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Brunnen bohren – wenn sich Wasser in der Tiefe findet

Einen Brunnen bohren – kein Problem. Aber erst einmal muss eine behördliche Genehmigung der Wasserentnahme beschafft werden und dann sollte man sicher sein, dass man in akzeptabler Tiefe auch auf Wasser trifft.

In manchen Gegenden Deutschlands, in den Flusstälern, ist der Grundwasserspiegel so hoch, dass man sich das Bohren sparen kann. Da wird der Brunnen „geschlagen“. Besonders gut geht das, wenn der Untergrund aus Sand besteht. Bei Kies ist es etwas schwieriger. So wurde früher die Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt. Zu jedem Haus gehörte ein eigener Brunnen, noch dazu damals ohne Motorantrieb, sondern mit Handpumpe. Bis zu einer Tiefe von etwa 8 Metern funktioniert das auch problemlos. Was aber tun, wenn man in seinem Garten Wasser benötigt, aber das Sammeln von Regenwasser nicht ausreicht, Grundwasser nicht erreichbar und auch kein Bach oder Fluss in der Nähe ist? Wenn die Nachbarn schon einen Brunnen haben, müsste es möglich sein, auch selbst einen Brunnen bohren zu können. Wenn aber weit und breit kein Brunnen in Betrieb ist, dann dürfte auch das Bohren vergeblich sein. Der erste Gang oder Anruf sollte dem Wasserwirtschaftsamt gelten. Dort weiß man, ob und in welcher Tiefe Wasser vorhanden ist. Danach richtet sich die Bohrtiefe. Die nächste Hürde ist die Genehmigung durch die örtliche Gemeinde. Wenn auch die kein Problem ist, kann man sich nach einem geeigneten Fachmann umsehen, der Brunnen bohren kann. Mit einem kleinen Handbohrer haben die dazu nötigen Geräte nichts gemein. Meist fahren auch kleinere Bohrgeräte schon auf Raupen, um an jede Stelle zu kommen und den Flurschaden möglichst gering zu halten. Das Bohrloch ist je nach beabsichtigter Tiefe einige Zoll breit. Es muss nicht nur ein Brunnenrohr eingezogen, sondern auch eine Rohrpumpe verwendet werden. Ab etwa 8 Meter Tiefe versagt die übliche Saugtechnik. Da muss dann die Pumpe im Rohr abgesenkt werden, bis sie sicher von Grundwasser überdeckt ist. Sie saugt dann das Wasser an und drückt es im Rohr nach oben. Die Druckhöhe ist weniger begrenzt und kann sogar mehrere 100 Meter betragen. Solche tiefen Bohrungen sind aber für den Hausgebrauch zu teuer. Sie werden nur für die Versorgung ganzer Gemeinden eingesetzt. Da lohnt es sich dann eher, sich mit Nachbarn zusammenzuschließen und gemeinsam zu bohren. Eventuell ist auch eine Wasserleitung zu einem weiter entfernten Bach oder Fluss günstiger.