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Die Bandbreite im Internet

Die Bandbreite einer zur Verfügung gestellten Internetverbindung ist ein Gradmesser für die mögliche Geschwindigkeit, mit der man diese Internetverbindung maximal nutzen kann.

Eines der wichtigsten Kriterien einer Internetverbindung ist deren Bandbreite. Diese sagt aus, wie hoch die Geschwindigkeit ist, mit der der Kunde durch das World Wide Web surfen kann. Angegeben wird diese Bandbreite entweder als Tausenderzahl, etwa DSL 6000, oder aber als Angabe in Mbit. Ein DSL 6000 Anschluss wären in dieser Schreibweise 6 Mbit. Der Kunde sollte aber einiges beachten und den Anbietern nicht alle Angaben aufs Wort glauben. Meist wird nämlich mit der maximal verfügbaren Geschwindigkeit geworben. Dass diese Geschwindigkeit nicht an allen Orten erreicht werden kann, wird dem Kunden schon mitgeteilt. Allerdings geschieht dies in der Regel irgendwo im Kleingedruckten. Da wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen das Kleingedruckte lesen, fallen immer wieder Kunden auf diese, rechtlich unangreifbare, Masche herein. Sie bestellen sich beispielsweise einen Internetanschluss, der groß mit einer sehr schnellen 16 Mbit Leitung beworben wird, und müssen dann überrascht feststellen, dass die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit teilweise nur 1 Mbit beträgt. Da in der Regel Verträge mit einer Mindestlaufzeit von zwölf oder 24 Monaten geschlossen werden, muss der Kunde normalerweise damit leben. Vom Vertrag zurücktreten kann er nicht, denn ein Hinweis auf die möglicherweise niedrigere Geschwindigkeit ist ja im Kleingedruckten versteckt.

Die Unterschiede in der Bandbreite haben technische Ursachen. Je weiter der Endverbraucher von der nächstgelegenen Vermittlungsstelle entfernt ist, desto niedriger ist die für ihn verfügbare Geschwindigkeit. In unmittelbare Nähe der Vermittlungsstelle ist eine Bandbreite von 16 Mbit absolut kein Problem. Doch schon zwei oder drei Kilometer weiter weg können nur noch 6 Mbit erreicht werden. Weitere zwei oder drei Kilometer entfernt kann der Kunde nur noch mit 1 Mbit durchs World Wide Web surfen. Seriöse Anbieter bieten ihren Kunden im Vornherein die Möglichkeit, die voraussichtlich mögliche Geschwindigkeit an ihrem Anschluss zu testen. Somit weiß der Kunde schon vorher, welche Bandbreite er bekommt und erfährt dies erst nicht nach Abschluss eines langfristigen Vertrages. Wer nur gelegentlich im Internet surfen will, muss sich um die Geschwindigkeit des Anschlusses eigentlich keine Gedanken machen. Vielsurfer werden aber auf jeden Fall zu einem Anbieter tendieren, der eine sehr schnelle Anbindung an das World Wide Web bietet.