checkAd

Privat Insolvenz, der letzte Ausweg für Schuldner

Viele Menschen leben weit über ihre Verhältnisse. Sie kaufen oft Konsumdinge, die sie gerne besitzen möchten. Sie können diese Dinge aber nicht bezahlen. So rutschen sie immer weiter in die Schuldenfalle.

Meistens beginnt der Schuldenkreislauf mit der Arbeitslosigkeit. Es wurde sich vielleicht ein Haus gekauft, ein Auto und einige Dinge auf Raten. Solange der Lohn regelmäßig reinkommt, können alle Gläubiger auch bezahlt werden. Kommt aber unverhofft die Arbeitslosigkeit hinzu, dann sieht das schon ganz anders aus. Die ersten Dinge können nicht bezahlt werden, da das Geld auf einmal nicht mehr ausreicht. Nach den ersten Wochen liegen die Mahnungen im Briefkasten. Mit einigen Gläubigern können noch Ratenverträge gemacht werden, aber einige Dinge kann man aus Geldmangel nicht bezahlen. Nach der dritten Mahnung erscheint nach einiger Zeit der Gerichtsvollzieher und versucht das Geld einzutreiben.

Ist dort nicht zu holen und auch keine Ratenzahlung zu vereinbaren, wird dem Schuldner die Eidesstattliche Versicherung abgenommen. Man spricht vom „3 Finger heben“. Das heißt, der Schuldner bestätigt, dass er nichts Wertvolles besitzt und seine Schulden nicht abzahlen kann. Sollte der Schuldner nach dieser Abnahme noch mal auf Raten kaufen, dann macht er sich strafbar. Das kann empfindliche Geldstrafen geben, bis hin zu einer Freiheitsstrafe.

Die meisten sehen in dieser Situation nur noch den Ausweg, in die private Insolvenz zu gehen. Dafür muss sich an eine der vielen Hilfsorganisationen gewendet werden. Diese Organisationen vermitteln einen Anwalt für Insolvenz Recht. Diesem Anwalt müssen alle Schulden offengelegt werden, und er kümmert sich dann um die Insolvenz. Er versucht mit den Gläubigern zu verhandeln, und kommt er nicht weiter, reicht er die Insolvenz ein. Das heißt für den Schuldner, dass er die nächsten 7 Jahre alles offen legen muss. Ebenso darf er keine neuen Schulden machen, sonst wird die Insolvenz aufgehoben, und er muss seine Schulden bezahlen. Der Schuldner ist in dieser Zeit verpflichtet einer Tätigkeit nachzugehen, damit die Gläubiger die Möglichkeit haben, ihr Geld erstattet zu bekommen. Er darf einen bestimmten Satz behalten, und der Rest geht auf ein Insolvenz Konto. Von diesem Konto werden die Gläubiger bezahlt, damit sie ein wenig ihres Geldes zurückbekommen können. Nach 7 Jahren ist der Schuldner schuldenfrei.

Inhalt

Rubriken