Handy ohne Kamera – gibt es das noch?

Das Handy ohne Kamera hat durchaus einige Vorteile und in den Shops wird neuerdings eine steigende Nachfrage nach solchen Modellen festgestellt.

Es klingt fast unglaublich, aber es stimmt: Die Nachfrage nach dem Handy ohne Kamera ist nicht nur stabil geblieben, sondern steigt in jüngster Zeit wieder deutlich an. Die erste zu beantwortende Frage wäre in diesem Zusammenhang, wer denn heute noch freiwillig auf die integrierte Kamera, die einen in vielen Situationen nützlich werden könnte, verzichten möchte. Das sind einerseits viele ältere Menschen, die das Mobiltelefon wirklich nur nutzen möchten, um im Notfall erreichbar zu sein oder einen Anruf absetzen zu können. Für sie sind Kamera und Internetzugang genauso wie die MP3-Funktion völlig überflüssiger Schnickschnack, mit dem sie sich gar nicht erst beschäftigen möchten, weil sie es ohnehin nie nutzen würden.

Eine zweite große Gruppe an Interessenten für das Handy ohne Kamera rekrutiert sich aus den Menschen, die in hoch sensiblen Wirtschaftsbereichen oder in Unternehmen arbeiten, wo es häufig zur Industrie- und Datenspionage kommen kann. Dort ist das Fotografieren verboten und alle dafür in Frage kommenden technischen Hilfsmittel dürfen nicht mitgebracht werden. Auch die Handykamera wurde häufig zur Beschaffung und Weitergabe sensibler Daten genutzt, weil sie sich in der möglichen Auflösung ständig weiter entwickelte und der Digitalkamera zunehmend Konkurrenz machte. Das führte dazu, dass man das Kamerahandy häufig bei der Eingangskontrolle abgeben musste und dadurch telefonisch nicht mehr erreichbar war. Dort stellt das Handy ohne Kamera eine gute und praktikable Alternative dar.

Einige Hersteller bieten zum Handy ohne Kamera eine Ansteckkamera an, die über den Mini-USB-Port mit dem Gerät verbunden wird. So kann das entstehende Defizit ausgeglichen werden. Das Mobiltelefon erspart nämlich beispielsweise die Unfallkamera für das Fahrzeug, weil man die entstandene Situation und die Schäden an den Fahrzeugen auch mit der Kamera des Handys festhalten und von dort aus zur weiteren Bearbeitung über verschiedene Wege an den Computer übergeben kann. Das kann sowohl über den Mini-USB-Port als auch über Bluetooth realisiert werden.

Außerdem wird das Handy ohne Kamera besonders gern von denjenigen gekauft, die sich nicht über einen Vertrag binden und nur kleines Geld investieren möchten. Kameralose Handys sind deutlich preiswerter als ihre Artgenossen mit integrierter Digicam, die auf Grund der umständlichen Handhabung und der oft zu verzeichnenden Auslöseverzögerung kombiniert mit geringer Lichtempfindlichkeit ohnehin wenig schnappschusstauglich ist.

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