutgeschrieben.

Montag für 2018 und 2017
gestern für 2016
und heute für 2015

hoffe morgen kommt dann die Nachzahlung für 2014...

Comdirect hat mir bis jetzt nur die Rechte eingebucht.

Gruß I@w
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.512.291 von Investor@work am 22.08.18 22:42:28
Zitat von Investor@work: Hallo Straßenköter,

ING DIBA hat mir bis jetzt jeden Tag ein Jahr gutgeschrieben.

Montag für 2018 und 2017
gestern für 2016
und heute für 2015

hoffe morgen kommt dann die Nachzahlung für 2014...

Comdirect hat mir bis jetzt nur die Rechte eingebucht.

Gruß I@w


Auf 2014 wirst Du lange warten können, denn bei MAN sieht man sich für das Jahr nicht in der Pflicht, weil hier keine Gewinnabführung stattfand und aus Sicht der MAN die reine Beherrschung nicht für eine Zahlungsverpflichtung ausreicht. Deshalb beinhalten die WM Daten auch nicht die Dividendenerhöhung für die im Jahr 2014 gezahlte Dividende.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.512.342 von straßenköter am 22.08.18 22:52:03Stimmt bin durch das DivJ und GJ durcheinander gekommen.
Bei der Comdirect sind die BZR für die GJ 14/15/16/17 eingebucht
Zahlungen ware somit bei der DIBA für DivJ 15/16/17/18
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.512.384 von Investor@work am 22.08.18 22:58:19Hat schon jemand die Nachzahlung auf die Barabfindung bekommen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.505.229 von straßenköter am 22.08.18 09:53:19S Broker und Comdirect beide alle 4 Zahlungen auf einmal gebucht mit Valuta 20.08.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.513.041 von AMFG14 am 23.08.18 06:18:50Welche Jahre sind dss konkret? Also in Bezug auf den HV Zeitpunkt?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.513.158 von straßenköter am 23.08.18 07:01:15Dividende von 01.01.14-31.12.17
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.513.185 von AMFG14 am 23.08.18 07:07:48Hat sich schon jemand mit der Rütgers Nachbesserung beschäftigt? Ist es sinvoll für Aktionäre die mit der Squeeze-out Barabfindung in Höhe von 310,00 EUR (ggfs. zzgl. Zinsen) ausgeschieden sind (Squeeze-out), die Wahlmöglichkeit für ein erhöhtes Barabfindungsangebot in Höhe von 330,63 EUR je Aktie zzgl. Zinsen anzunehmen? Der Spatz in der Hand ist ja oft besser als die Taube auf dem Dach.

Hier der Hinweis von http://spruchverfahren.blogspot.com/:

Wahlrecht für ehemalige Aktionäre der RÜTGERS AG
Mitteilung meiner Depotbank:

Am 02.08.2018 wurde im Bundesanzeiger eine Bekanntmachung über die Beendigung des Spruchverfahrens betreffend die Überprüfung der Angemessenheit von Ausgleich und Barabfindung im Zusammenhang mit dem im Jahre 1999 zwischen der damaligen RÜTGERS AG (inzwischen formwechselnd umgewandelt in die RÜTGERS GmbH) und der damaligen RB Verwaltungsgesellschaft für den über die Beteiligung an der Rütgerswerke mbH (inzwischen firmierend als RBV Verwaltungs-GmbH) abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag veröffentlicht.

Gemäß der vorgenannten Bekanntmachung besteht für Sie als ehemaliger Minderheitsaktionär der RÜTGERS Aktiengesellschaft, der aufgrund der am 08.07.2003 erfolgten Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister der RÜTGERS AG beim Amtsgericht Essen gegen Zahlung der Squeeze-out Barabfindung in Höhe von 310,00 EUR (ggfs. zzgl. Zinsen) ausgeschieden ist (Squeeze-out), die Wahlmöglichkeit ein erhöhtes Barabfindungsangebot in Höhe von 330,63 EUR je Aktie zzgl. Zinsen anzunehmen.

Sollten Sie als ehemaliger Minderheitsaktionär das erhöhte Barabfindungsangebot annehmen, erlischt Ihr Anspruch auf eine etwaige Nachzahlung auf die Squeeze-out Barabfindung, die derzeit in einem gerichtlichen Spruchverfahren vor dem Landgericht Dortmund (Az. 20 O 513/03 [AktE]) geprüft wird.

Wertpapiername: RUETGERS AG
WKN: 707200

Diese und alle weiteren Details zum erhöhten Barabfindungsangebot können Sie jederzeit im Auszug aus dem Bundesanzeiger vom 02.08.2018 nachlesen. (...)

_______
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Steht bei Dieblod Nixdorf AG der Squeeze Out bevor?
Gestern meldete die Mutter Diebold Inc., eine vorläufige Einigung über weitere Kreditlinien mit 2 institutionellen Investoren über 650 MUSD erzielt zu haben. Interessant ist der Verwendungszweck der Mittel, u.a. der Kauf der "remaining shares of Diebold Nixdorf AG".
Nach der Einreichungsorgie im August und unter Berücksichtigung eigener Aktien der AG, hält Diebold Inc. bereits über 90% aller Aktien. Die zur Beherrschung zwischengeschaltete Gesellschaft hat als KGaA bereits eine Rechtsform, die mit der aktuellen Beteiligungshöhe einen verschmelzungsrechtlichen SO erlauben würde.

