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Steuern bei Unternehmensgründungen

Bei Unternehmensgründungen spielen nicht nur die Geschäftsidee, die Liquidität und die haftungsrechtliche Absicherung eine Rolle, sondern auch das Thema Steuern. Nachfolgend wird ein Gesamtüberblick über die relevanten Steuern gegeben. Weitere Einzelheiten sind zu finden unter: www.steuerberaterduesseldorf.com Einkommensteuer

Einkommensteuer fällt auf der Ebene eines Unternehmens nie an. Das steuerliche Ergebnis eines Einzelunternehmens und einer Personengesellschaft wird aber den Beteiligten zugerechnet. Anschließend fällt dann auf Ebene des Unternehmers Einkommensteuer an. Der Einkommensteuersatz beträgt bis zu 45 %. Im unteren Bereich gibt es Freibeträge (Existenzminimum etc.).

Körperschaftsteuer

Nur Kapitalgesellschaften und andere Körperschaften (z. B. nicht gemeinnützige Vereine) haben Körperschaftsteuer zu zahlen. Die Körperschaftsteuer ist, vereinfacht ausgedrückt, das Pendant zur Einkommensteuer für Kapitalgesellschaften. Der Körperschaftsteuersatz beträgt zur Zeit 25 % wird aber ab 2008 auf 15 % gesenkt. Freibeträge für Kapitalgesellschaften gibt es nicht.

Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag wird auf die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer erhoben. Der Satz beträgt 5,5 % der Einkommens- bzw. der Körperschaftsteuer. Bei der Einkommensteuer gibt es einige Besonderheiten bei den Kinderfreibeträgen, also bitte nicht wundern, wenn der Solidaritätszuschlag ausnahmsweise einmal nicht genau 5,5 % beträgt.

Gewerbesteuer

Gewerbesteuer haben alle gewerblichen Unternehmen zu entrichten. Gewerblich ist ein Unternehmen nur dann nicht, wenn es eine klassische freiberufliche Tätigkeit betreibt (z. B. Ärzte oder Anwälte). Kapitalgesellschaften sind unabhängig von ihrer Tätigkeit immer gewerblich. Bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen ist die Gewerbesteuer weitgehend auf die Einkommensteuer der Unternehmer anrechenbar.

Umsatzsteuer

Umsatzsteuer fällt immer dann an, wenn ein Unternehmer eine Leistung erbringt. Ausnahmsweise fällt aber keine Umsatzsteuer an, wenn der Unternehmer als Kleinunternehmer auftritt oder es für den speziellen Umsatz eine Umsatzsteuerbefreiung gibt (z. B. bei Heilbehandlungen von Ärzten). Einzelheiten hierzu sind zu finden unter:

www.steuerberaterduesseldorf.com/umsatzsteuerliche-besonderheiten-bei-unternehmensgruendungen.html

Kirchensteuer

Kirchensteuer müssen nur Privatpersonen zahlen, die in der Kirche sind. Sofern eine Privatperson aber als Unternehmer an einer Personengesellschaft beteiligt ist, so fällt bei ihm aufgrund des zuzurechnenden Einkommens neben der Einkommensteuer „automatisch“ auch Kirchensteuer an. Die Kirchensteuer beträgt je nach Bundesland 8 oder 9 % der Einkommensteuer.

Krischan Treyde

Rechtsanwalt/Steuerberater/Fachanwalt für Steuerrecht in Düsseldorf