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Börsenbarometer: Was sagt der Dow Jones aus?

Der Dow Jones ist das amerikanische Gegenstück zum deutschen DAX. Er gibt als Index Auskunft über die Entwicklung der Aktienkurse der wichtigsten Unternehmen der USA.

Den Dow Jones gibt es bereits seit 1884. Es ist ein Aktienindex, der seinen Namen vom Urheber Charles Dow bekam, der erstmals einen Durchschnittswert aus den Aktienkursen von elf Unternehmen errechnete. Dazu fasste er anfänglich Eisenbahngesellschaften und große Industrieunternehmen zusammen. Eine erste Änderung beim [url=http://www.wallstreet-online.de/indizes/Dowjones]Dow Jones[/url] entstand 1896 und enthielt die Aktienwerte von einem Dutzend großer Unternehmen. Damals wie heute befindet sich darunter auch der Aktienkurs von General Electrics.

Heute umfasst der wichtigste Aktienindex der New Yorker Wallstreet Börse dreißig Unternehmen. Außerdem wurde die Berechnung der Anteile geändert, um so auch die Veränderungen angemessen zu berücksichtigen, die durch die von den Unternehmen durchgeführten Veränderungen des Nennwertes entstanden oder die durch die zur Deckung des Kapitalbedarfs neu emittierten Aktien verursacht werden.

Einen Einbruch vorher nie gekannten Ausmaßes musste der Dow Jones im Oktober 1929 hinnehmen. Dieser Tag ging in Europa unter der Bezeichnung „Schwarzer Freitag“ in die Geschichte ein und er gab den Startschuss für eine Weltwirtschaftskrise, die schließlich im II. Weltkrieg mündete. Der wichtigste amerikanische Aktienindex braucht mehr als zwei Dutzend Jahre, um die an diesem Tag erlittenen Punktverluste ausgleichen zu können. Erst im November 1954 konnte der historische Kurswert wieder erfolgreich überschritten werden.

In der Geschichte der New Yorker Börse gab es auch einen „Schwarzen Montag“. Er fand im Oktober 1987 statt und brachte dem Dow Jones den größten Einbruch, den er jemals innerhalb eines Tages verzeichnet hatte. Trotz einer Erholung in den letzten Handelsstunden büßte er binnen eines Tages mehr als zwanzig Prozent seines Wertes ein. Einen regelrechten Höhenflug legte der Dow Jones zwischen November 1995 und März 1999 hin. In dieser Zeit konnte es seinen Wert vollständig verdoppelt.

Tiefschläge musste der amerikanische Aktienindex auch nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 hinnehmen. Das konnte selbst eine Schließung der New Yorker Börse für vier Tage nicht verhindern. Auch die ersten Vorläufer der Finanzkrise des Jahres 2008 zeigten sich im Dow Jones bereits im Sommer 2007. Im Herbst 2008 zeigte der Chart scharfe Kurven. Binnen weniger Tage gab es riesige Gewinne, aber auch gigantische Verluste. Im März 2009 erreichte er mit 6.547 Punkten einen Tiefpunkt, von dem er sich nur langsam wieder erholen konnte.

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