Pflanzenschutz: Schädlinge erkennen ist wichtig

Gartenarbeit hat viele Facetten. Einer der wichtigsten Punkte ist der Pflanzenschutz. Damit die Gartenpracht gesund gedeihen kann, sollte man Schädlinge erkennen können, um sie rechtzeitig zu behandeln.

Mit zu den größten Ärgernissen im Garten gehören die Blattläuse. Damit man diese Schädlinge erkennen kann, muss man zunächst die Blätter der Pflanze genau unter die Lupe nehmen. Rollen sich die Blätter am Rand ein und kräuseln sich, wobei auch Honigtau sichtbar ist, hat man es garantiert mit Blattläusen zu tun. Am Anfang befinden sie sich noch auf den Blattunterseiten als grüne oder schwarze Punkte, später wird man sie fast überall finden. Wer hier nicht mit Giften oder anderen Chemikalien vorgehen will, kann es mit einer Brennnesselbrühe probieren. Hierfür setzt man auf einen Eimer mehrerer Handvoll Brennnessel vermischt mit Wasser an. Sobald sich dieses Gemisch verflüssigt hat, kann es auf die betroffenen Pflanzen aufgebracht werden. Auch Wasser, mit einigen Tropfen Spülmittel versetzt, hat in vielen solcher Fällen schon geholfen. Von Blattläusen betroffen sind vor allem Rosen.

Eine weitere Krankheit stellt der so genannte echte oder falsche Mehltau dar. Er gehört in die Gruppe der Pilzkrankheiten. Die Schädlinge erkennen kann man auch hier wieder, wenn man sich die Blätter der Pflanze genau anschaut. Befindet sich auf der Blattoberseite ein weißlicher Überzug und beginnen die Blätter sich einzuholen, ist das ein Indiz für echten Mehltau. Gleichzeitig fangen die Triebe an, in ihren Spitzen zu verkümmern. Ebenfalls verliert die Pflanze viel zu früh ihre Blätter. Der falsche Mehltau ist in erster Linie dadurch vom echten Mehltau zu unterscheiden, dass er auf der Blattunterseite beginnt und sich als grauer Schimmelrasen zeigt, während auf der Blattoberseite gelbe Flecken erscheinen. Hier müssen die befallenen Triebe sofort entfernt werden. Achtung: danach das Schnittwerkzeug unbedingt säubern und nicht bei anderen Pflanzen verwenden. Die Krankheit ist ansteckend!

Im Herbst muss unbedingt das Laub entfernt werden, weil sie sich auch darüber übertragen. Befallen sind vom Mehltau neben den Rosen vor allem Eichen, Goldregen und Weißdorn. Nachhaltig ausräumen kann man dieses Schadbild leider nur mit Chemie. Dichlofluanid und Kupfer kommen hier zur Anwendung. Die Gebrauchsanweisungen solcher Mittel sollten sorgfältig vor dem ersten Einsatz gelesen werden.

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