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Thema Gazprom Aktien: Der Konzern im Überblick

Der russische Gazprom-Konzern ist der größte Erdgasförderer der Welt und beliefert auch den deutschen Markt. Gazprom Aktien haben sich in der Vergangenheit als stabile Anlage auf dem Kapitalmarkt erwiesen.

Das russische Erdgasförderunternehmen Gazprom ist auf dem Energiemarkt nicht erst seit Gerhard Schröder ein Begriff, der nach der deutschen Staatsführung in den Aufsichtsrat von NEGP wechselte. Schröder übernahm damit die Aufsicht über die umstrittene Ostsee-Pipeline, die ab 2010 Gas aus Russland auf dem Seeweg nach Westeuropa liefert. Gazprom baut gemeinsam mit den deutschen Unternehmen E.on und BASF. Mit der Ostsee-Pipeline spart sich das deutsch-russische Konsortium die Transitgebühren, die ansonsten über die baltischen Staaten und Polen anfallen würden. Dies kommt dann wiederum den Gazprom [url=http://aktien.wallstreet-online.de]Aktien[/url] zugute.

Die Russen, und mit ihnen der ehemalige staatliche Konzern Gazprom, halten etwa ein Viertel der weltweiten Erdgasreserven. Gazprom war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bis 1992 ein staatlicher Konzern und wurde mit der neuen Marktfreiheit in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Erdgasförderunternehmen beschäftigt mehr als 440.000 Mitarbeiter und ist damit gleichzeitig der größte Arbeitgeber im modernen Russland.

Gazprom dominiert den russischen und vermutlich bald auch westeuropäischen Erdgasmarkt. In Russland gehen mehr als 85 Prozent der geförderten Mengen auf das Konto von Gazprom. Im weltweiten Vergleich beanspruchen die Russen immerhin noch ein Fünftel der Fördermengen an Erdgas für sich. Die Geschäftsfelder von Gazprom erstrecken sich in Russland aber längst nicht nur auf die Erdgas- und Stromversorgung, sondern reichen bis in die Medienwelt und das Bankwesen.

Die Aktiengesellschaft formulierte ihre Geschäftsziele auf der Hauptversammlung des Jahres 2007: Konzentration und Ausbau des russischen, sowie europäischen Absatzes. Im Jahr 2011 übernimmt Gazprom auch die Gasförderung auf der sibirischen Jamal-Halbinsel. Mit der Pipeline South Stream einigten sich die Russen mit Serbien auf die Abdeckung des südosteuropäischen Marktes.

Gazprom konnte 2009 im zweiten Quartal seinen Gewinn mehr als verdreifachen. Verantwortlich waren dafür vor allem die steigenden Exportpreise. Nach dem Börsen-Rekordjahr 2003 erwarten Experten von Gazprom Aktien heute trotz Rekordgewinn aber wegen hoher Investitionen keine Höhenflüge mehr.

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