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Wann ist eine Zusatz-Pflegeversicherung sinnvoll?

Die Pflegebedürftigkeit im Alter ist ein Thema, das für alle Bürger an Bedeutung zunimmt. Nur wer über die richtigen Zusatzversicherungen verfügt, kann von einer ausreichenden Absicherung im Alter ausgehen.

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Foto: © Rainer Sturm / http://www.pixelio.de

Die Pflegeversicherung gehört zu den Sozialversicherungen und leistet im Falle der Pflegebedürftigkeit des Versicherten. Zu unterscheiden sind die gesetzliche und die private Pflegeversicherung sowie die Pflegezusatzversicherung. Die Pflegeversicherung bildet neben Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung die fünfte Säule der Sozialversicherungen. Falls es zum Pflegefall kommen sollte, wird die Hilfe in Form eines Pflegegeldes gezahlt. Bei vielen Pflegefällen ist es aber so, dass diese Pflegesätze nicht ausreichen und man eigentlich auf zusätzliche Unterstützung angewiesen wäre. Damit man nun auch in solchen Fällen abgesichert ist, sollte man sich Gedanken machen über eine Pflegezusatzversicherung.

Die größte Herausforderung für die Pflegekassen ist sicherlich die steigende Lebenserwartung. Die Finanzierungsanforderungen für eine angemessene Pflege im Alter nehmen also beständig zu, sodass eine zusätzliche Versicherung als eine sinnvolle Option erscheint. Falls eine Person auf die Pflegestufe III angewiesen sein sollte, stellt sich zusätzlich das Problem, dass eine finanzielle Belastung auf die Angehörigen und Kinder zukommen könnte oder dass der Versicherte dazu gezwungen wird, seine Ersparnisse für die Pflegekosten aufzubrauchen. Eine Kostenbelastung, die über den gesetzlichen Pflegeleistungen liegt, kann sich sowohl bei der stationären als auch bei der ambulanten Pflege ergeben.

Vereinbart werden kann entweder eine Pflegetagegeldversicherung oder ein Pflegekostentarif. Bei der Pflegetagegeldversicherung wird für jeden Tag während der Pflegebedürftigkeit ein fixer Geldbetrag gezahlt. Über den monatlich ausgezahlten Betrag kann frei verfügt werden. Der Pflegekostentarif erhöht wiederum die gesetzlichen Leistungen der Pflegeversicherung um einen bestimmten Prozentsatz.

Da die Höhe der Beiträge zu dieser Art von Versicherung im Wesentlichen vom Alter des Versicherungsnehmers abhängt, empfiehlt sich der Abschluss noch in jungen Jahren. Bei der privaten Vorsorge kann in der Regel auch schneller auf die Leistungen zugegriffen werden und die bürokratischen Hürden sind niedriger.