Das Insolvenzrisiko der Inc. wäre im Falle des SO durch eine Bankbürgschaft ausgeschlossen; das schließt m.W. allerdings Nachbesserungen im Rahmen der Spruchstelle nicht ein. Die AG ist ohne Streubesitz vermutlich besser zu veräußern. Eine Veräußerung würde wegen der damit einhergehenen Stabilisierung der Mutter auch das Spruchverfahren deutlich entspannter gestalten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.552.031 von Quidam_Mark am 28.08.18 15:39:18Danach sieht es aus. Ich kann jetzt aber nicht erkennen, warum man mehr als den jetzigen Kurs sehen sollte. Da kaufe ich mich doch lieber bei Zapf Creation, Clere oder innogy weiter ein.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.552.181 von straßenköter am 28.08.18 15:56:44Die 3 Werte sind nicht die schlechteste Wahl. ... Wobei bei Clere das so ne Sache ist mit den "interessanten Investoren". Bei Zapf muss man auf das Geld aufpassen ...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.553.513 von 525700 am 28.08.18 18:15:58
MAN SE Ausgleich 2013
Die Abfindungsnachbesserung MAN SE ist bereits ausgezahlt worden.
Nicht nachgebessert wurde das Jahr 2013.
Begründet wird das damit das 2013 der Beherrschungsvertrag eingetragen worden ist
und der Gewinnabführungsvertrag erst ab dem 01.01.2014 gilt.

Das sich da keiner aufregt überrascht mich ein wenig.
Im Unternehmensvertrag Punkt 4.7 ist doch geregelt,
dass eine Nachbesserung auch 2013 umfasst.
Im OLG Urteil wurde auch keine Unterscheidung vorgenommen.

Versucht uns VW gerade um rund 70 Mio. EUR zu bescheißen?

Valuedeal
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.640.076 von valuedeal am 07.09.18 10:21:13
Zitat von valuedeal: Versucht uns VW gerade um rund 70 Mio. EUR zu bescheißen?

Valuedeal

Das werden vermutlich Gerichte entscheiden müssen.

Viel relevanter aktuell ist aber, dass es für das Andienungsfenster bzgl. der Kündigung des BGAV (vermutlich ab Januar) KEINE Verzinsung geben soll.
"Eine Verzinsung dieses Abfindungsbetrags im Sinne von Ziffer 5.6 des BGAV ist weder gesetzlich geboten noch vertraglich vorgesehen." schreibt MAN IR!
Danke für den Hinweis. Umso mehr drängt sich dann eine Annahme der Barabfindung auf Basis der Entscheidung im Spruchverfahren auf, die noch zwei Monate seit der Veröffenlichung vom 06.08.2018 gerechnet möglich ist. Auch wenn die letztmaligee Zahlung der Ausgleichszahlung für 2018 in 2019 sicher sein sollte, wenn man die erhalten will, hat man dann jedenfalls keine Andienungsmöglichkeit mehr.

Wenn es im späteren Andienungsfenster 3% weniger gibt, ist immerhin das Risiko insoweit begrenzt. Ein Durchhalten bis dahin lohnt sich dann, wenn man erwartet, dass vielleicht zwischenzeitlich schon eine konkrete Aussicht auf neue Strukturmaßnahmen aufgrund des geplanten Börsengangs oder Squeeze-outs aufgrund einer hohen Andienungsquote besteht.
Ich habe soeben ein erhöhtes Abfindungsangebot der Ruetgers AG (ursprünglich WKN 707200, jetzt 0QAF26), als sog. "Nachb. Wahlrecht Squeeze-out" bekommen: 20,36 & Zinsen. Der Gewinnabführungsvertrag wurde wohl nachgebessert. Eine Entscheidung zum Sqeeze-out ist zeitlich nicht absehbar.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.545.572 von cade am 27.08.18 20:02:23In Beitrag #4.636 hatte Cade bereits auf die Wahlmöglichkeit hingewiesen, sollte man aber davon Gebrauch machen, verliert man den Anspruch auf die Nachbesserung zum Squeeze-out, die natürlich auch höher ausfallen kann. Nicht abshebar ist vor Gericht alles, aber nach fast 20 Jahren Dauer und einer Entscheidung zum Beherrschungsvertrag, muss man da nicht auf der Zielgeraden die Flinte ins Korn werfen.

Die Nachbesserung zum Beherrschungsvertrag und auch die Ausgleichzahlung wurde um 49,42 bzw 2,80 erhöht, siehe Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 02.08.2018.

Zitat von cade: ....
Sollten Sie als ehemaliger Minderheitsaktionär das erhöhte Barabfindungsangebot annehmen, erlischt Ihr Anspruch auf eine etwaige Nachzahlung auf die Squeeze-out Barabfindung, die derzeit in einem gerichtlichen Spruchverfahren vor dem Landgericht Dortmund (Az. 20 O 513/03 [AktE]) geprüft wird.
...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.663.323 von honigbaer am 10.09.18 19:02:32Bei der SDK ist für Mitglieder der Verlauf des SO-Verfahrens abrufbar.
Der gerichtlich bestellte Sachverständige Herr Wahlscheidt kommt zu einem Wert, der unter der ursprünglichen SO-Abfindung in Höhe von 310 € liegt...
Ich habe da jetzt auch reingeschaut, aber ist dieses Gutachten nicht mit einem weit neben der Spur liegenden Diskontierungszinssatz gerechnet, so dass der Streit in diesem Verfahren noch weiter geht? Aber stimmt schon, vielleicht muss man dann doch abwägen und die Gefahr, dass es keine Erhöhung gibt, ist gegeben. 20,36 Euro sind andererseits auch nur 6%.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.665.801 von honigbaer am 10.09.18 23:41:10Danke für die Hinweise zur Rütgersabfindung. Aufgrund der langen Verfahrensdauer müsste sich der Betrag durch die Zinszahlung ja nochmals verdoppeln wenn ich das richtig überschlagen habe.
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